Formel 1: Red Bull stottert bei Test in Bahrain, Mercedes stark

Formel 1: Red Bull stottert bei Test in Bahrain, Mercedes stark

Das Weltmeisterteam von Red Bull hat bei den Testfahrten in Bahrain weiter Probleme. Ricciardo fuhr nur 15 Runden, Weltmeister Sebastian Vettel brach am Ende der zweiten Testserie vorzeitig ab. Stark zeigte sich hingegen Mercedes. Nico Rosberg schenkte Niki Lauda an dessen 65. Geburtstag eine Bestzeit. Nico Rosberg "schenkte" Lauda zum 65er Bestzeit -

An einem weiteren Tag zum Vergessen für Red Bull hat der Formel-1-Rennstall Mercedes AMG einmal mehr das Tempo bestimmt. Nico Rosberg "schenkte" am Samstag bei Testfahrten in Bahrain Aufsichtsrat Niki Lauda zu dessen 65. Geburtstag die schnellste Runde und unterbot die Bestmarke seines Teamkollegen Lewis Hamilton deutlich. Für Red Bull hingegen nimmt die Krise kein Ende.

Zweiter hinter Rosberg wurde am vierten und letzten Tag auf dem GP-Kurs in der Wüste von Sakhir Jenson Button im McLaren vor Kimi Räikkönen im Ferrari. Vom Red Bull war hingegen ebenso wenig zu sehen wie vom ebenfalls mit Renault-Motoren fahrenden Schwesternteam Toro Rosso.

Daniel Ricciardo wurde im RB10 mit über sechseinhalb Sekunden Rückstand auf Rosberg Siebenter von zwölf Fahrern. Die Zeit ist aber eher sekundär. Entscheidend vielmehr: Das austro-englische Weltmeister-Team brach einmal mehr einen Testtag vorzeitig ab. Sebastian Vettels Teamkollege kam nicht über 15 Runden hinaus.

Vorsprung für Mercedes

Genau da liegt der Vorteil von Mercedes und auch anderer Teams mit deutlich mehr Testrunden als Red Bull. Fehler und Probleme, die bei den Vielfahrern auftreten, können bereits gelöst werden. "Es ist klar, dass wir ihnen, was das Testen betrifft, voraus sind", sagte Rosberg Richtung Red Bull. "Jede Runde ist wichtig. Man entdeckt viele Sachen einfach nur, wenn man fährt."

Schwierigkeiten haben letztlich alle mit den neuen Autos, die durch die neuen Turbo-Motoren und das hochkomplexe Hybridsystem ERS derzeit extrem anfällig sind. Nur Red Bull kommt erst gar nicht soweit, mögliche Probleme zu diagnostizieren. Der Wagen stand auch bei der zweiten Testphase wieder die meiste Zeit in der Garage.

Und nur vier Testtage vom 27. Februar bis 2. März abermals in Bahrain bleiben allen Rennställen noch, um die Autos für den Rennauftakt abzustimmen. Die Saison beginnt am 16. März mit dem Großen Preis von Australien in Melbourne. Rosberg sprach auch am Samstag noch einmal von einer "massiven Herausforderung".

Schnelle Runde mit leichtem Auto

Bei seiner schnellsten Runde hatte Rosberg kaum Benzin mit an Bord, war deshalb leichter und fixer unterwegs. Insgesamt sei das Gefühl gut, was die Geschwindigkeit betreffe. Aber "es ist immer noch ein Weg, der vor uns liegt, was die Zuverlässigkeit betrifft", sagte Rosberg. Der Weg von Red Bull ist aber noch um einiges weiter.

Überbewerten wollte Rosberg seine Bestzeit aber nicht: "Es ist zu früh, um zu sagen wo wir stehen. Wir müssen sehr vorsichtig sein." Denn selbst der Mercedes AMG F1 W05, seines Zeichens der Wagen mit den bisher meisten Testkilometern, ist in Sachen Zuverlässigkeit noch nicht da, wo er spätestens in drei Wochen beim Saisonauftakt am anderen Ende der Welt sein soll.

"Selbst wenn wir diesbezüglich mit am besten dastehen, sind auch wir in einer schwierigen Situation", betonte Rosberg: "Wir haben eine Rennsimulation geschafft, danach ist der Wagen aber liegen geblieben."

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