Systemrisiko Hedgefonds

Systemrisiko Hedgefonds

Die Abteilung "Investment Management" der US-Börsenaufsicht SEC, übergab dem Kongress vergangene Woche einen heiklen Bericht über die Risiko-Lage der größten US-Hedgefonds. Die Daten stammen aus dem vierten Quartal 2012.

Der Bericht basiert auf den Angaben von Vermögensverwaltern, die private Fonds mit einem Bruttovermögen von mindestens 150 Mio. Dollar betreiben, einschließlich Fremdkapital. Die Aufsichtsbehörde hat daraus die Daten für die größten Hedgefonds herausgezogen.

Der Kongress hatte die SEC auf der Grundlage des Dodd-Frank-Gesetzes von 2010 zur Finanzmarktreform angewiesen, die Informationen von den Hedgefonds und Private-Equity-Gesellschaften zusammen zu tragen. Sie sollen den Aufsehern dabei helfen, die Risiken im Finanzsystem zu beobachten. Einmal jährlich muss die SEC dem Kongress einen Bericht vorlegen.

Anlagegesellschaften, die mindesten 150 Mio. Dollar verwalten, müssen nun einmal jährlich ein Formular ausfüllen, solche mit einem Brutto-Anlagekapital von mehr als 1,5 Mrd. Dollar brutto in Hedgefonds-Anlagen sogar vierteljährlich. Für jeden separaten Fonds mit einem Nettovermögen von über 500 Mio. Dollar müssen detaillierte Angaben zu Verschuldung, Risikoprofil, Exposure und Liquidität gemacht werden. In diese Kategorie fielen nach Angaben der SEC 823 Hedgefonds.

27 Prozent des Vermögen kann rasch zu Barem gemacht werden

Aus dem SEC-Bericht gehen auch Einzelheiten zur Liquidität der Vermögenswerte der Hedgefonds hervor. Demnach können rund 27 Prozent des aktuellen Netto-Anlagevermögens der "Heuschrecken" von 1,47 Billionen Dollar innerhalb eines Tages liquidiert werden, 53 Prozent binnen einer Woche oder schneller. 71 Prozent der Anlagen könnten laut Angaben von Hedgefondsmanagern innerhalb eines Monats verkauft werden. Bei 15 Prozent der Vermögenswerte würde die Liquidierung länger als sechs Monate dauern.

Die SEC legte auch dar, wie schnell die Hedgefonds den Investoren einen Ausstieg ermöglichen. Demnach können rund sieben Prozent der 1,47 Billionen Dollar innerhalb eines Tages von den Investoren abgezogen werden, 24 Prozent innerhalb eines Monats. Innerhalb von 180 Tagen können rund 59 Prozent des Anlagekapitals zurückgezahlt werden und bei 26 Prozent des Kapitals würde dies länger als ein Jahr dauern.

Die Verschuldung der Hedgefonds von 1,06 Billionen Dollar umfasst besicherte und unbesicherte Kredite eines jeden Fonds. In der aggregierten Summe nicht enthalten sind laut SEC andere signifikante Methoden der Verschuldung, wie etwa Derivate.

Marktpreise "aus dem Labor"

Das Problem an der Gegenüberstellung der Verschuldung und des verfügbaren Kapitals der Hedgefonds ist allerdings, dass die Überdeckung der Fremdmittel nur nach aktuellen Marktpreisen besteht. Wie schwer Risiko-Assets in Krisenzeiten zu veräußern sind, zeigte sich zuletzt auch am Beispiel der öffentlichen Skandalfinanzen in Salzburg.

Kommt es also erneut zu starken Verwerfungen an den Märkten, die Veräußerungen von Assets verunmöglichen, dann sitzen die Kapitalgesellschaften auf einem riesigen Schuldenberg, können aber die liquiden Mittel nicht mehr aufbringen. Schwere Schieflagen wären die Folge.

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