8 Punkte Abzug für Admira wegen Lizenzverstößen

8 Punkte Abzug für Admira wegen Lizenzverstößen

Wegen Verstößen gegen Lizenzbestimmungen wurde das Oberhaus-Schlusslicht in der laufenden Saison mit einem Abzug von acht Punkten belegt. Diese ab sofort in Kraft tretende Entscheidung des Senats 5 (Lizenzausschuss) gab die Liga am Montag bekannt. Die Admira verliert damit die gesamte bisherige Ausbeute und hält nach elf Runden bei null Zählern.

Den Maria Enzersdorfern bleibt noch die Möglichkeit auf einen Protest. Dieser muss innerhalb von zwei Wochen beim Protestkomitee der Liga eingebracht werden. "Es ist davon auszugehen, dass der Klub die Möglichkeit des Protestes nutzen wird", meinte Bundesliga-Vorstand Georg Pangl. Danach ist als letzter Instanzenweg wie in Lizenzangelegenheiten üblich noch der Gang vor das Ständige Neutrale Schiedsgericht möglich.

"Der Club hat einen schwerwiegenden Verstoß gegen die Lizenzbestimmungen begangen. Im Senat wurden sowohl der Verstoß als auch Art und Ausmaß der Sanktion intensiv diskutiert. Letztendlich zeigte sich diese drastische Form der Sanktion als angemessen, auch wenn damit die sportliche Entwicklung beeinflusst wird", erklärte der Senat-5-Vorsitzende Thomas Hofer-Zeni in einer Liga-Aussendung.

Der Admira war bereits im Frühjahr in erster Instanz die Lizenz für die Saison 2013/14 verwehrt geblieben. Die Spielgenehmigung wurde schließlich vom Protestkomitee erteilt. Dass die Südstädter finanziell angeschlagen sind, ist kein Geheimnis. Mäzen Richard Trenkwalder verkaufte seine Personalleasingfirma 2011 an deutsche Investoren und konnte nicht verhindern konnte, dass das Unternehmen 2012 seinen Rückzug als Sponsor verkündete.

Seither herrscht bei der Admira der Sparstift. Trainer Didi Kühbauer erklärte im Juni seinen Rücktritt, mit Toni Polster als neuem Coach sollten Sponsoren wieder vermehrt auf die Niederösterreicher aufmerksam werden. Der Ex-Torjäger war nach drei Runden aber schon wieder Geschichte. Eine für seine Entlassung mitverantwortliche Investorengruppe trat bis dato kaum ins Rampenlicht.

Eine mögliche Reduktion der Strafe außen vor gelassen, steht die Admira sportlich nun vor einer äußerst schweren Aufgabe. Auf Wacker Innsbruck und den WAC fehlen dem Tabellenletzten zehn Zähler. Im Abstiegskampf kein unwesentlicher Rückstand. "Für den Club und die Bundesliga ist diese Entscheidung, insbesondere in sportlicher Hinsicht, natürlich nicht erfreulich", gab Pangl zu. Gleichzeitig wollte der Liga-Vorstand aber die konsequente Haltung der Liga betonen: "Bundesliga-Fußball bedingt eben nicht nur die Einhaltung der Spielregeln auf dem Spielfeld, sondern auch abseits des grünen Rasens."

Ein Punkteabzug wurde von der Liga zuletzt dem Erste-Liga-Club Vienna im Mai auferlegt. Die Wiener mussten nach einem Protest schlussendlich aber nur mit drei anstelle der ursprünglich fünf Punkten Abzug in die Saison starten.

Knaller geht davon aus, dass die Strafe noch reduziert wird

Admira-Trainer Walter Knaller traf die Nachricht am Montagnachmittag während des Mannschaftstrainings "völlig aus heiterem Himmel. Es hat keinerlei Andeutungen gegeben", erklärte der 55-jährige Kärntner im Gespräch mit der APA. "Unverständlich, unbegreiflich", lauteten die ersten Reaktionen des Chefcoaches der Niederösterreicher. Knaller hofft nun natürlich, dass über den Weg des Einspruchs die Strafe reduziert wird.

Wirtschaft

Formel 1 will mit "Cable Cowboy" neu durchstarten

Fußball: AC Milan und West Bromwich nach China verkauft

Wirtschaft

Fußball: AC Milan und West Bromwich nach China verkauft

Brexit: EU-Referendum der Briten

Abpfiff: Brexit für die Profifußballer Payet, Kante, Wimmer, Can & Co