DFB-Team gegen Österreich "bis in die Haarspitzen" motiviert

"Die Österreicher kommen immer einen Schritt näher. Aber wir wollen klarstellen, dass es noch nicht soweit ist", betonte Bayern-Spieler Thomas Müller vor dem "besonderen Spiel" am Freitag (20.45 Uhr/live ATV und ZDF) in München.

DFB-Team gegen Österreich "bis in die Haarspitzen" motiviert

Seit 1931 hat Österreich in Deutschland nicht mehr gewonnen. Auf dem direkten Weg zur Endrunde will das Team von Bundestrainer Joachim Löw diese Serie unbedingt fortsetzen.

"Jeder einzelne Spieler wird bis in die Haarspitzen motiviert sein", versprach Löws Assistent Hansi Flick am Donnerstag. Auch ein weiterer personeller Ausfall soll nicht ins Gewicht fallen. Die medizinische Abteilung der DFB-Nationalmannschaft hat bei Lars Bender einen kleinen Einriss der Muskelhülle am Beckenkamm diagnostiziert. Damit wird der 24-jährige Mittelfeldspieler nicht nur gegen die Österreicher, sondern auch beim zweiten WM-Qualifikationsspiel am Dienstag in Torshavn gegen die Färöer ausfallen. Die weiteren 18 Feldspieler und drei Torhüter seien "fit und einsatzbereit", vermeldete Flick.

Die sportliche Leitung des DFB-Teams hielt sich vor dem Prestigeduell mit Österreich zur Startelf bewusst "bedeckt", wie Flick hervorhob. Nach den Ausfällen von Bastian Schweinsteiger, Ilkay Gündogan und nun auch Lars Bender gilt Toni Kroos aber als erste Option neben Sami Khedira im defensiven Mittelfeld. "Jeder kann eins und eins zusammenzählen", bemerkte Flick. Deutschland führt die WM-Qualifikationsgruppe C mit 16 Punkten vor Österreich, Schweden und Irland (alle 11) an. Mit zwei Siegen und Punktverlusten der Konkurrenz wäre das Brasilien-Ticket am Dienstag fix gebucht.

Für das große Ziel stellt Philipp Lahm auch sein Jubiläum im eigenen Wohnzimmer hintenan. "Wichtig ist, dass wir gewinnen", unterstrich der 29-jährige Kapitän. "Mein 100. Länderspiel ist eine schöne Nebensache." Die 100 Spiele seien ohnehin kein Ziel, das man sich als Fußballprofi setze: "Ein Titelgewinn ist ein Ziel. Am liebsten 2014", sagte Lahm.

Wie das geht, hat der Bundestrainer mit seinen Spielern intensiv besprochen und eingeübt. Mit Spielanalysen und Trainingsauswertungen zeigte Löw den einzelnen Mannschaftsteilen auf, wie er sich die richtige Balance zwischen Offensiv-Spektakel und Defensiv-Kompaktheit vorstellt. "Die ganze Mannschaft ist gefordert. Die Abwehr muss nach vorne kommen, das Mittelfeld aggressiv agieren, die Stürmer früh attackieren", forderte Löw. Ob und für wen Jerome Boateng in die Innenverteidigung rückt, wollte er nicht verraten.

"Wir müssen besser verteidigen, das geht beim Stürmer vorne los und geht bis hinten zum Torwart", ergänzte Jubilar Lahm, der locker wie selten über die sportliche Aufgabe, sich selbst und sogar über Michael Ballack plauderte. Das lange angespannte Verhältnis zu seinem Kapitäns-Vorgänger, der am Freitag mit Verspätung vom Verband offiziell verabschiedet wird, wollte der "Hunderter" nicht mehr bewerten: "Wir werden uns sicherlich nicht bekriegen", scherzte Lahm.

Nach neun Gegentoren in den vergangenen drei Länderspielen und viel Kritik soll gegen Österreich endlich wieder die Null stehen. "Am meisten machen mir 1:0-Siege Spaß. Da ist bis zur letzten Minute Adrenalin drin", bemerkte Müller, der neben Mesut Özil und Marco Reus nicht nur für die Angriffsshow zuständig ist. "Die Verteidigung ist immer am wichtigsten", sagte der WM-Torschützenkönig von 2010.

Ganz nebenbei möchten alle Miroslav Klose helfen, endlich den Tore-Rekord von Gerd Müller zu knacken, dem der Routinier von Lazio Rom nun schon seit fast einem Jahr hinterherläuft. Ein Treffer fehlt Klose (67) noch auf die nationalen Bestmarke von Gerd Müller, dem "Bomber der Nation".

"Wir sind dann stark, wenn wir Schnelligkeit, Laufbereitschaft, Konzentration und Präsenz ins Spiel einbringen", fasste Flick die Voraussetzungen für den angestrebten 25. Sieg gegen Österreich zusammen. In den 38 bisherigen Begegnungen gab es nur acht Niederlagen, darunter das legendäre 2:3 von Cordoba bei der WM 1978 in Argentinien. Damit wollen sich die Spieler von heute nicht beschäftigen: "Wir sind eine andere Generation", bemerkte Andre Schürrle.

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