FIFA geht schärfer gegen Rassismus vor

FIFA geht schärfer gegen Rassismus vor

Fußballverband kennt bei rassistischen Vergehen künftig kein Pardon mehr: Die Mindeststrafe beträgt nun fünf Spiele Sperre.

Der Fußball-Weltverband (FIFA) hat seinen Strafenkatalog bei rassistischen Vergehen wie erwartet verschärft. Spieler, Trainer oder Offizielle werden bei Verstößen künftig mit einer Mindestsperre von fünf Spielen belegt. Das beschloss der FIFA-Kongress am Freitag in Port Louis auf Vorschlag der neuen Anti-Rassismus-Task-Force mit großer Mehrheit.

Bei rassistischem Verhalten von Fans droht den entsprechenden Clubs bei Erstverstößen eine Verwarnung, eine Geldstrafe oder ein Geisterspiel. In Wiederholungsfällen sieht die Regelung Punkteabzüge, den Ausschluss aus einem Wettbewerb oder einen Zwangsabstieg vor.

“Starkes Signal“

"Rassismus hat keinen Platz im Fußball. Fußball bringt Menschen zusammen", sagte FIFA-Präsident Joseph Blatter. Er setze auf ein "starkes Signal an die Rassisten, dass ihre Zeit vorbei ist".

Durch die neuen Regeln werden die Verbände verpflichtet, Erziehungsprogramme gegen Rassismus zu organisieren. Zudem sollen bei Spielen Beobachter eingesetzt werden, die rassistische Auswüchse dokumentieren. Mit der Fünf-Spiele-Sperre bleibt die FIFA hinter einer UEFA-Entscheidung zurück. Der europäische Kontinentalverband hatte bei seinem Kongress in der Vorwoche eine Minimumsperre von zehn Spielen beschlossen.

Vorkommnisse in Italien und anderswo

In so gut wie allen Ländern kommt es immer wieder zu rassistischen Vergehen, sei es auf den Zuseherrängen, sei es auf dem Rasen. So gab es beim Spiel AS Roma gegen AC Mailand vor kurzem Schmährufe gegen die dunkelhäutigen Spieler Kevin-Prince Boateng und Mario Balotelli.

Wirtschaft

Formel 1 will mit "Cable Cowboy" neu durchstarten

Fußball: AC Milan und West Bromwich nach China verkauft

Wirtschaft

Fußball: AC Milan und West Bromwich nach China verkauft

Sport

Abpfiff: Brexit für die Profifußballer Payet, Kante, Wimmer, Can & Co