Champions League-Finale: Bayern schlägt Dortmund (BVB) + Sky-HD-Video-Link der Highlights

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Der FC Bayern München gewann am Samstag das Finale der Champions League im Londoner Wembley-Stadion gegen Borussia Dortmund (BVB) mit 2:1.

Der FC Bayern München hat seine Traumsaison mit dem Triumph in der Fußball-Champions-League gekrönt. Der Wiener David Alaba und seine Kollegen gewannen das spektakuläre rein deutsche Finale im Londoner Wembley Stadion gegen Borussia Dortmund 2:1 (0:0). Für die Münchner war es nach den Endspielniederlagen 2010 und 2012 der lang ersehnte fünfte Erfolg im wichtigsten Europacup-Wettbewerb, der erste seit 2001.

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In einer meist von Dortmund dominierten ersten Spielhälfte standen die beiden starken Tormänner Manuel Neuer und Roman Weidenfeller im Mittelpunkt. Nach der Pause brachte Mario Mandzukic die Bayern in Führung (60.), die Dortmunder glichen per Foul-Elfmeter durch Ilkay Gündogan aus (68.). Im Finish sorgte dann Arjen Robben, der zuvor einige Großchancen vergeben hatte, für die Entscheidung (89.).

Nach einer einmaligen Rekordsaison in der heimischen Bundesliga (u.a. 91 Punkte und nur 18 Gegentore) setzten sich die Bayern nun auch die europäische Krone auf. Auf dem Weg ins Finale hatte der FCB u.a. Juventus Turin (Gesamtscore 4:0) und den FC Barcelona (7:0) deklassiert. Im deutschen Cupfinale am 1. Juni gegen den VfB Stuttgart können die Bayern dem Spieljahr noch das i-Tüpfelchen aufsetzen und dem scheidenden Trainer Jupp Heynckes einen perfekten Abschied schenken.

Die Dortmunder praktizierten von der ersten Sekunde an aggressives Pressing und erstickten Bayerns Spielaufbau bereits im Keim. Bayern-Goalie Neuer musste sich früh bei Schüssen von Robert Lewandowski (13.) und Alabas Gegenspieler Jakub Blaszczykowski (14.) auszeichnen.

Die Bayern waren sichtlich beeindruckt von der Dortmunder Entschlossenheit. Und der BVB blieb am Drücker, von einem taktischem Final-Geplänkel war im zweitgrößten Stadion Europas rein gar nichts zu sehen. Marco Reus (19.) und Sven Bender (22.) zwangen den in dieser Saison bisher meist unterbeschäftigten Neuer zu den nächsten Paraden. Nach knapp 20 Minuten lag Dortmund im Corner-Verhältnis 5:0 voran.

Ribery hatte sich Rot verdient

Und die Bayern hatten auch Glück, dass Franck Ribery nach einem Ellbogencheck ins Gesicht von Lewandowski nicht vom Platz flog (25.). Dann starteten aber die Bayern durch. BVB-Tormann Weidenfeller lenkte einen Kopfball von Mandzukic an die Latte (26.), ein weiterer Kopfball von Javi Martinez streifte knapp übers Tor (27.).

Arjen Robben lief alleine auf Weidenfeller zu, der Dortmunder Goalie blieb Sieger des Duells (30.). Auf den anderen Seite fand Lewandowski einmal mehr in Neuer seinen Meister (35.). Zum Abschluss einer hoch attraktiven ersten Spielhälfte schoss Robben Weidenfeller aus kurzer Distanz ins Gesicht (43.).

Nach der Pause wurde es zunächst ein wenig ruhiger, ehe die Bayern zuschlugen. Nach schönem Lochpass von Ribery und Querpass von Robben von der linken Seite drückte Mandzukic den Ball zum 1:0 über die Linie (60.). Die Führung hielt aber nur acht Minuten. Dante traf nicht den Ball, sondern den Bauch von Reus und Referee Nicola Rizzoli entschied auf Elfmeter. Dortmunds starker Mittelfeldstratege Ilkay Gündogan verwertete sicher ins rechte Eck zum 1:1 (68.).

Die Bayern antworteten fast postwendend, Dortmund-Verteidiger Neven Subotic rauschte in letzter Sekunde spektakulär heran und verhinderte den Führungstreffer von Robben (72.). In der 76. Minute hatte dann Alaba seinen ersten großen Auftritt, Weidenfeller holte den strammen Schuss des Österreichers aus dem Kreuzeck (76.). Und Weidenfeller präsentierte sich auch bei einem Hammer von Bastian Schweinsteiger als Teufelskerl (87.). In der 89. Minute war der BVB dann aber geschlagen, nach Ribery-Vorarbeit rollte ausgerechnet "Chancentod" Robben den Ball zum 2:1 ins Tor.

Stimmen zum Spiel

Jupp Heynckes (Bayern-Trainer): "In der ersten Halbzeit haben wir nicht so gut ins Spiel gefunden. Deshalb habe ich einige Korrekturen vorgenommen. Beide Teams hatten Druck, wir zudem die Favoritenbürde. Diese Rolle war in den ersten 20 Minuten zu spüren. Wir haben uns peu a peu davon befreit und nach der Pause deutlich besser gespielt. Dieser Erfolg ist ein Verdienst der gesamten Mannschaft."

Jürgen Klopp (Dortmund-Trainer): "Sie haben zwei Tore geschossen, wir nur eines. Es war ein dramatisches Spiel, das spät entschieden wurde. Der Sieg ist verdient. Glückwunsch! Wir wollten Jupp das Karriereende nicht versalzen, aber natürlich trotzdem gewinnen. Natürlich wurde das Spiel erst spät entschieden, aber hoch zu verlieren wäre viel schlimmer gewesen. Wir waren verdienter Finalist. Beim Tor haben die Bayern nochmals alle Körner zusammengekratzt. Das war stark von Robben. Wir waren die krassen Außenseiter, aber auch nahe genug dran, um zu gewinnen."

Arjen Robben (Siegtorschütze): "Es war so ein enges Spiel. Wir waren auf Augenhöhe, es gab Chancen auf beiden Seiten. Dann in der letzte Minute, ich war früh beim Ball und konnte ihn reinschieben. Dieser Titel bedeutet sehr viel, auch wenn ich es jetzt noch nicht fassen kann. Es sind so viele Emotionen im Moment, es ist unglaublich. Viele Menschen haben es mir gegönnt und im Vorfeld gesagt, du schießt heute das Tor. Ich habe zunächst einige Chancen vergeben, aber ich bin ruhig geblieben."

Franz Beckenbauer (Ehrenpräsident Bayern München): "Dortmund hat die Bayern überhaupt nicht ins Spiel kommen lassen, da waren die Bayern ratlos. Dass sie trotzdem das Spiel gewonnen haben, spricht für die Klasse dieser Mannschaft. Robben ist ein Wahnsinn. Zuerst hat er drei Hundertprozentige vergeben. Da habe ich schon angefangen zu verzweifeln. Den Siegtreffer hat er dann natürlich hervorragend gemacht."

Matthias Sammer (Sportdirektor Bayern München): "So etwas ist im Sport mit nichts in der Welt vergleichbar. Man hat Tränen in den Augen. Für manche Spieler ist es wichtig, ihre Laufbahn mit so etwas zu krönen. Aber heute sind alle Bayern Mitarbeiter Champions-League-Sieger. Ich habe großen Respekt vor Borussia Dortmund."

Roman Weidenfeller (Tormann Dortmund): "Wir sind voller Stolz, dass wir den Bayern so Paroli geboten haben. Wir haben ein tolles Spiel gezeigt, aber es sollte nicht reichen. Wir haben es nicht geschafft, die Partie zu gewinnen, das ist für uns sehr traurig. Und schade, weil wir bis hierher eine tolle Saison gespielt haben. Schade, aber wir greifen nächste Saison wieder an."

Joachim Löw (DFB-Bundestrainer): "Glückwunsch an Bayern München zum Gewinn der Champions League. Vor allem gratuliere ich auch Jupp Heynckes zu diesem Erfolg. Es war ein hochklassiges, rassiges Finale mit allem, was zum Fußball gehört. Beide Mannschaften haben eindrucksvoll bewiesen, dass sie zurecht im Endspiel standen. Und beide Teams hätten den Sieg absolut verdient gehabt. Dortmund hat es den Bayern extrem schwer gemacht, vor allem in der ersten Halbzeit. In der zweiten Hälfte haben die Bayern dann viel Druck gemacht und den entscheidenden Treffer erzielt. Wer dreimal innerhalb von vier Jahren in einem Champions League Finale steht, der hat es auch verdient, den Titel zu holen. Vielleicht waren die Bayern in diesem Jahr einfach an der Reihe."

Oliver Bierhoff (Manager DFB-Nationalteam): "Was für ein Kampf, was für eine Klasse! Europa hat ein ganz großes Endspiel erlebt. Mit Anpfiff standen elf Nationalspieler auf dem Platz. Ich gratuliere dem FC Bayern München, aber auch Borussia Dortmund, die an einem großen Finale wesentlichen Anteil hatten. Heute haben wir eine Sternstunde des deutschen Fußballs erlebt, bei der ganz Europa zugeschaut hat, und wir von Miami aus natürlich auch."

Philipp Lahm (Bayern-Kapitän): "Unglaublich, was sich diese Mannschaft erarbeitet hat. Wir sind heute endlich dafür belohnt worden, was wir in den letzten Jahren, Monaten und Wochen geleistet haben."

Manuel Neuer (Bayern-Tormann): "Das ist ein überragendes Gefühl. Nach dem 1:1 ist mir ehrlich gesagt der Arsch auf Grundeis gegangen. Umso überragender ist jetzt das Gefühl nach dem 2:1 in der 89. Minute, das kann man gar nicht in Worte fassen."

Thomas Müller (Bayern-Mittelfeldspieler): "Ich habe Krämpfe links und rechts, bin diesmal aber nicht vom Platz gegangen. Scheinbar hat's gewirkt. Ich bin körperlich am Ende."

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