Fußball WM 2014: Argentinien nach Elferschießen gegen Niederlande im Finale

Fußball WM 2014: Argentinien nach Elferschießen gegen Niederlande im Finale

Der Finalgegner der Deutschen bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien steht fest: Argentinien hat nach 120 Minuten extremem Defensivfußball das Elferschießen gewonnen. 0-0 hatte es am Schluss gestanden. Die Niederländer fanden keine Mittel, die Betonmauer der Argentinier zu knacken. Mit 2-4 gewinnt Argentinien nach Elfmeterschießen.

Für Fußball-Fans waren die von den beiden Teams gebotenen Leistungen im zweiten Halbfinale der FIFA Fußball-Weltmeisterschaft 2014 zwischen den NIederlanden und Argentinien eher dürftig. Wer sich einen Leckerbissen der beiden Teams versprochen hatte, wurde enttäuscht. Beide Mannschaften taktierten vom Anfang bis zum Ende - ein halbes Dutzend Torchancen insgesamt (wenn man wirklich davon sprechen will) waren die recht dürftige Ausbeute beider Teams. Auch das erwartete Duell der beiden Superstars Arjen Robben und Lionel Messi blieb aus.

Zwei gehaltene Elfmeter von Sergio Romero bescherten Argentinien den glücklichen Einzug ins Finale. Lange Zeit hatte es danach ausgesehen, als würden es der zweifache Weltmeister und der zweifache Vizeweltmeister ohnehin auf die Entscheidung im Elfmeterschießen ankommen lassen. Warum ist fraglich, denn in ein WM-Finale kann man bekanntlich nur kommen, wenn man im Halbfinale ein Tor mehr als der Gegner schießt. Kein Tor zu schießen ist keine Alternative. Aber die No-Risk-Defensiv-Taktik müssen die Teamcoaches rechtfertigen. Einer, der Argentinier Alejandro Sabella, kann das heute leicht. Für ihn ist die Rechnung aufgegangen. Der andere, Luis van Gaal, ist dagegen schwer in Erklärungsnotstand.

120 Minuten Rasenschach

Das Spiel degenerierte zum einem Schachspiel auf dem grünen Rasen. Die Stimmung auf den Zuschauerrängen war dafür umso besser. Lionel Messi hatte nach 15 Minuten erstmals eine gewisse Gefahr mit einem direkten Freistoß erzeugt. Der Ball wurde sicher vom holländischen Torhüter Jaspar Cillessen gehalten. Ansonsten hatte sich in der ersten Halbzeit so gut wie nichts vor beiden Toren getan. Ein schier unerträgliches Ballgeschiebe, mit etlichen Fehlern auf beiden Seiten, sollten sich sogar in der zweiten Hälfte noch fortsetzen - wo die ohnehin inferiore Qualität beider Teams noch überboten wurde - im negativen Sinn. Zwei Minuten vor Schluss der regulären Spielzeit hätte Arjen Robben für die Holländer fast noch den Siegtreffer erzielen können. Das hätte-könnte-wäri kennen wir allerdings schon zur Genüge und im letzten Moment wurde der Schuss keine zehn Meter entfernt vom Tor auf der linken Seite kommend gerade noch abgeblockt.

Argentinien, das vor allem in der zweiten Halbzeit seine Offensivbemühungen so gut wie eingestellt hatte, wäre in der Verlängerung nach einem Zuspiel von Messi auf den eingewechselten Rodrigo Palacio fast noch zum Siegtreffer gekommen. Der Argentinier wollte den Ball über den herauslaufenden Cillessen per Kopf im Tor unterbringen. Der holländische Torwart konnte sich den Ball aber gerade noch schnappen. So verstrich auch die Verlängerung. Das Elferschießen brachte die Entscheidung mit 4-2 für Argentinien. Over and out, Oranjes.
Die Argentinier treffen am Sonntag im Finale zu Rio de Janeiro auf Deutschland. Damit heißt es zum dritten Mal Deutschland gegen Argentinien. 1986 siegten die Südamerikaner in Mexiko-Stadt mit 3:2, 1990 hatten die Südamerikaner in Rom das Finale mit 0-1 verloren - damals durch einen verwandelten Elfmeter (von Andreas Brehme, 85. Minute) in der regulären Spielzeit.

Die Entscheidung durch Elfmeterschießen:

0:0 Vlaar (NED) vergibt (gehalten)
0:1 Messi (ARG) trifft
1:1 Robben (NED) verwandelt sicher
1:2 Garay (ARG) trifft sicher
1:2 Sneijder (NED) vergibt - Torhüter Sergio Romero hält
1:3 Aguero (ARG) trifft
2:3 Kuyt (NED) trifft
2:4 M. Rodriguez (ARG) trifft

Marko Arnautovic kassiert in China 245.000 Euro pro Woche

Sport

Marko Arnautovic kassiert in China 245.000 Euro pro Woche

Missbrauchsvorwürfe gegen ÖSV-Trainerlegende Charly Kahr

Sport

Missbrauchsvorwürfe gegen ÖSV-Trainerlegende Charly Kahr

Wirtschaft

Formel 1 will mit "Cable Cowboy" neu durchstarten

Fußball: AC Milan und West Bromwich nach China verkauft

Wirtschaft

Fußball: AC Milan und West Bromwich nach China verkauft