Formel 1: Horner wagt keine Prognose für 2014

Formel 1: Horner wagt keine Prognose für 2014

Grund dafür sind die massiven Regeländerungen mit komplett neuen Motoren und neuer Aerodynamik. "Es ist unmöglich, das vorherzusehen, bis wir in Melbourne sind und sehen, welchen Einfluss die Antriebseinheiten haben werden", sagte Horner der dpa mit Blick auf den Saisonauftakt 2014 im März. Alles andere sei zum jetzigen Zeitpunkt Spekulation.

"Es ist keine Übertreibung zu sagen, dass 2014 die größte technische Veränderung in der Geschichte dieses Sports mit sich bringt", betonte Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff. Natürlich hätten die größten Teams einen Vorteil, was die Ressourcen betrifft. "Aber 2014 wird auch das Jahr der Innovation, in dem ein kleineres Team ein starkes Konzept und gute Ideen finden und auftrumpfen kann", betonte der österreichische Spitzenfunktionär des deutschen Konstrukteurs-Vizeweltmeisters.

Sauber-Teamchefin Monisha Kaltenborn rechnet wegen der "sehr großen Ressourcen" wieder mit den gleichen Rennställen auf den vorderen Rängen. "Diesen Vorteil werden sie auch nutzen", sagte die Wienerin der dpa. "Deshalb sehe ich keinen Grund, warum sie jetzt plötzlich nicht mehr überlegen sein sollten."

Die wichtigsten Regeländerungen für 2014

Die Formel 1 startet im kommenden Jahr mit neuer Optik und neuem Sound durch. Am gravierendsten trifft die Teams die Rückkehr zu den Turbomotoren. Nach acht Jahren haben die bisherigen Antriebsaggregate ausgedient. Daneben gibt es weitere wichtige Regeländerungen. Ein Überblick.

Motor: Die 2,4-Liter-V8-Aggregate sind Ende des Jahres Geschichte. Dafür werden die Autos ab der nächsten Saison von 1,6-Liter-V6-Turbomotoren angetrieben. Die neuen Motoren sind um einiges schwerer, bringen zusammen mit der Batterie etwa 145 Kilogramm auf die Waage. Das Mindestgewicht der bisherigen Motoren beträgt dagegen nur 95 Kilo. Die Gewichtsverlagerung der Autos verändert sich enorm.

Gewicht: Das Auto muss mit Fahrer mindestens 690 Kilogramm wiegen. Bisher waren es 642 Kilogramm.

Aerodynamik: Die Maximalhöhe der Fahrzeugspitze wird auf 18,5 Zentimeter reduziert. Einen Knick in der Nase darf es aber nicht mehr geben. Dadurch wird es zu stark abfallenden, optisch ebenfalls gewöhnungsbedürftigen Konstruktionen kommen. Die Frontflügel dürfen um 15 Zentimeter breiter werden (1,65 statt 1,50 Meter).

Sprit: Für eine Renndistanz stehen maximal 100 Kilogramm (bisher 135 Liter) Benzin zur Verfügung. Das gilt vom Start bis zur Zielflagge und wird durch den Durchflussmengenbegrenzer des Weltverbands (FIA) kontrolliert.

Strafen: Bei Vergehen gegen die Straßenverkehrsordnung der Formel 1 drohen bis zu drei Punkte. Kommt ein Fahrer in den jeweils zurückliegenden zwölf Monaten auf mehr als zwölf Punkte, darf er beim nächsten Rennen nicht starten.

Batteriepower: Waren es bisher 82 PS für 6,7 Sekunden durch KERS (Kinetic Energy Recovery System), stehen den Piloten 2014 zusätzliche 160 PS für 33 Sekunden durch Energierückgewinnung zur Verfügung.

Testen: Üben während der Saison ist wieder erlaubt. Jedem Rennstall stehen viermal zwei Tage zur Verfügung. Ort und Zeitpunkt sind relativ festgelegt: Am Dienstag und Mittwoch nach Rennen in Europa.

Ticketverkauf für Österreich-GP startet am Sonntag

Eine weitere Änderung gibt es 2014 im Formel 1-Kalender: Das Comeback des Formel-1-Grand-Prix von Österreich in Spielberg. Der Ticketverkauf für den Grand-Prix am 22. Juni 2014 startet am Sonntag um 22.00 Uhr unter www.gpticketshop.com . Dem Fan kostet das Live-Erlebnis je nach Kategorie zwischen 95 und 495 Euro (Wochenendpreis).

Der deutsche Weltmeister Sebastian Vettel geht am Sonntag beim Saisonfinale in Sao Paulo (Brasilien) mit einem speziell designten Helm ins Rennen, auf dem Werbung für den Großen Preis von Österreich auf dem Red-Bull-Ring macht. Das bisher letzte Formel-1-Rennen in Spielberg fand am 18. Mai 2003 statt, den Sieg holte sich der Deutsche Michael Schumacher.

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