Erfolgsformel von Real im Kampf gegen Barcelona: CR7 + GB11 = 1

Alle schauen auf Weltrekordtransfer Gareth Bale - und auch auf Cristiano Ronaldo. Der 194-Millionen-Euro-Sturm soll Real Madrid endlich zur ersehnten "Décima" führen. Doch passen die beiden Superstars zusammen?

Erfolgsformel von Real im Kampf gegen Barcelona: CR7 + GB11 = 1

Cristiano Ronaldo hat Gareth Bale bei Real Madrid nicht mit offenen Armen empfangen, aber seinen Ärger über den Verlust von Mesut Özil inzwischen wohl zumindest verdrängt. Jedenfalls bemühte sich der spanische Fußball-Rekordmeister sehr darum, den öffentlichen Eindruck geradezurücken. Ein Foto mit einem herzlichen Handschlag des teuersten Fußball-Duos der Welt auf dem Parkplatz des Trainingsgeländes Valdebebas sollte verdeutlichen: Diese beiden königlichen Edelkicker werden sich verstehen. CR7 plus GB11 wird eine Erfolgsformel.

Ob schon am Samstag beim möglichen Bale-Debüt im Gastspiel beim FC Villarreal (22.00 Uhr), ist allerdings zu bezweifeln. Bale hat noch Fitnessmängel, sein Einsatz im walisischen WM-Qualifikationsspiel in Serbien (0:3) war der erste seit Mitte Juli. Es ist zu erwarten, dass Trainer Carlo Ancelotti zunächst auf den 100-Millionen-Euro-Mann verzichtet, obwohl dieser selbst auf seine Premiere bei den Galaktischen brennt.

"Ich fühle mich gut", sagte der 24-Jährige. Er habe nach der längeren Zwangspause etwas Rückstand, den wolle er aber schnell wettmachen. "Ich hoffe, ich bekomme einen Platz in der Mannschaft", fügte der Weltrekordeinkauf von Tottenham Hotspur recht bescheiden hinzu.

Bales Ablöse war zwar höher als die ebenfalls astronomischen 94 Millionen Euro, die Real einst an Manchester United für Ronaldo überwiesen hatte, doch der Waliser tritt nicht als Platzhirsch auf. Diesen Status überlässt er kampflos seinem portugiesischen Teamkollegen. Ronaldo sei der beste Spieler der Welt, von ihm wolle er lernen. "Er ist der Boss", sagte Bale.

Auch der Vermutung, ihre Interessen könnten auf dem Spielfeld kollidieren, begegnet Bale mit großer Zurückhaltung. Beide sind zwar auf der Position im linken Offensivbereich zu Hause, doch der Waliser wird auch hier einen Konflikt mit Ronaldo vermeiden, der trotz einer leichten Blessur, mit der er von Portugals Nationalelf wiederkehrte, gegen Villarreal mit Ausnahmetalent Isco wirbeln dürfte.

"Ich werde dort spielen, wo der Trainer mich braucht, und 100 Prozent für die Mannschaft geben. Ich hoffe, dass ich mich schnell integrieren kann", sagte Bale, und darauf setzt auch der erfolgsverwöhnte Klub, denn nicht weniger als die Sehnsucht nach der "Décima", dem zehnten Titel in Champions League und Landesmeister-Cup, soll Bale zusammen mit Ronaldo stillen.

Bale ist sichtlich bemüht, die Diva zu streicheln, denn auch er weiß, dass sich das weiße Ballett keinen dauerhaft schmollenden Vortänzer Ronaldo leisten kann. Seine individuelle Qualität ist nach wie vor ein zentraler Faktor für Reals Erfolg. Ronaldo sei ein prima Kerl, die erste Begegnung sei "amazing" gewesen, sagte Bale. "Er hat mich genauso herzlich behandelt wie jeden anderen auch. Ich bin sehr motiviert, hier gute Leistungen zu zeigen."

Falls sie dann am Samstag irgendwann gemeinsam auf dem Feld stehen sollten, werden die ersten Eindrücke mit Argusaugen verfolgt und interpretiert. Wobei zumindest in England anfangs noch keine außergewöhnlichen Auftritte von Bale erwartet werden. Experten prognostizieren einen länger andauernden Anpassungsprozess. Doch wenn Bale sich dann an Spanien und die Primera Division gewöhnt habe, werde er einschlagen. Dann dürften herzliche Gesten mit Ronaldo auch nicht mehr den Anschein einer Inszenierung haben.

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