Dortmund gegen Napoli gehörig unter Druck

Dortmund gegen Napoli gehörig unter Druck

Der Vorsaisonfinalist muss das Heimspiel gegen Napoli unbedingt gewinnen, um die Chance auf den Achtelfinal-Aufstieg zu wahren.

Nach dem 0:3 gegen die Bayern darf sich der BVB keinen weiteren Rückschlag leisten, ansonsten droht im Lager der Schwarz-Gelben eine schwere Herbstdepression.

Die Tabelle der Gruppe F verheißt für Robert Lewandowski und Co. wenig Gutes. Mit sechs Punkten rangiert der deutsche Vizemeister drei Zähler hinter dem Führungsduo Arsenal und Napoli. Da ein Erfolg der Londoner im zeitgleichen Heimspiel gegen das bisher punktlose Olympique Marseille als wahrscheinlich gilt, ist Dortmund zum Siegen verdammt.

Ungeachtet der schwierigen Ausgangslage setzt Jürgen Klopp auf einen normalen Umgang mit seinen Profis. "Ich werde nun nicht den Druck erhöhen, indem ich sage, davon hängt die ganze Saison ab. Wir versuchen alles, um uns ein Endspiel in Marseille zu verschaffen", sagte der Trainer.

An Motivation dürfte es nicht mangeln. Nach dem 1:2 im ersten Gruppenspiel am 18. September in Neapel, wo Trainer Klopp nach einem Wutanfall auf die Tribüne verbannt und Weidenfeller des Feldes verwiesen worden war, brennen die Borussen auf Revanche. "Wir können dieses Spiel gewinnen, wenn die Jungs alles aus sich rausholen. Und wir werden dieses Spiel gewinnen, weil die Jungs alles aus sich rausholen", versprach Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke.

Mehr noch als im Kräftemessen mit den Bayern herrscht in der Abwehr Personalnot. Denn der in der Bundesliga nur drei Tage nach seiner Verpflichtung überraschend in die Startelf beorderte Manuel Friedrich darf in der Champions League nicht eingesetzt werden. Damit wird Klopp erneut zu Umbauarbeiten gezwungen. Gut möglich, dass Sven Bender vom Mittelfeld auf die Position des Innenverteidigers rückt.

Nicht nur die Abwehr bereitet Sorge. In den vergangenen drei Pflichtspielen erzielte die für ihre Angriffswucht gerühmte Borussia nur ein Tor. Nicht zuletzt deshalb gingen die Partien gegen Arsenal (0:1), Wolfsburg (1:2) und Bayern allesamt verloren.

Doch auch die Süditaliener strotzen derzeit nicht vor Selbstvertrauen. Dem 0:3 in Turin folgte ein 0:1 im Heimspiel gegen Parma. Zudem musste der zunächst geschonte Marek Hamsik nur neun Minuten nach seiner Einwechslung verletzt passen und wird deshalb in Dortmund fehlen.

Auch für den Dortmunder Lokalrivalen Schalke steht am Dienstag viel auf dem Spiel. Die "Königsblauen" könnten in Gruppe E mit einem Auswärtssieg gegen Steaua Bukarest fix das Ticket für die Runde der letzten 16 lösen, sofern der FC Basel das Heimspiel gegen Chelsea verliert. Sollte dieser Fall nicht eintreten, droht im letzten Match gegen Basel ein Finale um die Achtelfinal-Teilnahme.

"Das sollten wir vermeiden, und dafür brauchen wir einen Sieg in Bukarest", sagte Manager Horst Heldt. Christian Fuchs dürfte bei Schalke zunächst auf der Bank Platz nehmen, fix nicht dabei ist Tormann Timo Hildebrand (Hüftprellung).

Deutlich prominenter ist die Ausfallsliste beim FC Barcelona vor dem Auswärtsspiel in Pool H gegen Ajax Amsterdam. Lionel Messi, Dani Alves, Victor Valdes, Jordi Alba und Cristian Tello fehlen verletzungsbedingt, Alexis Sanchez muss wegen einer Sperre zuschauen. Daher wittert Ajax die Chance auf eine Überraschung gegen die seit 25 Pflichtspielen ungeschlagenen und bereits fix aufgestiegenen Katalanen, was den Druck auf den AC Milan erhöhen würde.

Die "Rossoneri" liegen vor dem Auswärtsmatch gegen Celtic Glasgow nur zwei Punkte vor den Schotten und einen Zähler vor den Niederländern auf Rang zwei und haben mit einem hartnäckigen Formtief zu kämpfen - in der Serie A reicht es derzeit nur zu Platz 13. "Wir müssen alle gemeinsam aus dieser Situation herauskommen. Wir haben es selbst in der Hand, uns fürs Achtelfinale zu qualifizieren", betonte Trainer Massimiliano Allegri.

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