Anlegen wie die Nobelpreisträger

Anlegen wie die Nobelpreisträger

Was macht man, wenn man zwei brillante Theorien hat, die aber nur zur Hälfte richtig sind? Man kombiniert sie und nähert sich so der ganzen Wahrheit an.

Das hat zum Beispiel das Nobelpreis-Komitee bei der diesjährigen Verleihung gemacht, als es neben Lars Peter Hansen auch Eugene Fama und Robert Shiller anteilig den Nobelpreis für Wirtschaft verliehen hat. Fama erhielt die Auszeichnung für seine Theorie, wonach Märkte neue Informationen sofort einpreisen, deshalb auch noch so aktive Fondsmanager den Markt langfristig nicht schlagen können. Gleichzeitig erhob er, dass Aktien mit geringer Marktkapitalisierung (Small Caps) und einem hohen Verhältnis von Buchwert zu Marktwert langfristig besser sind als der Durchschnitt.

Außer Acht ließ Fama jedoch die - mittlerweile hinlänglich erwiesene - Tatsache, dass Marktteilnehmer irrational agieren, es in beide Richtungen zu Übertreibungen kommt. Sein Kollege Shiller zieht deshalb des Verhältnis von Kurs zu Gewinn (KGV) über einen langen Zeitraum zu Rate. Übersteigt das aktuelle das historische KGV, beginnt die Übertreibung. Ein aktives Management ist seiner Meinung nach also möglich, indem man sich aus überhitzten Märkten entfernt, und in unterbewertete hineingeht.

Tatsächlich kann ein Anleger beide Theorien in der Praxis anwenden und sich etwa einem vor fünf Jahren aufgelegten - nicht gemanagten - Index-Fonds orientieren, der Famas und Shillers Theorien kombiniert (Total Return ETF mit der ISIN LU0397221945). Die Anlageklassen werden hier breit gestreut, gleichzeitig wird aber verstärkt auf Small Caps gesetzt. Investiert wird nicht in Einzelaktien sondern wiederum in andere ETFs. Risiko und Gewichtung werden über das KGV gesteuert. Die aktuell wichtigsten Positionen sind ETFs mit global hoher Dividende, Emerging Markets und europäischen Small Caps. Eine komplette Liste findet sich hier .

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