Bayern München und Real Madrid im Kampf gegen eigene Ansprüche

Mit Titelverteidiger Bayern München startet die Fußball-Champions-League am Dienstagabend (20.45 Uhr) in die neue Saison. Die Bayern empfangen in Gruppe D den russischen Meister ZSKA Moskau.

Bayern München und Real Madrid im Kampf gegen eigene Ansprüche

Real Madrid beginnt in Gruppe B auswärts gegen Galatasaray Istanbul die Jagd nach dem ersten Titel in der "Königsklasse" seit 2002.

Bei den Bayern war vor dem Start in die Champions League ordentlich etwas los. Matthias Sammer kritisierte das Team nach dem 2:0-Pflichtsieg gegen Hannover, Uli Hoeneß tadelte wiederum die Ansprache Sammers. Alaba und Co. wollen dennoch 115 Tage nach dem Triumph im Londoner Wembleystadion unbelastet von der Meinungsverschiedenheit in der Chefetage siegreich starten. Nach dem grandiosen Triple strebt das Team von Pep Guardiola bei der Rückkehr des Trainers auf die große europäische Bühne den nächsten einzigartigen Coup an: Noch nie hat eine Mannschaft den Titel in der Champions League erfolgreich verteidigt.

"Höchstmögliches erreichen"

"Wir starten nicht in einen Wettbewerb, um Teilnehmer zu sein. Wir wollen das Höchstmögliche erreichen, dementsprechend, wenn möglich, den Titel verteidigen. Für Bayern München muss es immer um die höchsten Ansprüche gehen", kündigte der von Hoeneß kritisierte Sportvorstand Sammer im "kicker" (Montag) an. "Ich würde sagen, wir sind Mitfavorit, diese Rolle sollten wir als Titelverteidiger annehmen." Sammer hatte beim Team zuletzt "Dienst nach Vorschrift", "Fußball ohne Emotionen" und ein Verstecken hinter dem Trainer angemahnt. Prompt handelte sich der Sportvorstand dafür eine Rüge vom Vereinspatron ein.

"Wir werden sicherlich darüber reden, weil ein Eindruck vom FC Bayern entsteht, der nicht gut ist. Man hat den Eindruck, als ob wir von fünf Spielen drei verloren und zwei unentschieden gespielt hätten, in Dortmund lachen sie sich doch tot", monierte Hoeneß in der "Bild" (Montag). "Ich verstehe, dass Matthias den Finger in die Wunde legen will. Allerdings finde ich nicht, dass wir eine Wunde haben." Manchester City, von der Papierform her erster Bayern-Jäger in der Gruppe D, ist in Tschechien gegen Viktoria Pilsen gefordert.

Teuerste Mannschaft aller Zeiten

Real hat alleine in den vergangenen fünf Jahren mehr als 600 Millionen Euro in neue Spieler investiert. Zum 94 Mio.-Superstar Cristiano Ronaldo gesellte sich nun auch noch 100 Mio.-Mann Gareth Bale. Dieses Duo soll den "Henkelpokal" zurück nach Madrid holen. "Jeder in Madrid ist fokussiert auf den Gewinn des Europacups. Real Madrid hat seit 2002 nicht mehr das Finale der Champions League erreicht. Das ist eine viel zu lange Zeit für einen Club dieses Formats", weiß der neue italienische Cheftrainer Carlo Ancelotti. Im Parallelspiel der Gruppe B empfängt der FC Kopenhagen, der neue Arbeitgeber des Ex-Austrianers Georg Margreitter, Juventus Turin.

Auch PSG unter den Favoriten

Auch der erneut für 110 Mio. Euro verstärkte französische Meister Paris St. Germain startet auswärts gegen Olympiakos Piräus mit einem neuen Trainer (Laurent Blanc) und einem neuen Starstürmer (Edinson Cavani) in die "Königsklasse". Europa-League-Finalist Benfica Lissabon hat im zweiten Match der Gruppe C Heimrecht.

In Gruppe A geht Manchester United als klarer Favorit ins Rennen. Der englische Rekordmeister empfängt zum Auftakt Bayer Leverkusen, Real Sociedad trifft daheim auf Schachtar Donezk.

Marko Arnautovic kassiert in China 245.000 Euro pro Woche

Marko Arnautovic kassiert in China 245.000 Euro pro Woche

Mit dem Wechsel des österreichischen Fußballnationalspieler Marko …

Missbrauchsvorwürfe gegen ÖSV-Trainerlegende Charly Kahr

Missbrauchsvorwürfe gegen ÖSV-Trainerlegende Charly Kahr

Ehemalige Skirennläuferin berichtete in "SZ" von Vergewaltigung durch …

Bernie Ecclestone, lange Jahre der Chef und Gesicht der Formel 1, will auch nach der Milliardenübernahme weiter im Cockpit der Formel-1-Dachcompany Delta Topco bleiben und ein gewichtiges Wort mitreden. Doch dürfte er die Rechnung ohne den neuen Eigentümer gemacht haben, der alles andere als zimperlich ist. Medienmogul John Malone hat Ecclestone gleich einen nicht weniger inspirierten Medienexperten als Chef vor die Nase gesetzt.
 

Formel 1 will mit "Cable Cowboy" neu durchstarten

Bernie Ecclestone, lange Jahre der Chef und Gesicht der Formel 1, will …

Der Verkauf des italienischen Fußballclubs AC Milan an chinesische Investoren ist unter Dach und Fach. Auch der britische Premier Club West Bromwich gehört nun Chinesen.
 

Fußball: AC Milan und West Bromwich nach China verkauft

Der Verkauf des italienischen Fußballclubs AC Milan an chinesische …