Aufsteiger Grödig landet gegen Rapid den nächsten Coup

Aufsteiger Grödig landet gegen Rapid den nächsten Coup

Der SV Grödig feierte am Sonntagnachmittag in der 6. Runde der Bundesliga einen verdienten 1:0-(1:0)-Auswärtserfolg gegen Rapid und übernahm zumindest für zweieinhalb Stunden die Tabellenführung.

Den entscheidenden Treffer für die zweikampf- und spielstarken Grödiger markierte vor 14.000 Zuschauern Maximilian Karner (24.).

Die in der Liga mittlerweile drei Partien torlosen Rapidler verpatzten damit ihre Generalprobe fürs entscheidende Play-off-Rückspiel in Georgien. Am Donnerstag verteidigen die Wiener in Tiflis gegen Dila Gori ein 1:0-Guthaben. Vor Anpfiff machten einige Rapid-Fans einmal mehr ihrem Unmut über die Vereinsführung Luft. Zahlreiche Anhänger waren mit einem T-Shirt mit der Aufschrift "Vorstand raus" bekleidet, zudem zündeten sie bengalische Feuer, die ihrem Lieblingsclub wohl einmal mehr eine saftige Geldstrafe bescheren werden.

Inmitten der "englischen Wochen" verzichtete Rapid-Coach Zoran Barisic etwas überraschend auf Rotation und schickte neuerlich sein Stammpersonal auf den Rasen. 12.800 Zuschauer erlebten von Beginn an eine flotte Partie und sahen sehr rasch, dass Grödig völlig zurecht an der Liga-Spitze mitmischt. Die Salzburger standen defensiv gut, schalteten nach den Ballgewinnen blitzschnell um und brachten die Rapidler damit des öfteren in Bedrängnis.

Robert Strobl (2.) und Dieter Elsneg (6.) bescherten Rapid-Goalie Jan Novota einen arbeitsreichen Auftakt, für Rapid verfehlte Sabitzer hauchdünn das lange Eck (11.). Die Grödiger wurden für ihren neuerlich unbekümmerten Auftritt mit der 1:0-Führung belohnt. Nach Freistoß-Flanke von Thomas Salamon setzte sich Karner gegen Bewacher Christopher Trimmel durch und knallte den Ball aus kurzer Distanz ins Tor. Allerdings half Karner, der nur aufgrund der Sperre von Dominique Taboga in die Startelf gerutscht war, bei der Ballannahme auch ein wenig mit der Hand mit.

Rapid lief dem Rückstand eher ideenlos hinterher, Trimmel vergab die beste Ausgleichschance vor der Pause (36.). Nach Wiederbeginn gelang es den Rapidlern lediglich phasenweise, großen Druck zu erzeugen und den Underdog einzuschnüren. Trimmel scheiterte zweimal (57., 73.) am stark parierenden Kevin Fend, ansonsten blieben Riesenchancen für die Grün-Weißen aus. Per Konter hätte beinahe Philipp Zulechner für die Vorentscheidung gesorgt (68.).

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