Sindy Amadei entspannt im Element Wasser

Sindy Amadei entspannt im Element Wasser

Wer kennt sie nicht: Die Apps, die das tägliche Leben oder den Berufsalltag erleichtern: Wecker, Straßenkarten, Friends Finder oder Organizer. Doch offenbar sind die modernen Helferchen noch nicht bei jedem angekommen. "Viele sehen Apps noch als Spielerei, aber für mich ist es eine der Schlüsseltechnologien der Zukunft“, ist sich die 33-jährige Sindy Amadei, Geschäftsführerin, der auf IT-Konferenzen spezialisierten LSZ-Consulting, sicher.

Zwei Jahre lang tüftelte sie an der Idee, einen App-Kongress zu initiieren. Jetzt wird ein solcher mit dem Titel "Überall App Congress” von 12. bis 13. Juni in der Metastadt in Wien abgehalten. "Die Bezeichnung haben wir deshalb gewählt, weil uns die Apps überall hin begleiten“, erklärt die Erfinderin der App-Plattform. Neben national bekannten Firmen wie Runtastic, tripwolf und Wikitude sind auch zahlreiche internationale App-Entwickler beim zweitägigen Kongress vertreten. Mit dem Wording "Überall” will die Wienerin mit chinesischen Wurzeln vor allem eine Brücke zwischen New und Old Economy schlagen: "Wir wollen zwei Welten zusammenführen, weil sie voneinander profitieren können, die jungen Dynamischen und die erfahrenen Entscheidungsträger aus der Wirtschaft und dem IT-Bereich.“

Dass man die alte und die neue Welt ganz gut verbinden kann, weiß Amadei aus eigener Erfahrung, und sie beginnt ihre Familiengeschichte zu erzählen. Die chinesischen Großeltern sind nach Kalkutta ausgewandert, wo ihre Eltern geboren und aufgewachsen sind, bevor sie ihrerseits auswanderten: nach Österreich. Sindy heißt eigentlich Xin-Yu - "ein schwieriger Name, weil niemand weiß ob ich eine Frau oder ein Mann bin”. Sie wuchs zwischen zwei Tradition auf. "Ich bin westlich erzogen, lebe aber auch die Werte der Chinesen. Die Eltern haben mich mit viel Disziplin und Strenge erzogen“. Amadei erlernte die kantonesische Sprache, half im China-Restaurant der Eltern mit, machte Matura und studierte Tourismus- und Hotelmanagement bevor sie die Wirtschaftsuniversität absolvierte.

Die Jungmanagerin fasste bald Fuß in der Conference-Branche, wo sie bereits seit zehn Jahren ihren Mann steht. Als sie vor vier Jahren ihre Tochter Coco-Lin zur Welt brachte, besann sie sich auf ihre familiäre Tradition. "In der chinesischen Medizin ist es von großer Wichtigkeit, dass sich die Frauen nach der Geburt genügend Ruhe und Erholung gönnen“.

Sie zog sich zurück. Nachdem sie wieder gestärkt für den Job war, übergab sie das Töchterchen in die Obhut der Großeltern. "Das ist bei uns so Sitte. Die Großeltern kümmern sich um die Enkel, die Kinder sorgen für die Eltern, wenn diese alt und gebrechlich sind“. Auch die Esskultur hat in China einen anderen Stellenwert als im Westen. "Neben dem gesundheitlichen Aspekt ist bei uns ist Essen eine kommunikative Angelegenheit, bei der sich die ganze Familie am Tisch versammelt und den Tag revue passieren lässt“.

Amadei zeigt, dass Tradition und Moderne Hand in Hand gehen können. Am Morgen ein Blick auf die Wetter-App, bevor sie Runtastic beim Laufen aktiviert und nach dem gemeinsamen Frühstück mit den Eltern via Skype mit internationalen Businesspartnern kommuniziert. Ihre Zwei-Welten-Theorie lebt Amadei auch im Office: "Mein Boss Alexander Loisel ist Old School, bringt viel Erfahrung mit. Ich lebe die New Economy, davon profitieren wir beide.“ Und während Sindy Amadei ihrem Job nachgeht, wird Töchterchen Coco-Lin von den Großeltern in das chinesische Leben eingeführt.

Wenn Tochter und Mutter gemeinsame Zeit verbringen, dann ist das meistens im Schwimmbad. Im kühlen Nass sind beide in ihrem Element. "Nach der Arbeit packe ich Coco-Lin ein und fahre mit ihr in das Schönbrunner Bad. Dort können wir bis 21 Uhr plantschen“. Für beide ein Hort der Entspannung. "Während Coco-Lin im Kinderbecken spielt, ziehe ich meine zehn Längen im 50-Meter-Sportbecken.

Das Element Wasser war für Amadei schon in der Schule die Lieblingsdisziplin im Sport. Das Kraulen hat ihr der Cousin beigebracht. "Bei den Vereinsmeisterschaften wurde ich immer Zweite, allerdings nur, weil die Nummer Eins eine Profischwimmerin war“, erzählt Amadei bevor sie sich vom Sprungbrett in die Fluten stürzt.

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