Die Austria hat einen Lauf: 4:1 gegen WAC

Die Austria hat einen Lauf: 4:1 gegen WAC

Drei Tage vor dem Rückspiel im Champions-League-Play-off gegen Dinamo Zagreb passte dabei auch der zweite Anzug der Wiener Austria, bei denen Trainer Nenad Bjelica eine gelungene Rückkehr ins Lavanttal feiern durfte.

Nach Toren von Daniel Royer (28.) und Alexander Grünwald (59.) sah die Austria wie der sichere Sieger aus, ehe Dario Baldauf (68.) für den seit saisonübergreifend nun elf Runden sieglosen WAC verkürzte. Die eingewechselten Marko Stankovic (82.) und Roman Kienast (85.) beseitigten vor 5.600 Zuschauern aber alle Zweifel. Die Austria stieß vor den Sonntag-Spielen auf Rang drei vor, die Kärntner bleiben mit nur zwei Zählern Schlusslicht.

Beide Trainer hatten aus unterschiedlichen Gründen sechs Änderungen in ihrer Start-Elf vorgenommen. Bjelica gönnte Torschützenkönig Philipp Hosiner ebenso eine Pause wie Tomas Jun und Zagreb-Torschütze Stankovic. Erstmals von Beginn weg in der Liga zum Einsatz kam der 18-jährige Thomas Murg. Bjelicas ehemaliger Co-Trainer Slobodan Grubor setzte auf Christian Falk als zentrale Sturmspitze, auch der in der Vorbereitung ebenfalls nicht voll fitte Jacobo lief von Beginn an ein.

Der Spanier trat nach einem Fehler von Austria-Kapitän Manuel Ortlechner erstmals gefährlich in Erscheinung, fand im Strafraum aber keinen Abnehmer (7.). Nach einer Viertelstunde übernahmen die Wiener über ihre starke linke Flanke mit Royer und Markus Suttner jedoch das Kommando. Hosiner-Ersatz Rubin Okotie prüfte den nach seinem Muskelfaserriss zurückgekehrten WAC-Keeper Christian Dobnik (12.), einen Schuss von Mitspieler Florian Mader blockte Okotie unglücklich ab (22.).

Sechs Minuten später war es aber soweit. Nach Grünwald-Pass bewies Royer mit einem Lupfer über Dobnik genau unter die Latte Gefühl. Der eine Minute zuvor für den am Knöchel verletzten Boris Hüttenbrenner eingewechselte Nenad Jovanovic machte dabei keine gute Figur. Die Austria kontrollierte danach die Partie. Der WAC fand keine Mittel, um die Gäste ernsthaft in Verlegung zu bringen.

Dem Ex-Austrianer Michael Liendl wäre dies Sekunden nach Seitenwechsel fast gelungen, seinen platzierten Fernschuss wehrte Heinz Lindner zur Ecke ab. Der Elan der gut aus der Pause gekommenen Wolfsberger wirkte sich vorerst aber nicht aus, im Gegenteil. Grünwald fiel eine abgefälschte Royer-Hereingabe vor die Füße, der Kärntner verwertete mit etwas Glück.

Spannend wurde es dennoch noch einmal. Der WAC schlug aus einer Standardsituation zu, Baldauf war per Kopf zur Stelle. Mit dem frisch ins Spiel gekommenen Daniel Segovia als zweiter echter Spitze deckten die Lavanttaler den Austria-Strafraum mit hohen Bällen ein. Ortlechner und Co. schienen kurzfristig zu wanken, auch weil Okotie den Ball alleine vor Dobnik neben das Tor setzte (72.).

Die beste Aktion von Murg bedeutete aber die endgültige Entscheidung. Nach einem Konter legte der Youngster ideal für Stankovic auf, der keine Probleme hatte. Der ebenfalls eingewechselte Kienast legte noch den vierten Treffer der Wiener nach.

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