Sport-TRENDs: Mit Twin-Tip- und Doppeldeck-Skiern auf die Piste

Das neue Jahr steht im Zeichen von Aktivitäten im Freien sowie des Sparens. Der Sporthandel reagiert auf diese Trends mit günstigen Innovationen und Preisbrechern.

Endlich eine sportliche Betätigung, die nicht schweißtreibend ist. Die Rede ist vom neuen Elektrofahrrad, das Hervis-Boss Alfred Eichblatt zu seinem persönlichen Trend-Favoriten für das Jahr 2009 auserkoren hat. „Beim Bergauffahren braucht man sich nie wieder anzustrengen, denn dieses Bike erhält zur natürlichen Tretleistung zusätzlichen Antrieb durch den Motor“, so Eichblatt. Das sogenannte Hybrid-Bike wiegt etwa 18 bis 20 Kilo, fährt bis zu 30 Kilometer in der Stunde und darf auch auf dem Radweg gefahren werden. Zum Aufladen nimmt man einfach den handgroßen Akku mit ins Büro oder in die Wohnung und hängt ihn an die Steckdose an. Fertig!

Viel Verkaufspotenzial
In Österreich ist noch viel Potenzial bei Fahrrädern vorhanden. Es werden zwar jährlich rund eine halbe Million herkömmlicher Drahtesel verkauft, das Hybrid-Rad gibt es allerdings erst 500-mal. Zum Vergleich: In Holland sind bereits 50.000 Elektro-Velos auf den Straßen unterwegs. Der heimische Sportfachhandel ist derzeit für jede Innovation dankbar. Das Geschäft in diesem Jahr lief nicht zuletzt wegen der Wirtschaftskrise nicht besonders rosig. „Wir müssen froh sein, wenn wir auf Vorjahresniveau abschließen können“, so Fritz Aichinger, selbst Sportfachhändler und Obmann der Sparte Handel in der Wiener Wirtschaftskammer.

Schneefälle und denkende Ski
Trotzdem, ein bisschen Glück gehört immer dazu. Der frühe Wintereinbruch in Österreich beschert den Tourismusregionen zumindest gute Buchungen über Weihnachten und dem Sporthandel einen florierenden Absatz bei Wintersportgeräten und -bekleidung. Eines der Highlights in der neuen Saison sind Ski-Innovatio­nen. Der Skihandel hat die Frauen als Zielgruppe neu entdeckt. Es gibt spezielle Ski, die leicht und drehfreudig sind. Gabriele Fenninger, Intersport-Vorstand: „Die Marken im Damenbereich sind mehr aufeinander abgestimmt, da gibt es vom Helm bis zum Skischuh ­alles aus einer Hand.“

Fun und Racing-Ski
Für Kinder werden Bretteln offeriert, die quasi mitwachsen – Jugendliche stehen auf sogenannte Twin-Tip-Ski. Diese sind vorne und hinten aufgebogen und eignen sich gut zum Trickskifahren. Gerhard Schwab, Geschäftsführer Sport 2000: „Das ist das absolute Muss für die jungen Wilden, die sich in modernen Freeride-Parks zuhause fühlen. Ein Teil der Jugendlichen steigt bereits vom Board auf diese Bretter um.“ All jene, die sich gern mit dem Herminator messen wollen, greifen zum D2 Vario Cut Doubledeck von Atomic. Am Ober- und Unterdeck ist der Ski an den Spitzen und Enden geteilt. Je mehr Druck auf den Ski einwirkt, desto weiter öffnet sich die Gummiverbindung (ein Schlitz an der Skispitze). Dadurch reduziert sich der Radius für kleinere Schwünge. Mit weniger Belas­tung minimiert sich die Teilung des Unterskis, der Radius wird größer. Achtung: Dieser Ski ist nur für echte Profis; wenn der Schwung einmal angesetzt ist, sind Korrekturen schwer möglich.

Leichtere Drehung
Der Atomic D2 Vario Flex Doubledeck ist die sanftere Variante. „Zwei Ski in einem sorgen beim ‚Flex‘ für Anpassungsfähigkeit an jeden Fahrstil, jede Pistenbeschaffenheit und jedes Gelände“, erklärt Wolfgang Mayerhofer, Geschäftsführer Atomic Österreich. „Wir produzieren volle Tube, damit wir den Fachhandel noch vor Weihnachten entsprechend beliefern können.“ Ähnlich komfortabel der MX 70 von Kästle: Er besticht durch geringes Gewicht und harmonisches Fahrverhalten. Wer es lieber gemütlich mag, der greift zum Schneeschuh und wandert damit in die unberührte Natur: „Mit dem kann man abseits der Piste und des Trubels auf Entdeckungsreise gehen“, ist Aichinger ein Verfechter dieses Hobbys. Ebenfalls gemütlich und dazu noch relativ wetterunabhängig: Nordic Walking, welches bei Jung und Alt nach wie vor sehr hoch im Kurs steht.

Kleidung, die atmet
Bei allen Aktivitäten ist die richtige Kleidung eine Grundvoraussetzung. Bei den Sporttextilien geht es stark um die Weiterentwicklung der Funktionsmaterialien. Wasserdichte, Atmungsaktivität und Winddichte sind fixe Standards. Wichtig ist nicht nur, dass der Schweiß nach außen geleitet wird, sondern auch eine größtmögliche Arbeitsgeschwindigkeit der Membrane. Beim sogenannten Body-Mapping-System werden verschiedene Materialien auf jede Körperpartie optimal eingestellt. Norbert Ebster, Chef von Gore-Tex Österreich: „Mittels dieser Technik können exponierte Stellen gewärmt und schweißintensive Zonen durchlüftet werden.“ Anwender dieser Technologie sind alle großen Hersteller wie Puma, Nike, Adidas, Reebok, Högl, Ecco oder Salomon. Design ist dabei ein ebenso wichtiger Aspekt wie reine Funktionalität. „Puma arbeitete das erste Mal vor zehn Jahren mit einem Designer, das war übrigens Jil Sander, mit der wir einen tollen Stiefel entwarfen. Im Februar bringen wir die Kollektion Puma by Sergio Rossi auf den Markt“, preist Puma-Öster­reich-Chef Christian Zulehner seinen neuesten Schrei an.

Freizeitspaß indoor
Jene, denen Freiluftübungen in der kalten Jahreszeit den Atem nehmen, können indoor mit Power-Plate – sogenannten Rüttelplatten – oder MFT-Brettern (speziell für Rücken- und Wirbelsäulentraining entwickelt) ihre Kondition verbessern. Und wer vor allem seine Balance finden möchte, für den gibt es jetzt eine ganz neue Übung: Slackline. Darunter versteht man, die Balance auf einem Gummiband zu halten, das entweder zwischen Bäumen oder – für Mutige – über tiefe Schluchten gespannt wird. Auf jeden Fall ein kostengünstiges Sportgerät. Das leichte Gummiband mit einer Länge von zehn bis 25 Metern ist schon ab 50 Euro zu haben und passt problemlos in jeden Rucksack oder auch in die Satteltasche des neuen Hybrid-Fahrrads.

Von Gabriela Schnabel und Carolina Burger

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