Uhren statt Aktien: Sonderausführungen und kleine Auflagen können Wert des Zeitmessers

Unikate und Limitierungen und raffinierte Zusatzfunktionen sind gefragter denn je. Und die eine oder andere Rarität kann im Lauf der Zeit durchaus zu einem „Blue Chip“ werden.

Die meisten Uhrenliebhaber, die sich für ganz besondere Zeitmesser der gehobenen Preisklasse interessieren, möchten ihre Uhren eigentlich gar nicht als Wertanlage betrachten. Das würde ja bedeuten, die kostbaren Stücke im Tresor wegschließen zu müssen. Man will sich jedoch nicht nur an dem Gedanken erfreuen, sie zu besitzen, sondern auch an ihrem Anblick, möglichst dort, wo sie auch hingehören: am Handgelenk. Dennoch kommt das Thema Uhr als Wertanlage gerade jetzt wieder öfter zur Sprache – als Alternative zum Goldbarren sozusagen.

Raritäten und Innovationen
Die besten Chancen, mit dem Wiederverkauf einen Gewinn zu erzielen, haben echte Raritäten. Ein hoher Wiederverkaufswert entwickelt sich meist aufgrund folgender drei Faktoren: Die Uhr birgt ein besonderes Uhrwerk – zum Beispiel das erste seiner Serie –, es beeindruckt durch eine innovative Komponente, oder es handelt sich um ein Kaliber, das nur in sehr wenige Uhren eingebaut wurde. Letzteres ist im Augenblick des Kaufes nur schwer vorauszusehen.

Limitierung kein Wertsteigerungsgarant
Deshalb werden manche Uhrenbesitzer später unter Umständen vom plötzlich steigenden Sammlerwert überrascht. Weitere Indikatoren für steigenden Wert sind natürlich Sonderausführungen im ästhetischen Sinn und strenge Limitierungen, die aufgrund ihrer Rarität für Sammler ­einen großen Anreiz bieten. Allerdings ist eine Limitierung grundsätzlich kein Garant für Werterhalt oder gar Wertsteigerung. Die in den letzten Jahren inflationär gewordenen limitierten Auflagen mit Tausenden Exemplaren haben die Einschätzung der Lage nicht einfacher gemacht.

Kleine Auflagen gewinnen
Als potenzielle Wertanlage sind daher nur Uhren in kleinen Auflagen zu empfehlen, die innerhalb kürzester Zeit ausverkauft sind. Ein weiterer entscheidender Faktor ist die Zeit: Je länger die Spanne zwischen An- und Verkauf, desto stärker kommt die Wertentwicklung zum Tragen. Uhren sind daher – wenn überhaupt – nur als langfristige Investition zu betrachten. Ausnahmen bestätigen die Regel. Unikate und in seltenen Fällen auch limitierte Kleinserien können manchmal auch schon unmittelbar nach ihrer Lancierung zu ­gefragten Sammlerstücken werden.

Patek Philippe ist Sammlerstar
Der Star unter jenen Marken, durch die Uhrenauktionen weltweit regelmäßig in die Schlagzeilen kommen, ist zweifellos die Manufaktur Patek Philippe. Als besonderes Merkmal der Exklusivität stammen nahezu alle verwendeten Uhrwerke aus ­eigener Fertigung. Bei Patek Philippe sind nicht nur alle Uhrwerke individuell nummeriert, sondern werden auch akribisch ­archiviert. Das ermöglicht exakte Identifizierung jeder einzelnen Uhr – vor hundert Jahren, gestern, heute, für die nächste Generation und solange mechanische Uhren noch gefragt sein werden.

Rolex als Paralleluniversum
Das Phänomen Rolex als permanente Ausnahme für das ohne­hin schwer definierbare System der Wertentwicklung zu nennen, wäre falsch. Es handelt sich dabei eher um ein ­unerklärliches „Paralleluniversum“, dem nur das souverän gesteuerte Raumschiff Omega langsam, aber stetig näher rückt. Während sich Omega und andere Prestigemarken ­gegenseitig mit Innovationen übertrumpfen, genügt bei Rolex das bewährte Oyster-Gehäuse in Edelstahl und die übliche Nichtverfügbarkeit, um sie zu Bestsellern sämtlicher Uhrenbörsen zu machen.

Zum Chrono Award 2008:
Bereits zum sechsten Mal küren die FORMAT-Leser ihre tickenden Favoritenunter insgesamt 60 Zeitmessern. Teilnehmer am Award können bis zum 17. 11. drei luxuriöse Armbanduhren zu gewinnen (Information und Teilnahme unter www.format.at/chrono-award ).

Von Ines B. Kasparek

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