USA klagen Hedgefonds SAC Capital – “Da läuten die Totenglocken”

Wegen des Verdachts auf systematischen Insiderhandel hat die New Yorker Staatsanwaltschaft am Donnerstag Anklage gegen den Fonds des Milliardärs Steven A. Cohen erhoben.

USA klagen Hedgefonds SAC Capital – “Da läuten die Totenglocken”

Steven A. Cohen, dessen 14 Milliarden Dollar schwerer Hedgefonds des Insiderhandels beschuldigt wird, steht vor einer Zukunft ohne den Fonds oder ein Milliarden-Vermögen. Er muss aber wohl nicht hinter Gitter.

Die USA fordern von Cohens SAC Capital Advisors mehrere hundert Millionen Dollar zurück. Das entspricht dem Geld, das durch illegalen Insiderhandel verdient worden sein soll. Darüber hinaus dürfte die Bundesanwaltschaft versuchen, weitere Milliarden von Cohen und dem Hedgefonds zu erhalten.

Cohen selbst nicht angeklagt – Dafür acht frühere SAC-Manager

Cohen selbst ist nicht angeklagt, wohl aber mindestens acht frühere SAC-Fondsmanager und Analysten. Gegen sie wurden oder werden Betrugsklagen erhoben, wegen ihrer Rolle in einem Insiderhandelssystem, bei dem es angeblich um mehr als 20 Unternehmen geht und das bis ins Jahr 1999 zurückreicht.

Die Bundesanwaltschaft hat darüber hinaus eine Zivilklage wegen Geldwäsche gegen SAC Capital Advisors angestrengt und fordert Geldstrafen und Sanktionen, die in einem Prozess festgelegt werden sollen, für den ein Termin noch aussteht.

Diese Zivilklagen stellen die größte Bedrohung für Cohens Vermögen dar. Wenn der Hedgefonds nämlich Gelder aus Insiderhandelsgeschäften in sein Fondsvermögen gesteckt haben sollte, dann sei das gesamte Fondsvermögen unsauber und könne beschlagnahmt werden, argumentiert die Bundesanwaltschaft in Manhattan unter Preet Bharara.

“Beschlagnahmung, Wiedergutmachungszahlungen und Geldstrafen sind die wirklichen Sorgen für SAC”, sagt John J. Carney, Jurist bei Baker Hostetler und ein früherer Strafverfolger für Wertpapierbetrug. “Wenn der Staat die angeblich betrügerisch erzielten Gewinne präzise nachweisen kann, dann dürfte die Möglichkeit bestehen, das Nettokapital der Gesellschaft zu vernichten. Damit ist ein Bankrott oder eine Zwangsverwaltung eine reale Bedrohung.”

SAC wird Geldwäsche und die Vermischung der illegalen Gewinne mit dem übrigen Fondsvermögen vorgeworfen

In der Zivilklage beschuldigen die USA SAC der Geldwäsche und der Vermischung der illegalen Gewinne mit dem übrigen Fondsvermögen sowie der Verwendung der Gewinne für weiteren Insiderhandel. Mit einem separaten strafrechtlichen Verfahren will die Staatsanwaltschaft die Voraussetzung dafür schaffen, dass unrechtmäßig erzielte Gewinne beschlagnahmt werden können falls SAC des Insiderhandels für schuldig befunden wird.

Dann könnte die Justiz auch in erheblichem Umfang auf Cohens eigenes Vermögen zugreifen. Mit neun Milliarden Dollar steht Cohen nach Daten von Bloomberg auf Platz 121 der Milliardäre weltweit.

Darüber hinaus fordern die Strafverfolger unter Berufung auf ein Gesetz gegen Geldwäsche die Beschlagnahmung sämtlicher Vermögenswerte von SAC Capital Advisors, CR Intrinsic Investors, Sigma Capital Management, und mehr als 20 anderen verbundenen Investmentfonds, wie aus der Klageschrift hervorgeht.

Eine Verurteilung von SAC dürfte zu “enormen Strafzahlungen und potenziell ruinösen Wiedergutmachungsbeträgen” führen, sagt Michael Shapiro, Co- Vorsitzender der Verteidigungskanzlei für Wirtschaftsstraftaten bei Carter Ledyard & Milburn in New York. Die Strafverfolger dürften auch Anspruch auf Milliarden Dollar aus Cohens Privatvermögen erheben, sagt Shapiro: “Sein Haus, seine Kunstsammlung - das können sie einfordern.” Cohen ist einer der weltweit größten Kunstsammler und besitzt Werke von Van Gogh, Manet, de Kooning, Picasso, Cézanne, Warhol, Johns und Richter.

Festzustellen, ob in Cohens Privatvermögen Erlöse aus dem Insiderhandel von SAC eingeflossen sind, werde “ein Kampf für die forensischen Bilanzprüfer” sein, der Jahre dauern kann, sagt Jacob Frenkel, Jurist bei Shulman Rogers Gandal Pordy & Ecker PA in Potomac, Maryland und früherer Anwalt bei der Börsenaufsicht SEC.

“In diesem Fall geht es um Unternehmensgebaren und Unternehmensverantwortung”, sagte George Venizelos, Assistant Director der Bundespolizei Federal Bureau of Investigation. “SAC Capital und sein Management haben eine Kultur der Laxheit begünstigt. SAC hat die Betrügerei nicht nur toleriert, sondern auch dazu ermutigt.”

Die USA haben eine Klage vorgelegt, die sie angesichts der früheren Erfolge des Büros von Bundesanwalt Bharara gegen Insiderhandel wahrscheinlich gewinnen werden. Die Erfolgsquote von Bharara liegt bei 100 Prozent. Am Ende könnte das Aus von SAC Capital stehen. Von den 13,9 Milliarden Dollar, die der Hedgefonds verwaltet, zählen rund 7,5 Milliarden Dollar zum persönlichen Vermögen von Cohen.

“Da läuten die Totenglocken” für SAC, sagt Carney.

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