Uhrenmesse in Basel glänzt mit Highlights:
FORMAT präsentiert erlesene Zeitmesser

Der wiedergefundene Optimismus der Uhrenindustrie zeigte sich auf der „Baselworld“ in erfrischenden Designideen und feinen Innovationen, die Lust auf neue Zeitmesser machen. Hier sehen Sie erlesene Modelle.

Ein Besuch der Weltmesse für Uhren und Schmuck in Basel war zumeist ein aufregendes Erlebnis. Lediglich im Vorjahr schien der Branche ihre Kreativität abhandengekommen zu sein. Man konnte förmlich spüren, wie die luxusorientierteste aller Branchen den Atem anhielt. Glücklicherweise nur vorübergehend, wie bei der diesjährigen „Baselworld“ festzustellen war. Eine Vielzahl an Innovationen, die führende Uhrenhersteller normalerweise
für mehrere Jahre im Voraus in der Schublade haben, um sie der Reihe nach zu realisieren, wurden 2009 offenbar „eingefroren“, um nun, 2010, endlich vorgestellt zu werden.

Das Tempo hat sich gewandelt
Die Neuheiten kommen wieder, aber in kleineren, verdaulicheren Dosen. Allzu verrückte Konzepte bleiben in der Schreibtischlade – dazu ist der Markt noch nicht bereit. Und das ist eigentlich auch ganz gut so, denn so manche mutmaßliche Innovation ist ohne­hin nur Schall und Rauch, wenn es um die tatsächliche Umsetzung in der Serien­produktion geht. Investitionen in angebliche Sensationen können sich Unternehmen, die ihre Mitarbeiter noch vor wenigen Monaten auf Kurzarbeit umgestellt hatten, gut und gerne sparen.

Der Zehntelsekunden-Vorsprung
Echte Meilensteine der Zeitmessung werden momentan also nicht zuhauf vorgestellt. Aber Ausnahmen bestätigen wie immer die Regel. Die Manufaktur Zenith hat sich 2010 in vielerlei Hinsicht als eine solche Ausnahme ­entpuppt. Unter neuer Führung wurde innerhalb von wenigen Monaten nicht nur die gesamte Kollektion überarbeitet, ­bereinigt und konsumentenfreundlicher kalkuliert, nebenbei wurde noch ein echtes Highlight aus dem Hut gezogen: „El Primero Striking 10th“ – das erste mechanische Uhrwerk, welches die Zehntel­sekunde genauestens misst und vor allem auch gut lesbar anzeigt.

Der Unterschied liegt im kleinsten Detail
Uhren-Afficionados finden ihren Spaßfaktor derzeit also weniger in großen Würfen einer innovationswütigen Industrie als in kleinen, aber feinen Details, in ausgeklügelten technischen Verbesserungen oder überraschend praktischen Features. Eine der interessantesten Ideen in Bezug auf neu definierte Funktionalität kommt einmal mehr aus Sachsen: Die „Senator Diary“ ist die ­erste mechanische Armbanduhr mit einem bis zu 31 Tage voraus­programmierbaren Alarm. Diese neuartige Funktion wurde von Glashütte Original mit dem berühmten Panoramadatum zu einer besonders ästhetischen Uhr kombiniert. Die Erinnerungsfunktion erfolgt mit einem Tonsignal, das bei Vollaufzug rund 80 ­Sekunden lang ertönt.

Uhr-Gewalten feiern runde Geburstage
Wenn so große Jubiläen wie jene von Chopard und TAG Heuer begangen werden – beide feiern ihren 150. Geburtstag –, so greift man in der Uhrenwelt immer wieder gerne auf historische Entwürfe zurück. Diese Retrospektiven reichen von originalgetreuen Neuauflagen bis hin zu modernen Zeitmessern, deren Vintage-Charakter sich auf gestalterische Details beschränkt. Allesamt sind es veritable Gustostückerln, die meist mit besonderer Akribie entwickelt wurden. Entgegen dem sonstigen Trend darf es anlässlich eines stolzen Jubiläums auch ein bisschen mehr sein: mehr Neuheiten, mehr Komplikationen und teurere Modelle in streng limitierten Serien.

Ines B. Kasparek

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