Der Sparstrumpf - des Österreichers liebste Anlageform

Der Sparstrumpf - des Österreichers liebste Anlageform

Bausparvertrag und Gold werden nicht mehr als sichere Investments angesehen, das Vertrauen in Banken generell ist sehr niedrig. Dann investieren Herr und Frau Österreicher lieber gleich in ihre Gesundheit.

Die Verunsicherung unter der österreichischen Bevölkerung in Hinblick darauf, was sie mit ihrem Ersparten machen sollen, hat im dritten Quartal 2013 einen neuen Höhepunkt erreicht. Der Trend, das eigene Geld gar nicht auf die Bank zu tragen oder in ein Finanzprodukt zu investieren, sondern zu verbrauchen oder zu Hause unter das Kopfkissen oder sonst wohin zu legen, hat sich laut einer aktuellen GfK-Umfrage am deutlichsten verstärkt. Einzig Aktienveranlagungen waren ebenfalls wieder leicht im Aufwind, während alle anderen Spar- und Veranlagungsformen an Terrain verloren oder sich nur behaupten konnten.

"Es herrscht große Unsicherheit, wie künftig eigenes Geld veranlagt werden soll, was sich rentiert und was sicher ist", fasste ein GfK-Experte am Donnerstag bei den 6. VÖIG-Fondstagen in Bad Ischl die Ergebnisse in seinem Vortag zusammen. Für die Österreicher gelte nach wie vor die Devise: "Absicherung geht vor Risiko".

Der Bausparvertrag konnte laut dem GfK-Anlage-Barometer seine führende Position in der Beliebtheit unter den Anlageformen mit 40 Prozent Zustimmung verteidigen, verlor allerdings gegenüber dem vorangegangenen Quartal 3 Prozentpunkte. Nicht viel besser ist es dem Sparbuch ergangen, es sackte in der Beliebtheit auf 38 nach 41 Prozent ab. Das Interesse am Kauf von Grundstücken hat sich weiter auf 29 Prozent abgekühlt. Lebensversicherungen konnten sich stabil bei 22 Prozent halten und haben Gold überholt, das nur mehr bei 20 Prozent statt bisher 24 Prozent auf Interesse stieß. Ebenfalls verloren hat die staatlich geförderte Zukunftsvorsorge (von 18 auf 16 Prozent). Zu Hause sparen erlebte dagegen einen Boom und verbesserte sich von 11 auf 14 Prozent Zustimmung. Die private Zusatzpension verharrte bei 13 Prozent.

Schlusslichter bilden wie gewohnt die Wertpapierkategorien Aktien und Investmentfonds. Während sich Aktieninvestments im dritten Quartal einer steigenden Beliebtheit von 10 Prozent (nach 9 Prozent) erfreuen konnten, stagnierte das Interesse an Investmentfonds bei 9 Prozent. GfK führt für das Anlage-Barometer jährlich 18.000 Interviews durch, die Auswertung erfolgt jeweils quartalsweise.

Ein weiteres Ergebnis einer in 25 Ländern durchgeführten GfK-Umfrage zeigt, dass das Vertrauen in die Finanzdienstleister (Banken, Versicherungen) auf ein historisch tiefes Niveau gesunken ist. Sie rangieren unter elf Branchen an drittletzter Stelle, nur das Vertrauen in Telekom- und Internetprovider sowie in Fluggesellschaften ist demnach noch geringer. Das meiste Vertrauen genießen Hersteller von Konsumgütern, Pharmakonzerne, Energie- und Wasserversorger und Software- und Computerhersteller.

Im Vergleich der 25 Länder liegen die heimischen Finanzdienstleister mit einem Vertrauensindex von 57,7 Prozent im oberen Mittelfeld. An der Spitze liegt Indien, Südafrika und Japan. Die Schlusslichter bilden Deutschland, Italien und ganz am Ende Spanien.

Schuld an der schlechten Bewertung der Finanzdienstleister ist, dass sich die Auswirkungen der Finanzkrise noch immer auf die persönliche Situation der Menschen durchschlägt. 72 Prozent fühlen sich davon noch immer betroffen, entweder als Steuerzahler, als Sparer oder bei den Ausgaben für die Freizeit. Jeder fünfte macht sich deshalb auch Gedanken über seine Altersvorsorge oder über steigende Preis bei Bankdienstleistungen.

Als maßgeblich für die eigene Lebensqualität halten die Österreicher in erste Linie die Gesundheit (30 Prozent), Zufriedenheit (25 Prozent), finanzielle Sicherheit (13 Prozent) und die Wohnraumsituation (12 Prozent).

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