Die neue Macht der Dividende

Die kommenden Wochen bringen für Schnäppchenjäger besondere Chancen, um mit Aktien rasch Geld zu verdienen: Im April und Mai geben Unternehmen auf der Hauptversammlung (HV) bekannt, wie hoch die Dividende ist, die sie an Aktionäre zahlen werden.

Die neue Macht der Dividende

Die Chance: Wer kurz davor die Aktie kauft, erhält die volle Dividende für 2012 - auch wenn er das Papier kurz danach gleich wieder verkauft. Ein paar HV-Termine von Unternehmen, die für ihre hohe Dividende bekannt sind: Österreichische Post AG: 18. April - 1,8 Euro je Aktie Dividende, OMV AG: 23. Mai - 1,20 Euro je Aktie Dividende oder Coca Cola: 24. April - 1,1 US-Dollar je Aktie an Dividende.

Doch es ist nicht der schnelle Schnitt alleine den man in den kommenden Wochen mit Aktien machen kann, der Dividendenpapiere so interessant macht. Aktien mit hohen Dividenden bringen Anlegern jetzt auch auf lange Frist gesehen bessere Erträge als andere Anlagemöglichkeiten. Die deutsche Investmentgesellschaft Allianz Global Investors hat in einer aktuellen Studie die Dividendenstrategie für Anleger im derzeitigen Marktumfeld untersucht. Das Ergebnis: Noch nie war die Diskrepanz zwischen Dividendenrenditen von Aktien und den Renditen von Staats- und Unternehmensanleihen so groß wie jetzt. Und das dürfte noch länger so bleiben.

Besser als Anleihen

Besonders europäische Unternehmen zeigen sich besonders ausschüttungsfreundlich. Die durchschnittliche Dividendenrendite aller im MSCI Europa enthaltenen Titel liegt bei 3,5 Prozent. Damit liegen sie deutlich über der Umlaufrendite europäischer Unternehmensanleihen (zwei Prozent) oder der Umlaufrendite zehnjähriger deutscher Staatsanleihen (1,5 Prozent). In Österreich sieht die Situation ähnlich aus: Zehnjährige Staatsanleihen rentieren mit 1,89 Prozent. Die ATX-Konzerne werden für 2012 rund 3,1 Prozent an Dividenden ausschütten. Für 2013 sollen es schon 3,6 Prozent sein. "Das ist historisch gesehen eine Ausnahmesituation“, sagt Günther Artner, Chefanalyst der Erste Group.

"Wer Rendite sucht kommt an Aktien nicht mehr vorbei. Dividendenaktien bringen aktuell hohe Dividendenrenditen, haben eine niedrige Kursvolatilität und bieten gleichzeitig Inflationsschutz,“ rät Jörg de Vries-Hippen, CIO Europäische Aktien bei Allianz Global Investors. Konzentriert man seine Aktienauswahl speziell auf dividendenstarke Papiere lässt sich für europäische Werte eine Dividendenrendite von fünf Prozent erzielen. Bei Aktien einzelner Länder liegt die Dividendenrendite sogar noch deutlich höher: Spanische Aktien erzielen rund sieben Prozent. Die Zinsen für spanische Staatsanleihen liegen hingegen nur bei fünf Prozent. Die Dividendenrendite für finnische Aktien liegt bei 5,5 Prozent. Mit finnischen Staatsanleihen kann man jedoch nur knapp zwei Prozent erzielen. Wer aber nicht die Einzelauswahl für Aktien mit hohen Dividendenrenditen aus unterschiedlichen Ländern treffen will, kann in entsprechende Fonds investieren (siehe nächste Seite).

Nachhaltige Dividenden

Für das vergangene und das aktuelle Jahr empfiehlt sich ganz klar eine Veranlagungsstrategie mit der Fokussierung auf Dividendentitel. Fragt sich nur, wie nachhaltig diese Strategie sein kann? Drei Faktoren aus dem aktuellen Marktumfeld sprechen ganz klar dafür:

Man kann davon ausgehen, dass die Basis für Dividendenausschüttungen - die Unternehmensgewinne - weiter, wenn auch moderat, wachsen werden. Begünstigt wird das durch das globale Wachstum, das zwar vermutlich auch gering bleiben wird, aber nicht in eine Rezession kippen dürfte. Mitte 2013 sollte Europa das Konjunkturtief durchschritten haben. Die politischen Risiken werden zu diesem Zeitpunkt auch immer mehr an Bedeutung verlieren. Auch die Wachstumsländer werden dank der Maßnahmen der EU wieder an Fahrt gewinnen.

Nach der Finanzkrise 2008/2009 sind die Ausschüttungsquoten der Konzerne deutlich gesunken. In Europa ist das Verhältnis von ausbezahlter Dividende je Aktie mit derzeit 49 Prozent im historischen Vergleich sehr niedrig. In den USA liegt es mit einem Wert von 33 Prozent sogar nahe dem historischen Tiefststand. Der Spielraum für weiter wachsende Dividenden ist somit gegeben.

Die Unternehmen verfügen derzeit über einen sehr hohen Bestand an freien Mitteln (Cashflow). US-Unternehmen sitzen derzeit auf einem Berg aus 1.700 Milliarden US-Dollar - so viel wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Und in Europa ist ähnlich. Die Deutschen Dax-Konzerne werden heuer 28,3 Milliarden Euro ausschütten. Mehr als im Vorkrisenjahr 2007 wo die Ausschüttungen mit 28 Milliarden einen Rekordwert erreichten.

Stabilität

Natürlich gibt es auch ein paar Unwägbarkeiten: Unternehmen könnten ihre freien Mittel verstärkt für Investitionen nutzen. Oder der Aufschwung könnte doch nur deutlich zähflüssiger wieder in Gang kommen. Wie auch immer. Dividendenstarke Aktien bringen eine erhöhte Stabilität für jedes Portfolio. Betrachtet man einige dividendenstarke Aktien über zehn Jahre zurück, zeigt sich, dass die Dividenden das Gesamtergebnis trotz der starken Kursschwankungen, wie es sie eben durch die beiden Finanzkrisen gegeben hat, durchaus konstant halten.

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