Sotschi: Jetzt Olympia, im Herbst Formel 1

Sotschi: Jetzt Olympia, im Herbst Formel 1

Der 5,853 Kilometer lange Kurs soll rund 200 Millionen Dollar gekostet haben, ein Schnäppchen angesichts der 37 Milliarden Euro, die die Winterspiele in Sotschi verschlingen. Ab 4. März gibt es Tickets für das Rennspektakel, rund 55.000 Zuschauer werden erwartet.

Dort, wo derzeit Tausende Wintersport-Fans bei den Olympischen Spielen in Sotschi von Eishalle zu Eishalle ziehen, rasen in rund acht Monaten Formel-1-Boliden über den Asphalt. Am 12. Oktober steht der erste Grand Prix von Russland auf dem Programm, der zum Großteil auf den Straßen des Olympia-Parks im Coastal Cluster stattfindet.

Die Strecke für das russische Formel-1-Debüt führt von der Bahnstation in den Olympia-Park, in einem Halbkreis um den großen Platz, in dessen Zentrum das olympische Feuer brennt, zwischen den beiden Eishallen Richtung Küste und am Rande der Austragungsstätten wieder zurück.

Der deutsche Experte Hermann Tilke hat den 5,853 km langen Kurs entworfen, der 200 Millionen US-Dollar (146,25 Mio. Euro) gekostet haben soll. Das ist ein kleiner Bruchteil jener 37 Milliarden Euro, die Russland in die teuersten Winterspiele der Geschichte investiert hat.

Rennstrecke zu 91 Prozent fertig

Die Arbeiten am Kurs laufen trotz Olympia voll nach Plan, sagte GP-Promoter Oleg Zabara. "Die Konstruktion am Autodrom läuft voran. Es ist alles im Plan, auch während der Olympia-Periode gibt es keine Probleme. Die Rennstrecke ist zu 91 Prozent fertig", erklärte er. Die letzte der drei Asphalt-Schichten wird nach den Olympischen und Paralympischen Spielen (7. - 16. März) aufgezogen.


Quelle: APA/Martin Hirsch

Die Start-Ziel-Gerade ist noch eine Schotterpiste, auf der jede Menge Bagger und Container stehen. Die Haupt-Tribüne mit den VIP-Boxen steht als Rohbau, Bedenken wegen einer eventuell nicht rechtzeitigen Fertigstellung scheinen allerdings unbegründet. Das gegenüberliegende Gebäude mit den Boxen ist fertig und wird derzeit als Operation Center für Olympia sowie als Check-in für Olympia-Mitarbeiter und Volunteers verwendet.

Tickets ab 4. März

Zwischen den beiden Winter-Großveranstaltungen startet der Kartenverkauf. Ab 4. März sollen Eintrittskarten erhältlich sein. "Wir erwarten, dass wir 55.000 Tickets verkaufen", erklärte Zabara, der den überwiegenden Teil der Zuschauer aus der Region erwartet.

Die GP-Veranstalter erhoffen sich, dass mit dem WM-Rennen in Sotschi die Entwicklung des Motorsports in Russland ebenso vorangetrieben wird wie jene der Stadt an der Schwarzmeerküste nach Olympia. Russland hat im Jahr 2010 mit F1-Chef Bernie Ecclestone einen Siebenjahresvertrag abgeschlossen. "Der Russland-GP ist ein Mega-Event und ein Katalysator für die Motorsport-Gemeinde in Russland und Sotschi", sagte Zabara.

Der GP ist nicht der einzige russische Beitrag im Formel-1-Zirkus. Der Marussia-Rennstall trägt den Namen des russischen Automobilherstellers, nach einem Jahr Pause und dem Abgang von Witali Petrow Ende 2012 ist in der am 16. März in Melbourne beginnenden Saison auch wieder ein russischer Fahrer dabei. Der erst 19-Jährige Daniil Kwjat, der aus dem "Red Bull Junior Driver Programme" kommt, pilotiert in seinem ersten Formel-1-Jahr einen Toro Rosso.

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