Faule Bankkredite werden für Pimco zum Milliarden-Geschäft

Faule Bankkredite werden für Pimco zum Milliarden-Geschäft

Der neue so genannte Bravo II Fund (Bank Recapitalization and Value Opportunities) soll am Ende des Geldeinsammelns im Februar über ein Volumen von mehr als 4 Mrd. Dollar verfügen, wie es aus den informierten Kreisen weiter hieß. Beim Vorgänger- Fonds Bravo I liege das Volumen bei 2,35 Mrd. Dollar. Beide Fonds richten den Schwerpunkt auf Vermögenswerte, die mit Immobilien aus den Bereichen Wohnen und Gewerbe zu tun haben.

Pimco vollzieht seit mindestens fünf Jahren einen Wandel. Die einstige USA-orientierte Anleihefonds-Gesellschaft wird immer mehr zu einem diversifizierten Asset-Manager. Alternative Fonds, börsengehandelte Fonds und Aktien-Produkte wurden neu in das Angebot aufgenommen.

Der 250 Mrd. Dollar schwere Pimco Total Return Fund, der von Unternehmensmitbegründer und Co-Investmentchef Bill Gross geführt wird, verzeichnete seit Mai fünf Monate mit Abzügen von Kundengeldern in Folge. Dahinter stand die Erwartung vieler Investoren, die Fed werde ihre monatlichen Bond-Aufkäufe über 85 Mrd. Dollar zurückfahren.

Notenbank-Chef Ben S. Bernanke hatte im Juni erklärt, die Federal Reserve werde unter Umständen noch dieses Jahr damit beginnen, das Volumen ihrer Anleihekäufe zu reduzieren. Eine vollständige Beendigung des Fed-Kaufprogramms könne dann bis Mitte des Jahres 2014 erfolgen. Voraussetzung sei allerdings, dass sich die weltgrößte Volkswirtschaft in dem von der US- Notenbank erwarteten Ausmaße erhole.

Bravo II wird eine ähnliche Strategie verfolgen wie der Fonds Bravo I, der für neue Investoren geschlossen ist und der seit seiner Einführung vor etwa drei Jahren auf eine jährliche Rendite von durchschnittlich 34 Prozent kommt (Stand vom 31. Januar). Das zeigen Marketing-Dokumente.

Als führender Lead-Portfolio-Manager für den Fonds wurden Dan Ivascyn und Josh Anderson ausgesucht. Die beiden Männer sind auch die Köpfe bei Bravo I. Michael Reid, Sprecher von Pimco im kalifornischen Newport Beach, wollte auf Nachfrage von Bloomberg News keinen Kommentar abgeben. Den Marketing-Dokumenten zufolge wird der Fonds Bravo II versuchen, Vorteile aus den offenen Verbindlichkeiten von 10 Billionen Dollar im Wohnkredit-Bereich und 3 Billionen Dollar im Gewerbekredit-Bereich zu ziehen.

Zwei Billionen an Krediten zur Disposition

Pimco rechnet damit, dass Bestände im Volumen von mehr als 2 Billionen Dollar von europäischen und amerikanischen Banken abgegeben werden - und zwar als Resultat der weltweit laufenden Entschuldung. Die europäischen Banken dürften Pimco zufolge hinter einem Großteil der notleidenden Vermögenswerte stehen, die in den nächsten drei Jahren verkauft werden.

Europäische Banken haben bereits Vermögenswerte verkauft und Gewinne einbehalten, um eine Kennzahl für die Finanzstärke - bekannt als Basel-III-Kapitalquote - aufzubessern. Sie nutzt eine Gewichtung basierend auf Risiken.

Wohn- und Gewerbekredite dürften in dem neuen Fonds jeweils einen Anteil von 40 Prozent haben. Die restlichen 20 Prozent könnten aus anderen forderungsunterlegten Papieren oder Spezial- Anlagen bestehen. Das Minimal-Investment wird bei 5 Mio. Dollar liegen - und der Fonds wird auf fünf Jahre angelegt sein, mit zwei möglichen anderthalbjährigen Verlängerungen, wie es in den Dokumenten heißt.

Pimco ist eine Tochter des deutschen Versicherungskonzerns Allianz SE. Die Gesellschaft verfügt über insgesamt 25,8 Mrd. Dollar an alternativen Investmentstrategien - darunter 12,3 Mrd. Dollar in Hedgefonds mit Stand vom 31. Mai. Das belegen Angaben auf der Webseite des Unternehmens. Insgesamt verwaltete Pimco zum 30. Juni rund 1,97 Billionen Dollar.

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