Biotech-Unternehmen entpuppen sich als Rendite-Kaiser

Die Aktien von Biotechnologie- Unternehmen bieten von allen Sektoren in den USA die besten risikobereinigten Renditen. Die in der Branche entwickelten Medikamente gegen Krebs und seltene Krankheiten sorgen für Umsatzschub und machen die Biotech-Gesellschaften zu Übernahmezielen großer Pharmakonzerne.

Biotech-Unternehmen entpuppen sich als Rendite-Kaiser

Das Bloomberg Riskless Return Ranking zeigt, dass Biotech-Aktien in den drei Jahren bis Ende Juni besser abgeschnitten haben als alle anderen 67 Branchen im Standard & Poor’s 1500 Index. Der Subindex, in dem unter anderem Gilead Sciences und Celgene enthalten sind, kommt volatilitätsbereinigt auf eine Rendite von 7,67 Prozent - mehr als doppelt so viel wie der breiter gefasste S&P 1500.

Der Umsatz der Biotech-Unternehmen steigt mehr als doppelt so schnell wie bei den Unternehmen im S&P 1500. Da die Behörden so viele Medikamente zulassen wie seit 15 Jahren nicht mehr und in dem Sektor mehr Übernahmen stattfinden als in anderen Branchen, werden die Biotechs auch weiterhin für Freude bei den Anlegern sorgen, erwartet Marshall Gordon, Analyst für Unternehmen aus dem Gesundheitssektor bei ClearBridge Investments LLC in New York.

Erfreuliche Aussichten für Biotech-Werte

“Die großen Biotech-Unternehmen können für die nächsten fünf Jahre ein deutliches und sichtbares Wachstum vorweisen und davon eine ziemliche Menge”, sagte Gordon vergangene Woche in einem Telefoninterview. “Eine solche künftige Entwicklung gibt es nirgendwo sonst mit hoher Sicherheit und Sichtbarkeit. Daher sind die Anleger in diese Aktien gewechselt.”

Galten die Biotech-Werte früher als volatil und zu abhängig von wenigen Medikamenten, haben sie sich inzwischen zu Unternehmen mit stabilem Wachstum entwickelt. So kletterte der Umsatz der Branche im Jahr 2009 um 7,2 Prozent, während die Unternehmen im S&P 1500 angesichts der Finanzkrise einen Umsatzrückgang um 9,7 Prozent verbuchten.

In den vergangenen drei Jahren ist der Umsatz der 14 Biotechnologie-Unternehmen im S&P 1500 um 48 Prozent geklettert, verglichen mit einem Plus von 21 Prozent im breiteren Index. Während das Wachstum beim S&P 1500 in den nächsten drei Jahren nahe vier Prozent verharren soll, rechnen Analysten laut Bloomberg-Daten im Biotech-Sektor mit einem Plus von 9,9 Prozent im laufenden Jahr und 15 Prozent 2015.

Die risikobereinigte Rendite der Branche über die drei Jahre bis Ende Juni beträgt 0,64 Prozentpunkte mehr als der nächstbeste Sektor, die Zigarettenhersteller. Errechnet wird die risikobereinigte Rendite, indem die Gesamtrendite durch die Volatilität, also die täglichen Kursveränderungen, geteilt wird. Damit ergibt sich eine Messzahl für den Ertrag je Risikoeinheit. Eine höhere Volatilität ist mit stärkeren Kursschwankungen in einem kurzen Zeitraum gleichzusetzen, sodass das Potenzial für unerwartete Verluste höher ist als bei einer Anlage, deren Preis sich in einer stabilen Spanne bewegt.

USA lässt immer mehr Medikamente zu

In den USA hat die Arzneimittelbehörde im vergangenen Jahr 39 neue Medikamente zugelassen, wie die Daten der Behörde zeigen. Das sind neun mehr als 2011 und die höchste Zahl seit 1997. Ein im Juli vergangenen Jahres verabschiedetes Gesetz sieht vor, dass die Aufsichtsbehörde die Zulassung gewisser Medikamente beschleunigen kann. Die Pharmafirmen können die Behörde auffordern, ihre experimentellen Wirkstoffe für schwere oder lebensbedrohende Krankheiten als bahnbrechende Therapien einzustufen.

Die schnell wachsenden Biotech-Unternehmen sind zu Übernahmezielen der großen Pharmakonzerne geworden, die die durch auslaufende Patente entstehende Umsatzlücke schließen wollen. Über die vergangenen drei Jahre sind in der Branche Fusionen und Übernahmen im Volumen von rund 85 Milliarden Dollar getätigt worden, wie aus Bloomberg-Daten hervorgeht. Die bisher größte Akquisition war der Kauf von Genzyme durch Sanofi für 20,1 Milliarden Dollar im Jahr 2011.

Das Übernahmevolumen bei Biotech-Unternehmen seit Jahresanfang ist mit 21,5 Milliarden Dollar bereits zwölf Prozent höher als für das gesamte Jahr 2012, wie Bloomberg-Daten zeigen. Und es dürften weitere Übernahmen anstehen: laut informierten Kreisen will Roche Holding sich mehrere Milliarden Dollar besorgen, um Alexion Pharmaceuticals zu übernehmen. Alexion kommt auf einen Marktwert von 21 Milliarden Dollar und verfügt über ein einziges zugelassenes Medikament, Soliris für die Behandlung seltener Blutkrankheiten. Der Aktienkurs von Alexion hat sich in den drei Jahren bis Ende Juni mehr als verdreifacht.

“Biotech erlebt eine Renaissance mit merklichen Erfolgen bei der Medikamentenentwicklung und neuen Blockbuster- Produkten”, sagte Michael Yee, Analyst bei RBC Capital Markets in San Francisco. “Zusammen mit den starken Fusionsaktivitäten in letzter Zeit hat das den perfekten Hintergrund für einen Biotech-Bullenmarkt geschaffen.”

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