Ex-Microsoft-Chef Ballmer kauft Basketball-Team LA Clippers

Ex-Microsoft-Chef Ballmer kauft Basketball-Team LA Clippers

Der Ex-Microsoft-CEO greift tief in die Tasche, um den Basketball-Club vor dem Aus zu retten. Der Zwei-Milliarden-Dollar-Rekord-Deal kommt trotz heftiger Widerstände des bisherigen Eigentümers Donald Sterling zustande. Ein Gericht hat den Deal abgesegnet.

Los Angeles (Kalifornien). Dem Verkauf der Los Angeles Clippers in der National Basketball Association (NBA) steht nichts mehr im Wege. Richter Michael Levanas vom Los Angeles Superior Court sagte am Montag, dass der Zwei-Milliarden-Dollar-Rekord-Deal trotz der Einwände des bisherigen Club-Miteigentümers Donald Sterling rechtens sei. Ex-Microsoft-Chef Steve Ballmer will die Clippers um umgerechnet 1,49 Mrd. Euro erwerben.

Multimilliardär Sterling war von der NBA nach rassistischen Äußerungen lebenslang gesperrt und zu einer Maximal-Geldstrafe von 2,5 Millionen Dollar (1,86 Mio. Euro) verurteilt worden. Die Liga hatte dem 80-jährigen Geschäftsmann zudem nahegelegt, die Clippers zu verkaufen. Sterlings 79-jährige, von ihm getrennt lebende Ehefrau Shelly, die Miteigentümerin des NBA-Clubs ist, wickelte den Deal mit Ballmer ab, nachdem ihr Gatte von Gutachtern für nicht zurechnungsfähig erklärt worden war.

Bei der Urteilsverkündung zog Levanas in Betracht, was den Clippers bei einem Nichtverkauf gedroht hätte: Sponsoren, Spieler und Trainer wären abgesprungen, der NBA-Club wäre damit vor dem Aus gestanden. Das Verkaufsangebot von zwei Milliarden Dollar sei eigentlich vom Markt her gesehen viel zu gut und nicht nachvollziehbar, erklärte Richter Levanas.

Weitere Verfahren

Der Rechtsspruch vom Montag bedeutet aber noch nicht das Ende im "Fall Sterling". Denn diverse weitere Gerichtsverfahren laufen noch oder sind bereits eingeleitet worden. Donald Sterling erneuerte seine Drohung, dass er die NBA bis zu seinem Lebensende verklagen und auch das Urteil vom Montag anfechten werde. Den Verkauf seiner Clippers wird er aber kaum mehr verhindern können, will doch die Liga diesen nun nach dem Spruch von Levanas schnellstmöglich abwickeln.

Marko Arnautovic kassiert in China 245.000 Euro pro Woche

Sport

Marko Arnautovic kassiert in China 245.000 Euro pro Woche

Missbrauchsvorwürfe gegen ÖSV-Trainerlegende Charly Kahr

Sport

Missbrauchsvorwürfe gegen ÖSV-Trainerlegende Charly Kahr

Wirtschaft

Formel 1 will mit "Cable Cowboy" neu durchstarten

Fußball: AC Milan und West Bromwich nach China verkauft

Wirtschaft

Fußball: AC Milan und West Bromwich nach China verkauft