Cincinnati: Nadal schlägt Federer, Isner wirft Djokovic raus + Highlights-Video

Cincinnati: Nadal schlägt Federer, Isner wirft Djokovic raus + Highlights-Video

Der Tennis-Weltranglistenerste Djokovic scheiterte am Freitag im Viertelfinale des mit 3,729 Mio. Dollar dotierten Turniers in Cincinnati mit 6:7(5),6:3,5:7 am 2,08 m großen US-Amerikaner John Isner.

Der Erfolg des Außenseiters war verdient: Isner erspielte sich zehn Breakchancen, sein Gegner nur deren vier. Das einzige Break glückte dem "Riesen" im letzten Game, wobei ihm zugutekam, dass auch Djokovic Nerven zeigte. Der Serbe wehrte den ersten Matchball zwar mit einem Ass ab, leistete sich aber anschließend einen Doppelfehler und schlug zuletzt eine leichte Rückhand ins Netz. Damit bleibt Cincinnati das einzige Masters-1000-Turnier, das Djokovic bisher noch nicht gewonnen hat.

Seit Isner in der zweiten Wimbledon-Runde wegen einer Verletzung im linken Knie aufgegeben hat, ist er so etwas wie der Mann der Stunde. Er siegte in Atlanta, war Finalist in Washington und hält seither bei einer 15:3-Bilanz. Im Halbfinale trifft er nun auf Juan Marin Del Potro. Der Argentinier besiegte den russischen Überraschungsmann Dmitri Tursunow 6:4,3:6,6:1.

Djokovic ist dagegen im Hinblick auf die US Open weiter auf der Suche nach der Topform. Seinen bisher letzten Titelgewinn hat er vor vier Monaten in Monte Carlo gefeiert.

Nadal schlägt Federer

Rafael Nadal hat seinen langjährigen Rivalen Roger Federer am Freitag im Viertelfinale des Masters-Series-Turniers in Cincinnati in drei Sätzen bezwungen und damit auch das 21. von insgesamt 31 direkten Duellen gegen den Schweizer für sich entschieden. Der Spanier setzte sich im hochklassigen Duell der ehemaligen Tennis-Weltranglistenersten nach 2:14 Stunden 5:7,6:4,6:3 durch. Im Halbfinale trifft Nadal auf den Tschechen Tomas Berdych, der sich zuvor überraschend gegen Wimbledonsieger Andy Murray aus Schottland ohne Satzverlust durchgesetzt hatte.

Die Niederlagen der beiden Topfavoriten für die am 26. August beginnenden US Open macht den Favoritenkreis größer als erwartet. Zu diesem kann man neben Djokovic, Murray, Nadal und Federer, die sich 33 der vergangenen 34 Grand-Slam-Titel untereinander aufgeteilt haben, nun wohl auch Isner und Co. zählen.

Cincinnati-Vorjahressieger Federer wehrte am Ende der hochklassigen Partie gegen Nadal vier Matchbälle ab. Den fünften setzte Nadal mit einer Vorhand knappe neben die Linie, doch der Schweizer verzichtete auf die klärende Challenge und ging zur Gratulation ans Netz. Dieser Abschluss war alles in allem typisch: Nadal hatte es geschafft, noch zwei Gänge höher zu schalten und hielt damit seinen zuletzt schwer angeschlagenen Rivalen auf Distanz.

Dennoch war bei Federer ein deutlicher Aufwärtstrend zu erkennen, er forderte den klar besten Spieler der Saison (aktuelle Bilanz 51:3), der 2013 schon acht Turniere gewonnen hat, voll. Federer spielte von der Grundlinie weit sicherer als zuletzt, bewegte sich gut. Den ersten Satz gewann er dank eines starken Schlussspurts, bei 4:4 im zweiten Satz fehlten ihm nur sechs Punkte zum Matchgewinn. Nach dem Spiel meinte Federer: "Ich hätte gewinnen können, gewinnen sollen."

Obwohl er als vorzeitig gescheiterter Cincinnati-Titelverteidiger nun am Montag auf Platz sieben der Weltrangliste und damit so weit wie seit elf Jahren nicht mehr zurückfallen wird, kommt Federer optimistisch zu den US Open. "Ich nehme aus dieser Woche definitiv mehr Sachen mit, als noch aus den vergangenen drei Monaten", erklärte der 32-Jährige.

Nadal hingegen baute seine imposante Bilanz auf Hartplätzen in diesem Jahr auf 13:0 aus. "Ich bin sehr happy, ich bewege mich immer besser", sagte der Mallorquiner. "Es war sehr eng heute. Ich denke, in den entscheidenden Momenten habe ich einfach die wichtigen Punkte gemacht."

Bei den Damen treffen im Halbfinale die topgesetzte US-Amerikanerin Serena Williams und Li Na aus China sowie die Weißrussin Viktoria Asarenka und die Serbin Jelena Jankovic aufeinander.

Missbrauchsvorwürfe gegen ÖSV-Trainerlegende Charly Kahr

Sport

Missbrauchsvorwürfe gegen ÖSV-Trainerlegende Charly Kahr

Wirtschaft

Formel 1 will mit "Cable Cowboy" neu durchstarten

Fußball: AC Milan und West Bromwich nach China verkauft

Wirtschaft

Fußball: AC Milan und West Bromwich nach China verkauft