"Zukunftsvorsorge hat jetzt mehr Transparenz und Flexibilität"

"Zukunftsvorsorge hat jetzt mehr Transparenz und Flexibilität"

FORMAT: Im Juli wurden vom Nationalrat die neuen Regelungen zur prämienbegünstigten Zukunftsvorsorge verabschiedet. Ist die prämienbegünstigte Zukunftsvorsorge dadurch nun für die Konsumenten besser geworden?

Manfred Rapf: Ja, zweifelsfrei. Die Reform der Zukunftsvorsorge bringt mehr Flexibilität bei der Veranlagung und eine umfassende Transparenz.

Hat die Reform wirklich jene Änderungen gebracht, die sich die Versicherungswirtschaft gewünscht hat?

Rapf: Im Großen und Ganzen ja. Natürlich ist das Ergebnis ein Kompromiss der verschiedensten Standpunkte. Wir hätten auch gerne die Möglichkeit gehabt, dass man in turbulenten Börsenzeiten gänzlich auf die vorgeschriebene Mindest- Aktienveranlagung verzichten kann. Zudem wäre es aus unserer Sicht wichtig gewesen, dass die private Pflegevorsorge staatlich gefördert wird. Aber insgesamt sind wir mit dem Verhandlungsergebnis sehr zufrieden.

Die wesentlichste Änderung bei der prämienbegünstigten Zukunftsvorsorge war eine Flexibilisierung der Aktienquote. Warum war es so wichtig, diesen Punkt zu ändern?

Rapf: Hier gibt es zwei Änderungen. Einerseits wurde die Bandbreite bei der Aktienveranlagung und somit auch die Mindestaktienquote auf 15 beziehungsweise auf 5 Prozent ab dem 50. Lebensjahr gesenkt. Das ist sehr wichtig, um bei fallender oder unsicherer Marktlage die Aktienquote stärker reduzieren zu können. Anderseits muss die Aktienveranlagung nur noch zu 60 Prozent an Börsen des Europäischen Wirtschaftsraumes erfolgen. Dazu gehört auch die Börse Wien. Der Rest darf an den Weltbörsen veranlagt „Mehr Transparenz und Flexibilität“ Manfred Rapf, Vorstand der s Versicherung, über die Reform der prämienbegünstigten Zukunftsvorsorge und die neuen Chancen für die Versicherungsnehmer. Von Stephan Scoppetta werden. Das wiederum erhöht die Chancen auf höhere Erträge und reduziert gleichzeitig die Volatilität. Auch Absicherungsmaßnahmen können an größeren Börsen effektiver und letztendlich auch günstiger erfolgen.

Ist es überhaupt notwendig, dass Geld aus einer sicheren Veranlagung auch in Aktien fließt? Was hier passieren kann, zeigte sich im Jahr 2008 sehr dramatisch. Das wurde von Gegnern der prämienbegünstigten Zukunftsvorsorge ja immer wieder kritisiert.

Rapf: Auch die Versicherungsunternehmen waren der Meinung, dass eine verpflichtende Aktienquote nicht notwendig ist. Aber wir mussten bei den Verhandlungen eben Kompromisse eingehen.

Nun gibt es rund 1,6 Millionen laufende Verträge. Wie und wann können Versicherte aus diesen Verträgen in das neue System wechseln?

Rapf: Auf zu diesem Zeitpunkt bereits bestehende Verträge hat die Neuregelung grundsätzlich keine Auswirkungen. An dererseits soll für Personen, die bereits einen Zukunftsvorsorgevertrag abgeschlossen haben, nach Ablauf der Mindestbindefrist von zehn Jahren ein Umstieg möglich sein. Somit können alle Versicherten in das neue System wechseln.

Fallen bei einem Vertragswechsel Steuern und Gebühren an?

Rapf: Nein, es fallen keine Steuern an und wir als s Versicherung verrechnen bei einem Vertragswechsel auch keine zusätzlichen Kosten.

Die staatliche Förderung bei der Zukunftsvorsorge wurde im Rahmen der Steuerreform 2012 auf 4,25 Prozent halbiert. Lohnt sich der Einstieg in dieses Produkt überhaupt noch?

Rapf: Selbstverständlich. Die Förderung mag zwar auf den ersten Blick das beste Argument für eine Zukunftsvorsorgepolizze sein, aber auf lange Sicht sind es die zahlreichen anderen Vorteile, die sich in der Rendite auswirken. Zum Beispiel entfallen bei diesem Produkt die üblichen vier Prozent Versicherungssteuer. Zudem sind die Veranlagungserträge von der KESt befreit. Darüber hinaus ist ganz wesentlich, dass die Rente vollkommen einkommensteuerfrei bezogen werden kann.

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