Alaba und Fenninger sind Sportler des Jahres

Alaba und Fenninger sind Sportler des Jahres

Die Sieger wurden am Donnerstag im Rahmen der Galanacht des Sports der Sporthilfe im Austria Center Vienna geehrt, Alaba und Fenninger konnten aber ihre Trophäe nicht selbst entgegennehmen. Der Fußballer erhielt die Trophäe in München aus den Händen seines Freundes Franck Ribery, die Skifahrererin musste wegen eines Magen-Darm-Virus die Gala vorzeitig verlassen. ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel erhielt den Special Award für sein Lebenswerk.

556 Mitglieder von Sports Media Austria, der Vereinigung der österreichischen Sportjournalisten, sorgten für eine Rekordbeteiligung bei dieser Wahl und eine spannende Entscheidung. Alaba setzte sich mit 2.516 Punkten und 315 ersten Plätzen vor Skistar Marcel Hirscher (1.871/130) und Skispringer Gregor Schlierenzauer (1.161/38) durch und ist der erste Fußballer seit Toni Polster 1997, der ausgezeichnet wurde.

"Das ist unglaublich, eine Riesen-Ehre. Ich freue mich riesig. Ich hatte starke Konkurrenz, Marcel und Gregor haben heuer Unglaubliches geleistet", sagte Alaba, der aus dem Trainingszentrum von Bayern München zugeschaltet war und mit seinem Kumpel Ribery die Gala verfolgte. Trainer Pep Guardiola hatte ihm die Reise nach Wien untersagt.

Im Duell der Stars der beiden populärsten Sportarten in Österreich zählte bei den Sport-Journalisten der Erfolg in der Champions League, in der Meisterschaft und im Pokal mit Bayern mehr als Hirschers Gesamt-Weltcupsieg und WM-Gold bei der Heim-WM in Schladming und der Weltcup-Gesamtsieg von Schlierenzauer, der auch zum Weltcup-Rekordsieger geworden ist.

"Rein sportlich hatte ich die Saison meines Lebens", sagte Hirscher, der im Vorjahr gewonnen hatte. "Aber das ist schon Fußball, das ist schon Champions League, das ist deutsche Bundesliga, das sind richtige Großereignisse, Events, die die Welt kennt. Wenn einer mit 21 Jahren das so souverän runterspielt, hat er sich das wohl verdient. Es war eine gewaltige Leistung. Trotzdem bleibe ich dabei, es hätte drei erste Preise geben sollen. Gregor ist ja auch der beste Skispringer, den es je gegeben hat", sagte Hirscher. Schlierenzauer: "Ich bin extrem stolz, dass ich wieder unter den Nominierten war, ich bin ja fast jedes Jahr dabei. Dieses Jahr war es extrem schwierig, da hatte man wirklich die Qual der Wahl."

Auch der mit dem "Special Award" für seine Verdienste um den österreichischen Sport ausgezeichnete Peter Schröcksnadel zog den Hut vor Alaba. "Alaba hat es sich auch verdient, er hatte eine großartige Saison. Aber das hätte der Hirscher genauso und der Schlieri auch. Aber es kann eben nur einer sein", sagte der ÖSV-Präsident, der sich bei den Damen freuen durfte.

Dort folgte Fenninger, WM-Dritte im Riesentorlauf ihrer Teamkollegin Marlies Schild nach. Damit geht zum vierten Mal in Serie nach Andrea Fischbacher 2010, Elisabeth Görgl 2011 und Schild 2012 die Auszeichnung an eine Alpin-Skifahrerin des ÖSV. Fenninger siegte klar mit 1.568 Punkten (165 erste Plätze) vor ihrer Teamkollegin Michaela Kirchgasser (1.055/85) und Kletter-Europameisterin und Weltcup-Gesamtsiegerin Anna Stöhr (751/54).

Bei den Mannschaften ging die Vorherrschaft der ÖSV-Nordischen zu Ende, die in den vergangenen fünf Jahren durch die Skisprinnger viermal bzw. die Nordischen Kombinierer (2010) jeweils gewonnen hatten. Der Sieg ging erstmals an ein Frauen-Team und erstmals an Volleyball-Vertreter. Die Beachvolleyball-Europameisterinnen Doris und Stefanie Schwaiger gewannen mit 1.162 Punkten (116 erste Plätze) vor Fußball-Meister Austria Wien (923/(80) und dem Formel-1-Weltmeisterteam Red Bull Racing (887/88). Doris Schwaiger war überglücklich: "Wir waren total überrascht, damit haben wir überhaupt nicht gerechnet. Als unser Name genannt wurde, war das total cool, denn die Anspannung war ganz anders als im Sport."

Der Preis für den von den Fans gewählten Aufsteiger des Jahres ging an Radprofi Riccardo Zoidl, der die Österreich-Rundfahrt gewonnen hat. Erstmals geehrt wurde der "Sportler mit Herz". Der mit 5.000 Euro dotierte Preis ging an Ulf Arlati für das Projekt Handball-Marathon in Graz. Behindertensportlerin des Jahres wurde zum dritten Mal Claudia Lösch (Ski alpin), bei den Herren gewann Matthias Lanzinger (Ski alpin), der 2008 nach seinem Unfall den Special Award gewonnen hat. Die Auszeichnung für den Special-Olympics-Sportler des Jahres ging an Teresa Breuer und damit ebenfalls an eine Skifahrerin. Alle Sieger erhielten eine vom Salzburger Stefan Gahr gefertigte, fünf Kilogramm schwere Trophäe aus Messing und Stahl.

Schröcksnadel wurde für sein Lebenswerk geehrt. Unter seiner Präsidentschaft haben die ÖSV-Athleten 22 Olympische Goldmedaillen und 75. WM-Titel gewonnen. "Durchschnitt war für ihn nie genug", sagte Laudator Stephan Eberharter.

1.500 Gäste aus Sport, Politik, Wirtschaft und Kultur erlebten einen launigen Abend. Für das attraktive Rahmenprogramm sorgten Jose Carreras, Opus und Aloe Blacc.

Wirtschaft

Formel 1 will mit "Cable Cowboy" neu durchstarten

Fußball: AC Milan und West Bromwich nach China verkauft

Wirtschaft

Fußball: AC Milan und West Bromwich nach China verkauft

Sport

Abpfiff: Brexit für die Profifußballer Payet, Kante, Wimmer, Can & Co