"Fix-Absteiger" Admira hat noch lange nicht aufgegeben

"Fix-Absteiger" Admira hat noch lange nicht aufgegeben

Drei Monate nach dem Start in die Fußball-Bundesliga steht die Admira mit leeren Händen da. Nach dem Urteil des Senats 5 vom vergangenen Montag zieren die Niederösterreicher mit null Punkten abgeschlagen und scheinbar aussichtslos das Tabellenende.

Doch Admira-Trainer Walter Knaller zeigte sich vor dem Heimspiel der 12. Runde am Samstag (19.00 Uhr) gegen Aufsteiger Grödig kämpferisch. Und auch die Gäste aus Salzburg sind angesichts der Jetzt-erst-recht-Stimmung in der Südstadt gewarnt.

"Wir kämpfen mit der Wut im Bauch an allen Fronten leidenschaftlicher denn je. Am grünen Rasen und am grünen Tisch", stellte Knaller klar, dass sich die Admira weder mit dem Urteil noch mit dem Abstieg abgefunden hat. Der Wochenanfang stand noch im Zeichen des "Informationsflusses", wie es Knaller bezeichnete. "Die Geschäftsführung hat uns informiert, wie es gelaufen ist. 'Unverhältnismäßig' ist das einzige Wort, das mir zur Bestrafung einfällt. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Strafe in dieser Höhe hält", sagte Knaller.

Der Kärntner glaubt, dass ansonsten die gesamte Liga unter diesem Urteil leiden würde. "Die Brisanz am Tabellenende wäre weg, das wäre auch für die Liga ein schwerer Schlag", meinte Knaller. Spätestens seit Mittwoch haben die Admiraner aber dann den Kampf angenommen. Knaller: "Diese Situation birgt einiges in sich, man muss das mit einer Jetzt-erst-recht-Mentalität ins Positive drehen."

Die Admira will sich bereits gegen Grödig als ganz besonders eingeschworene Truppe präsentieren. "Wir als Mannschaft sind für den Verein da und geben keinen Zentimeter nach. Ganz im Gegenteil, wir legen sogar noch etwas drauf", versprach der Cheftrainer, der überzeugt ist, dass seine jungen Teamstützen wie Richard Windbichler (22), Thorsten Schick (23), Stefan Schwab (23) oder Wilfried Domoraud (25) der Aufgabe gewachsen sind und das Unmögliche möglich machen können.

Gegner Grödig bezeichnete Knaller als "Bereicherung für die Liga". "Sie spielen einen mutigen, modernen Fußball. Da musst du gewappnet sein, sonst rennst du im Kreis", weiß Knaller. Das 1:7-Debakel der Admiraner im ersten Saisonduell in Grödig - es war das letzte Match von Toni Polster als Admira-Trainer - wollen beide Seiten nicht überbewerten. Schließlich hätte die Admira zunächst ohneweiteres 2:0 führen können, ehe sie dann nach gleich drei Ausschlüssen komplett auseinanderbrach.

Grödig hat nach dem Sensationsstart zuletzt aus drei Partien nur einen Punkt geholt. "Aber von einer Krise sind wir weit weg, wir können uns schon richtig einordnen", merkte Adi Hütter, der Trainer des Tabellendritten, an. "Wir sind immer noch gut im Kurs. Gewinnen ist halt nicht so einfach wie jeder glaubt", so Hütter, der in der Länderspielpause vor allem im körperlichen Bereich den Hebel angesetzt hat. Schließlich braucht sein Team nun bis 18. Dezember, also rund drei Wochen länger als in der Ersten Liga, genügend "Saft".

Im Tor der Grödiger nimmt Hütter eine Änderung vor, Kevin Fend wird von ÖFB-U21-Ersatzgoalie Cican Stankovic als Nummer eins abgelöst. "Fend hat bisher eine tolle Saison gespielt und gezeigt, dass er bundesligatauglich ist. Jetzt kann Cican beweisen, dass auch er es ist. Cican hat sich die Chance verdient, sonst versauert er mir noch auf der Bank", meinte Hütter, der Stankovic zunächst einmal bis zur Winterpause das Vertrauen schenken möchte. Über Gegner Admira meinte Hütter: "Ich lasse mich nicht blenden von der Situation. Wir bereiten uns auf eine Mannschaft vor, die eine Trotzreaktion zeigen wird."

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