Fußball: Real Madrid bleibt die Nummer 1

Fußball: Real Madrid bleibt die Nummer 1

Cristiano Ronaldo ist zwar nicht Weltmeister, aber dennoch die Nummer 1 mit Real Madrid - auch was den Umsatz betrifft

In der von Deloitte erstellten "Football Money League" ist Real Madrid die Nummer 1 vor Manchester United und Bayern München. Der FC Barcelona ist in der Saison 2013/2014 vom zweiten Platz auf Rang 4 zurückgefallen. Ein Großteil der Klubs hat massive Schulden angehäuft.

London. Beim Milliarden-Business Fußball rollt der Euro. Auch in der Saison 2013/2014 konnten die 20 Großklubs der Welt erneut kräftig zulegen. Nach Berechnungen der Beratungsgesellschaft Deloitte haben die Top-20 in der abgelaufenen Saison einen Umsatz von 6,2 Milliarden Euro erzielt. Gegenüber der Saison davor war das eine Steigerung um 14 Prozent.


Real Madrid hat seine Stellung als umsatzstärkster Club der Welt erfolgreich verteidigt. Die "Königlichen" kamen in der vergangenen Saison auf einen Umsatz von 549,5 Millionen Euro und führen damit die "Football Money League" vor Manchester United (518) und Bayern München (487,5) an. Die Rangliste wurde von Deloitte dieses Jahr zum bereits 18. Mal erstellt.

Ral Madrid ist somit zum zehnten Mal die Nummer 1, was den Umsatz anbetrifft. Erzrivale FC Barcelona ist vom zweiten auf den vierten Paltz zurückgefallen. Der zuletzt wenig sportlich in Erscheiung getreten englische Großklub Manchester United, der heuer im interantionalen Geschäft nicht vertreten ist, hat sein Füllhorn trotz sportlicher Pleiten wieder stopfen können und ist um zwei Ränge aufgestiegen - von Platz vier auf den zweiten Platz. Der FC Bayern München, Champions League-Sieger im Jahr 2013, hält gegenüber der Saison 2012/13 unverändert den dritten Platz.

Unter den ersten 20 Klubs sind alleine acht aus Großbritannien, vier kommen aus Italien, jeweils drei aus Spanien und Deutschland sowie jeweils ein Klub aus Frankreich und der Türkei.

Champions-League-Sieger Real ist der erste Club, der mehr als 200 Millionen Euro durch Fernsehrechte einnahm. ManUnited steigerte sich trotz des sportlichen Misserfolgs vor allem aufgrund eines lukrativen TV-Vertrags der englischen Premier League. Für die Bayern bedeuteten die 487,5 Millionen Euro einen Rekordumsatz. Aus den Top Drei fiel hingegen der zuletzt zweitplatzierte FC Barcelona (484,6), der nur noch Vierter ist.

Die von Deloitte erstellte "Football Money League" 2013/14 (Umsatz in Mio. Euro/Vorjahresplatzierung in Klammer)

Hohe Schulden

Die Kehrseite des großen Spektakels: Die Großklubs drücken Schulden in dreistelliger Millionenhöhe, was Deloite in seinem Ranking nicht aufgeführt hat. Die Nummer 1 Real Madrid brachte es Ende 2013 noch auf fast 600 Millionen Schulden. Der FC Barcelona hat unterm Strich rund 300 Millionen Schulden angehäuft. Und auch die Nummer zwei ManU drücken Schulden um rund 300 Millionen Euro. Galatasary Istanbul (Platz 18) konnte kürzlich die Spielergehälter nur mit Verzögerung begleichen. Angespannt war zuletzt auch die Situation beim Champions League-Finalisten Atlético Madrid, der kürzlich durch den Einstieg eines neuen chinesischen Investors wieder für mehr Liquidität sorgte - nach Jahren mit Schulden und drohendem Konkurs.

Bayern München ist die rühmliche Ausnahme: Der deutsche Klub hatte im vorjahr mit der Rückzahlung des Darlehens für den Stadionbau der Allianz-Arena seine Schulden beglichen und bilanziert sogar mit einem Gewinn.

Real Madrid und Barcelona stehen bei der UEFA unter Beobachtung wegen allzu kreativer Bilanzkosmetik bis hin zu verdeckten Subventionierungen der öffentlichen Hand. Auch die EU nimmt bereits den Madrider Großklub unter die Lupe. Bei einem Grundstückverkauf sollen Bewertungen zugunsten des Fußballs zu überzogenen Preisen geführt haben.

Aber auch die Europäische Fußballunion UEFA hat bereits reagiert. Im Rahmen des "UEFA-Fair-Play" sind die Vereine verpflichtet, ihre Finanzen nach wirtschaftlichen Kriterien und Bewertungen zu führen und in Ordnung zu bringen. Die Klubs müssen künftig - wie börsennotierte Unternehmen - einem unabhängigen Wirtschaftsprüfer die Bilanzen zur Prüfung vorlegen lassen. Und ohne Bestätigungsvermerk des Prüfers droht sogar der Lizenzentzug.

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