Fußball-WM 2014: Auftaktsieg der Italiener über England

Fußball-WM 2014: Auftaktsieg der Italiener über England

Gruppe D: Italien siegte im Mitternachtsspiel (MEZ) gegen England mit 2:1 (1:1). Marchisio und Balotelli trafen, zwischenzeitlich glich Daniel Sturridge in der 37. Minute für die "Three Lions" aus. Zuvor hatte Außenseiter Costa Rica Uruguay verdient mit 3:1 (0:1) besiegt.

Am Freitag (18.00) kommt es in Recife zum Duell zwischen Costa Rica und Italien. Bereits am Donnerstag (21.00) geht es für Uruguay und England in Sao Paulo darum, das vorzeitige Out zu verhindern.

Die nach dem Ausfall von Arsenal-Spieler Alex Oxlade-Chamberlain mit Raheem Sterling, Wayne Rooney, Danny Welbeck hinter Solospitze Sturridge agierenden Engländer waren mit blitzschnellem Umschaltspiel zunächst das gefährlichere Team gegen die Italiener, die zwar in Sachen Ballbesitz klar die Oberhand hatten, aber erst nach einer halben Stunde durch Stürmer Balotelli zur ersten Strafraum-Torchance kamen (33.). Da hätte England schon 1:0 führen können, doch Andrea Barzagli rettete nach einer Welbeck-Flanke mutig und in höchster Not, damit Sterling nicht zum Kopfball kam (24.).

Ein einstudierter Corner-Trick brachte Italien schließlich die überraschende Führung: Mittelfeld-Dirigent Andrea Pirlo ließ den Ball durchlaufen für Marchisio, der aus 25 Metern abzog und genau ins Eck traf. Die Freude über das Tor war allerdings nur von extrem kurzer Dauer, denn zwei Minuten später hieß es bereits 1:1: Sterling passte perfekt auf Rooney, dessen Maßflanke Sturridge aus kurzer Distanz in die Maschen jagte (37.).

In der Nachspielzeit der ersten Hälfte hatten die Italiener dann ihre beste Phase. Ein Balotelli-Heber wurde von Phil Jagielka gerade noch über die Latte geköpfelt (45.+2), wenig später krachte ein Schuss Antonio Candrevas an die Stange (45.+3). Diesen Schwung nahm der Weltmeister von 2006 in die zweite Hälfte mit, denn nach Candreva-Flanke war Torjäger Balotelli per Kopf zur Stelle und erzielte das 2:1 für die "Squadra". England war damit gegen den von nun an tief stehenden Gegner gefordert und machte Druck. Doch Schüsse von Rooney (54., 62.), Sturridge (61.) und Glen Johnson (72.) verfehlten allesamt ihr Ziel, während der für Welbeck kurz zuvor eingewechselte Ross Barkley (64.) und Leighton Baines (77.) an Schlussmann Salvatore Sirigu, der den verletzten Kapitän Gianluigi Buffon vertrat, scheiterten. Auf der Gegenseite landete im Finish noch ein Pirlo-Freistoß an der Latte (94.). Somit blieb es beim 1:2, womit England nicht die Revanche für das EM-Viertelfinal-Out im Elferschießen gelang.

Für ein Kuriosum sorgte der englische Physiotherapeut Gary Lewin: Beim Jubel über das Ausgleichstor wurde er offensichtlich unter einer Traube von Teammitgliedern begraben und verletzte sich dabei laut Teaminformationen am Knöchel. Lewin musste deshalb am Spielfeldrand medizinisch betreut werden, ehe er auf einer Trage ins Innere des WM-Stadions von Manaus gebracht wurde.

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