Erst keine Sugarpova, jetzt auch keine Scharapowa

Erst keine Sugarpova, jetzt auch keine Scharapowa

"Maria hat uns darüber informiert, dass sie wegen der Blessur nicht starten kann", heißt es in der Mitteilung, "wir wünschen ihr eine schnelle Genesung und eine Rückkehr im nächsten Jahr.", so Turnier-Chef David Brewer.

Erst die Absage für "Sugarpova" , nun die Absage von Scharapowa. "Hallo an alle, ich möchte euch nur mitteilen, dass es eine echt harte Entscheidung war, auf die US Open zu verzichten", teilte Maria Scharapowa via Facebook mit. Wieder mal zwickt die Schulter, "Bursitis calcarea" lautet die exakte Diagnose. Dabei handelt es sich um eine durch Überreizung entstandene Schleimbeutelentzündung, bei Tennisspielern ein häufig auftretendes Phänomen.

Ohne allzu oft auf dem Platz zu stehen, hat Maria Scharapowa in den vergangenen Wochen reichlich Wirbel veranstaltet. Nach ihrem überraschenden Zweitrunden-Aus gegen die portugiesische Qualifikantin Michelle Larcher de Brito in Wimbledon sagte sie unter anderem ihre Teilnahme bei den Turnieren in Stanford und Toronto ab, heuerte und feuerte US-Legende Jimmy Connors als Trainer und zog sehr öffentlich in Erwägung, ihren Namen bei den US Open in "Sugarpova" zu ändern, um damit ihre eigene Süßwarenlinie zu promoten.

Nach der Auftakt-Niederlage gegen Sloane Stephens in Cincinnati hatte Scharapowa zunächst die Zusammenarbeit mit Connors beendet, danach dann auch gleich die Diskussion um ihre wohl doch nicht mit allem Ernst verfolgte Namensänderung. Man habe damit nur den roten Weingummi-Kussmündern und den grünen Kaugummi-Tennisbällen der Marke "Sugarpova" etwas mehr Öffentlichkeit verschaffen wollen, ließ das Management der russischen Tennis-Diva nach der Absage der Pläne verlauten.

Öffentlichkeit hat Maria Scharapowa auch nach ihrem Verzicht auf die US Open - möglicherweise zum vorerst letzten Mal in diesem Jahr. Aus ihrem Umfeld verlautete bereits, dass ihre Schulterprobleme, die sie in der Vergangenheit schon häufiger geplagt hatten, und die kürzlich aufgetretene Hüftverletzung eine wenigstens dreimonatige Pause erforderlich machen - damit wäre die Saison für die Russin beendet.

"Ich habe seit Wimbledon alles getan, um wieder fit zu werden, aber es war einfach nicht genug Zeit", teilte die Weltranglistendritte nun mit. Sie habe sich vielen Tests unterzogen und viele Meinungen gehört, komme aber immer wieder zu dem Punkt, "dass ich mir einfach die nötige Zeit und Ruhe geben muss, um wieder ganz gesund zu werden". Diese Erkenntnis so kurz vor ihrem Lieblingsturnier sei eine sehr schmerzhafte gewesen, aber "ich weiß, dass es dennoch die richtige ist".

Sie werde sich nun einige Wochen Auszeit gönnen, um dann in alter Stärke zurückzukehren. Wann genau das sein wird, ließ Scharapowa offen, auf jeden Fall wolle sie "bald wieder auf dem Tennisplatz stehen". Die Turnierleitung der US Open wünschte ihr schon mal "eine schnelle Genesung und ein Comeback im nächsten Jahr". Anstelle von Scharapowa wird nun die Polin Agnieszka Radwanska bei den US Open auf Position drei geführt. Und Serena Williams hat eine Konkurrentin weniger.

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