"Bei uns zehn Österreicher, bei den Salzburgern zwei"

"Bei uns zehn Österreicher, bei den Salzburgern zwei"

Nach historischem CL-Punkt will Meister Austria Wien am Sonntag den Erfolgslauf von Red Bull Salzburg stoppen.

Nach dem Achtungserfolg in der Champions League möchte die Austria auch national wieder in die Erfolgsspur zurückkehren. "Wir wollen die Leistung von St. Petersburg bestätigen und beweisen, dass wir auch das tägliche Brot sehr ernst nehmen", erklärte Trainer Nenad Bjelica vor dem Schlager der 11. Runde am Sonntag (16.30 Uhr) daheim gegen den überlegenen Tabellenführer Red Bull Salzburg.

Auf die Blamagen im Cup (1:2 in Kalsdorf) und in der Liga (0:1 bei der Admira) hat die Austria am Dienstag mit dem 0:0 in Russland eine beachtliche Reaktion gezeigt. Nach dem ersten Punktgewinn eines ÖFB-Clubs in der Champions League seit mehr als zwölfeinhalb Jahren hat es die Austria bereits auf die nächste Serie abgesehen.

Diesmal soll der beeindruckende Salzburger Erfolgsrun in der Bundesliga (29 Partien ohne Niederlage) ein Ende finden. "Wir haben es als erster österreichischer Club seit acht Jahren in die Champions League geschafft und dort den ersten Punkt für Österreich seit zwölf Jahren geholt. Jetzt hoffe ich, dass die Austria auch die Serie von Salzburg beenden wird. Es gibt immer ein erstes Mal", meinte Bjelica.

Sollte die Austria gewinnen, wäre es nach drei Unentschieden und vier Niederlagen der erste Sieg gegen die "Bullen" seit dem 3:2 daheim am 2. Oktober 2011. Für die Salzburger geht es hingegen um einen Eintrag in die Geschichtsbücher, denn vom Allzeitrekord der Rapidler aus dem Jahr 1987 (30 Ligaspiele ungeschlagen) sind sie nur noch ein Match entfernt.

Angesichts dieses Erfolgslaufs steht für Bjelica fest, dass sein Team trotz des Heimvorteils nur Außenseiter ist. "Die Leistungen von Salzburg verdienen Respekt, sie gehen als leichter Favorit in dieses Spiel. Aber ich bin überzeugt, dass wir Salzburg mit einer taktisch perfekten Leistung schlagen können", sagte Bjelica, der defensiver als in üblichen Liga-Heimspielen, aber nicht so defensiv wie in St. Petersburg agieren lassen wird.

Stolz ist die Austria auf die im Vergleich zu Salzburg sehr unterschiedliche Philosophie, mit der man die jüngsten Erfolge gefeiert hat. "Bei uns stehen zehn Österreicher in der Startelf, bei den Salzburgern zwei. Darauf sind wir stolz. Das ist die Philosophie unseres Vereins, und so wird es auch bleiben", meinte der Kroate Bjelica, der erste nicht-österreichische Austria-Trainer seit Lars Söndergaard (2004-2005).

Will die Austria den Titel erfolgreich verteidigen, dann sollte sie die Salzburger auf jeden Fall nicht zu sehr enteilen lassen. "Die sieben Punkte Rückstand in der Tabelle tun mir schon sehr weh", gestand Sport-Vorstand Thomas Parits. "Ich hoffe, dass wir sie mit einem Sieg deutlich verringern können", meinte Parits, für den am Sonntag um 14.00 Uhr im Austria-Museum eine eigene Sonderausstellung mit dem Titel "Der Beckenbauer des FK Austria Wien" eröffnet wird.

Die Spieler geloben auf jeden Fall, dass sie von der ständigen Berg- und Talfahrt in der bisherigen Saison genug haben. "Wir wollen unbedingt an die Leistung in St. Petersburg anknüpfen", meinte Stürmer Philipp Hosiner. Und Kapitän Manuel Ortlechner forderte: "Jetzt brauchen wir Kontinuität, daran müssen wir arbeiten. Wir müssen die internationalen Leistungen auch national bringen, das ist die Challenge."

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