Fußball-WM 2014: Brasilien auch ohne Neymar heiß auf Halbfinale gegen Deutschland

Fußball-WM 2014: Brasilien auch ohne Neymar heiß auf Halbfinale gegen Deutschland

Nach dem WM-Aus von Superstar Neymar muss Brasiliens Coach Luiz Felipe Scolari sein Team umkrempeln. Willian oder Bernard sollen in die Rolle des Spielmachers schlüpfen und die Mission "Hexa", den sechsten WM-Titel für Brasilien, erfüllen.

Der verletzte Neymar ist für Brasilien nicht zu ersetzen, mit zehn Spielern wird der Gastgeber aber am Dienstag garantiert nicht ins Halbfinale der Fußball-WM gegen Deutschland gehen. Auch das Finale wird Neymar keinesfalls bestreiten können. Brasiliens Teamarzt Jose Luiz Runco dementierte entschieden Meldungen, wonach der Superstar nach seinem Lendenwirbelbruch mit Schmerzmitteln noch zu einem WM-Einsatz kommen könnte: "Es gibt nicht die geringste Chance, dass Neymar das Spiel am 13. Juli bestreiten kann, falls Brasilien ins Finale kommt."

Willian und Bernard heißen die Alternativen von Teamchef Luiz Felipe Scolari. Für Willians Nominierung spricht, dass er neben seinem Chelsea-Teamkollegen Oscar einlaufen könnte. Der 25-Jährige ist bei der WM bisher in den Gruppenspielen gegen Kroatien und Mexiko sowie in der Verlängerung des Achtelfinales gegen Chile eingewechselt worden. "Ein Halbfinale gegen Deutschland ist etwas, wovon man als Spieler träumt", meinte Willian am Sonntag. Er hat bisher zehn Länderspiele zu Buche stehen.

Bernard als Joker

Ein weiterer Anwärter für die Position Neymars ist Bernard von Schachtar Donezk. Der 21-jährige Offensivspieler ist nicht nur der jüngste Spieler in Brasiliens WM-Kader, sondern mit 1,66 m auch der Kleinste. Der quirlige Bernard (13 Länderspiele) kam bisher in den WM-Spielen gegen Kroatien und Mexiko ebenfalls als Joker zum Einsatz.

Das brasilianische Team setzte am Sonntag bei seiner Pressekonferenz ausgerechnet diese beiden Kandidaten aufs Podium, die sich höflich darum bemühten, keine Ansprüche auf einen Einsatz zu stellen. Sie lobten sich gegenseitig als "Spieler mit großer Qualität", als "intelligent" und "schnell".

Statistik spricht für Brasilien

Statistisch gesehen ist Brasilien gegen Deutschland im Vorteil. In 21 Spielen seit 1963 konnte Deutschland nur viermal gewinnen, Brasilien dagegen zwölfmal. Bei einer WM-Endrunde haben die beiden Teams bisher überhaupt nur einmal gegeneinander gespielt, und zwar im Finale der Fußball-Weltmeisterschaft 2002 in Japan und Südkorea. Das Spiel entschied Brasilien für sich. Zwei Treffer von Ronaldo sicherten der Selecao damals den fünften und bislang letzte WM-Titel.

Von den damaligen Akteuren in Yokohama waren übrigens nur Brasiliens Teamchef Luiz Felipe Scolari und der deutsche Stürmer Miroslav Klose beim Finale 2002 in Yokohama dabei.

Deutschlands Teamchef Joachim Löw macht sich indessen nichts vor. "Wir spielen nicht nur gegen elf Brasilianer auf dem Platz, wir spielen gegen das ganze Land", sagt er vor dem Spiel der Spiele.

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