Europa League: Rapid Wien trifft auf FC Valencia

Einen attraktiven Gegner hat Rapid Wien mit dem FC Valencia bei der Auslosung zur Europa-League-Zwischenrunde gezogen. In der Runde der letzten 32 qualifizierten Teams trifft Rapid auf den derzeit auf Rang 8 Platzierten der spanischen Primera División. Valencia ist einer der "Absteiger" aus der UEFA-Champions League Vorrunde.

Europa League: Rapid Wien trifft auf FC Valencia

Ein heißer Tanz steht dem SK Rapid Wien in Spanien bevor.

Nyon. Die Würfel sind gefallen: Rapid Wien hat etwas weniger Losglück gehabt als Österreichs Nationalteam. In der Zwischenrunde der UEFA Europa League wird Rapid Wien am 18. Februar im Hinspiel nach Spanien reisen. Im Hexenkessel von Valencia erwartet die Rapidler ein heißer Tanz vor einem euphorischen (und wirklich lauten und fanatischen) Publikum. Valencia belegte in der abgelaufenen Saison 2014/15 Rang 4 in Spanien - hinter Meister FC Barcelona, Real Madrid und Atlético Madrid.

Valencia hat im Herbst in der Champions League-Vorrunde gespielt und nur Rang 3 in den Spielen der Gruppe H erreicht. Gruppensieger wurde Zenit St. Petersburg (15 Punkte/6 Spiele) vor KAA Gent (10 Punkte). Valencia erreichte mit sechs Punkten nur Rang 3. Im abschließenden Spiel hatten die Spanier das Heimspiel gegen den schlussendlich Gruppenvierten Olympique Lyon (4 Punkte) verloren.

Valencia ist somit einer der "Absteiger" aus der UEFA-Champions League Vorrunde, der im Frühjahr in der Europa League weiterspielt. Wie schwer der Gegner trotz der zuletzt international eher mäßigen Ergebnisse für die Wiener wird, lässt sich aus einem der letzten Ergebnisse der Spanier in der Primera División erahnen. Vorige Woche hatte der FC Valencia gegen den in Bestbesetzung aufspielenden FC Barcelona (mit Neymar, Suárez und Messi) ein 1-1 erzielt. Mit dem Ausgleich in der 86. Minute hatten die Valencianos in der heimischen Arena vor 54.000 Zuschauer ausgleichen können. Die einzige Torchance nutzte das Team des englischen Trainers Gary Neville - ehemaliger Spieler von Manchester United und 85-facher Nationalspieler von England - zum Ausgleich gegen die feldüberlegene Startruppe von Messi & Co.

Für Neville ist Valencia übrigens die erste Station als Chef-Trainer. Seit Sommer 2015 steht er bei den Spaniern unter Vertrag. Nach Beendigung seiner Laufbahn als Profifußballer ist er seit 2011 bis zuletzt Co-Trainer des englischen Nationalteams. Zuvor war Neville 19 Jahre für ManU als Profi unter Vertrag.

Die bekanntesten Spieler von Valencia sind mit dem spanischen Teamstürmer Paco Alcacer, Manchester-City-Leihgabe Alvaro Negredo und dem Algerier Marouane Feghouli allesamt Offensivspieler. Dazu kommen im Mittelfeld Spielmacher Dani Parejo und der Argentinier Enzo Perez. In der Innenverteidigung verfügt Valencia mit dem Deutschen Shkodran Mustafi zudem über einen aktuellen Weltmeister.

"Das ist ein superstarker Gegner"

Dass die Rapidler alles andere als ein Losglück hatten, bestätigte auch Rapid-Trainer Zoran Barisic: "Das ist ein superstarker Gegner." In der Europa-League-Gruppenphase hatte Rapid mit Villarreal bereits einen Ligarivalen und Nachbarclub von Valencia hinter sich gelassen. Zu Hause feierten die Grün-Weißen einen 2:1-Sieg. In Spanien setzte es ein 0:1.

"Es wird uns ungefähr das erwarten, was uns gegen Villarreal erwartet hat", meinte Barisic. "Wir kennen die spanische Ausbildung. Das sind technisch gut ausgebildete Spieler mit Geschwindigkeit und einer irrsinnigen Handlungsschnelligkeit." Es sei mit Sicherheit "einer der schwersten Gegner, die man erwischen hat können", so Barisic. "Es ist auch ein attraktives Los. Aber es ist alles machbar."

An der Auslosung zur Zwischenrunde der UEFA-Fußball-Europa-League haben 32 Teams teilgenommen. 24 Teams kommen aus der Europa-League-Gruppenphase, acht Mannschaften sind als Drittplatzierte der UEFA-Champions-League in den Europa-Legaue gewechselt. Anders ausgedrückt: Die Drittplatzierten haben als "Absteiger" aus der Champions League mit der Teilnahme an der Europa League weiterhin die Möglichkeit im internationalen Geschäft im Frühjahr weiterzuspielen, wenngleich die Prämien geringer ausfallen als bei der Champions League.

Die Zwischenrunde wird mit Hin- und Rückspiel am 18. und 25. Februar 2016 ausgetragen.

Die weiteren Paarungen:

Marko Arnautovic kassiert in China 245.000 Euro pro Woche

Marko Arnautovic kassiert in China 245.000 Euro pro Woche

Mit dem Wechsel des österreichischen Fußballnationalspieler Marko …

Missbrauchsvorwürfe gegen ÖSV-Trainerlegende Charly Kahr

Missbrauchsvorwürfe gegen ÖSV-Trainerlegende Charly Kahr

Ehemalige Skirennläuferin berichtete in "SZ" von Vergewaltigung durch …

Formel 1 will mit "Cable Cowboy" neu durchstarten

Bernie Ecclestone, lange Jahre der Chef und Gesicht der Formel 1, will …

Fußball: AC Milan und West Bromwich nach China verkauft

Fußball: AC Milan und West Bromwich nach China verkauft

Der Verkauf des italienischen Fußballclubs AC Milan an chinesische …