FIS gegen FIFA: Resolution gegen Fußball-WM geplant

FIS gegen FIFA: Resolution gegen Fußball-WM geplant

Im Streit um die Verlegung der Fußball-Weltmeisterschaft 2022 in die Monate Jänner bis März fordert der Ski-Weltverband (FIS) eine gemeinsame Resolution aller sieben olympischen Wintersportorganisationen. Die Wintersportverbände wähnen das Internationale Olympische Komitee (IOC) hinter sich, welches die "Einzigartigkeit Olympischer Spiele" schützen will.

Der Fußball-Weltverband reagierte am Montag gelassen auf den Vorstoß der Winterverbände. "Für uns hat sich nichts geändert. Es gibt ein Konsultierungsverfahren, wir sprechen mit den verschiedensten Parteien. Vor der WM 2014 wird es keine Entscheidung geben", sagte eine Sprecherin.

Die FIFA will bis Ende 2014/Anfang 2015 ein Konsultationsverfahren für den idealen Zeitpunkt der WM 2022 durchführen. Aufgrund der hohen Temperaturen im Sommer in Katar, spricht sich der Großteil der Experten für eine Verlegung des Turniers in die kältere Jahreszeit aus. Dabei könnte die WM mit den Olympischen Winterspielen 2022 zeitlich kollidieren.

Die Spitzen der sieben Wintersportweltverbände wären damit alles andere als einverstanden. Sie beraten noch bis Mittwoch bei einem turnusmäßigen Treffen in Lausanne auch über einen von der FIS eingebrachten Vorschlag. FIS-Generalsekretärin Sarah Lewis berichtete am Montag, dass man ein gemeinsames Vorgehen von Biathlon, Bob/Skeleton, Rodeln, Curling, Eishockey, Eislauf und Ski ausloten will. Lewis ging davon aus, dass es ein gemeinsames Papier gegen die Austragung der Fußball-WM im Olympiawinter 2022 erst unmittelbar vor dem Beginn der Winterspiele in Sotschi im Februar 2014 geben wird.

"Ich bin überzeugt, dass sich alle olympischen Wintersportverbände der Resolution anschließen. Für meinen Verband kann ich das zu 100 Prozent garantieren", sagte Josef Fendt, der Präsident des Internationalen Rodelverbandes (FIL). Auch Biathlon-Chef Anders Besseberg unterstützt den Vorstoß von FIS-Präsident Gian Franco Kasper. Dieser hatte im Oktober betont, dass sein Schweizer Landsmann Joseph Blatter sicher "keine Rücksicht auf so Kleinigkeiten wie Olympische Winterspiele oder Winter überhaupt nimmt".

Biathlon-Chef Besseberg befürchtet, dass der Wintersport in einer möglichen Konkurrenzsituation mit Fußball stehend nicht mehr richtig in Szene gesetzt werden kann. Schon jetzt würde es zwischen den Wintersportverbänden Gerangel um die besten Fernseh-Startzeiten geben, gab der Norweger zu bedenken.

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