Europa League: Rapid achtbar, Salzburg unschlagbar

Europa League: Rapid achtbar, Salzburg unschlagbar

Salzburg siegt gegen Lüttich und ist voll auf Aufstiegskurs. Rapid holt noch ein 1:1 in Genk.

Fußball-Vizemeister Red Bull Salzburg bleibt in der aktuellen Saison in der Europa League weiter makellos. Am Donnerstag feierten die "Bullen" im dritten Spiel der Gruppenphase den dritten Sieg, setzten sich in einem vor allem in der ersten Hälfte hart umkämpften Duell mit Belgiens aktuellem Top-Team Standard Lüttich mit 2:1 (0:0) durch. Goalgetter Jonatan Soriano brachte die Gastgeber bald nach Wiederbeginn auf die Siegerstraße (53.), Andre Ramalho machte im Finish den Sack zu (85.) - auch wenn ein Elfer-Tor durch Geoffrey Mujangi Bia (88.) noch einmal kurz für Spannung sorgte. Salzburg, das seit 15 Pflichtspielen ungeschlagen ist, agierte dabei zweimal in Überzahl: Nach Gelb-Rot für Carcela-Gonzalez (38.) wegen einer Schwalbe von Mane (42./Gelb-Rot) nur für vier Minuten, nach Rot für Kanu (67.) dann für den Rest des Spiels.

Lüttich, das nach einer Niederlage und einem Remis in den ersten beiden Gruppenspielen schon unter Druck stand, hält weiter bei nur einem Punkt und steht damit schon zur Hälfte der Gruppenphase vor dem Aus. Denn im Parallelspiel setzte sich Esbjerg bei Elfsborg mit 2:1 durch und ist mit 6 Zählern Zweiter. Die Schweden sind punktegleich mit Standard Letzte. Plangemäß lief die Partie für Salzburg allerdings keineswegs. Die "Bullen" konnten ihr gewohntes Spiel nicht aufziehen, vom "Powerfußball" der vergangenen Partien war nichts zu sehen. Das Gegenpressing blieb ineffektiv, spielerisch lief trotz mehr Ballbesitz wenig - auch weil Kreativmann Kevin Kampl überhaupt nicht zur Geltung kam. Lediglich die Defensive blieb ohne Tadel, zeigte sich gegen die im Konter mehrmals gefährlichen Belgier sattelfest.

Ärgerlich aus Salzburger Sicht, dass Mane im Finish der ersten Hälfte mit einer Schwalbe Gelb-Rot provozierte (42.) und so den eben gewonnenen numerischen Vorteil wieder herschenkte - vier Minuten zuvor war Carcela-Gonzalez wegen wiederholten Foulspiels ebenfalls vom Platz geflogen. Mane war es auch, der in der 26. Minute nach einer Soloaktion aus gut 20 Metern das Tor nur knapp verfehlt und damit für eine der besten Chancen der Gastgeber in der ersten Hälfte gesorgt hatte. Ansonsten waren es nur ein zur Ecke abgewehrter Ramalho-Kopfball (12.), eine zu zögerliche und verspielte Soriano-Aktion in Tornähe (20.) sowie ein zu zentraler Hinteregger-Weitschuss aus 35 Metern (41.), die mehr oder weniger Gefahr verbreiteten. Erst nach dem Seitenwechsel lief das Salzburger Werkl immer runder, in der 53. Runde durfte dann Red-Bull-Boss Dietrich Mateschitz auf der Tribüne endlich jubeln: Alans Schuss sprang Ciman an die Hand und von dort zu Soriano, der aus knapp acht Metern trocken ins lange Eck einschoss. Kurz darauf ließ der Spanier aus Kurzdistanz fast fahrlässig das 2:0 aus (55.), das auch Alan sowohl in der 73. als auch der 79. Minute am Fuß hatte. Da waren die Bullen schon wieder einen Mann mehr - auch Dank des slowakischen Schiris Kruzliak, der Kanu nach einem eher harmlosen Strafraumgerangel Rot zeigte (67.). Nach Ramalhos Tor nach schöner Vorarbeit von Kevin Kampl schien bereits alles klar, ehe ein unnötiges Strafraum-Foul Hintereggers an Batshuayi noch kurzfristig für Spannung sorgte: Mujangi Bia verkürzte vom Elferpunkt auf 1:2 (88.).

Rapid wird spät belohnt

Rapid ist der Europa League nach wie vor sieglos, befindet sich aber dennoch weiter im Aufstiegsrennen. Im dritten Match der Gruppe G holten die Wiener am Donnerstag in Belgien gegen KRC Genk ein 1:1-Unentschieden. Genk ging vor 15.000 Zuschauern durch einen Weitschuss des Franzosen Julien Gorius in Führung (21.). Rapid vergab zunächst zahlreiche Chancen, traf aber dann im Finish mit einem Kopfball von Marcel Sabitzer zum verdienten 1:1 (82.).

Genk führt mit 7 Punkten die Tabelle an, dahinter entwickelt sich zwischen Dynamo Kiew (4), Thun (3) und Rapid (2) ein spannendes Rennen um Platz zwei. Am 7.11. steht Rapid im Heimspiel gegen Genk unter Zugzwang.

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