Nervenkitzel unter dem Gefrierpunkt:
Der Breitensport begibt sich aufs Glatteis

Hartgesottene Naturburschen finden beim Klettern auf vereisten Wänden und Tauchen in zugefrorenen Seen den ultimativen Kick. Aber auch Breitensportarten wie Skaten oder Golfen haben eisgekühlt einen besonderen Reiz.

Schifoan is nimma des Leiwandste, wos si da Durchschnittsösterreicher vuastön ko. Der ­Wintervolkssport Nummer eins auf gführigem Pulverschnee hat deutlich an Stellenwert eingebüßt. Nur mehr 5 Prozent geben an, regelmäßig Skipisten hinabzuflitzen, wie aus einer aktuellen Umfrage des Instituts für Freizeit- und Tourismusforschung (IFT) hervorgeht. 57 Prozent schnallen sich überhaupt nie Ski an. Als Gründe werden die hohen ­Kosten für Ausrüstung und Liftkarten vermutet sowie die hohe Verletzungsgefahr – auch durch Pistenrowdys. Eine ­Studie der Initiative „Netzwerk“ belegt, dass der Skisport große Risken birgt: Von insgesamt 206.600 Sportunfällen ­passierten 45.600 beim Skifahren. Es führt somit – vor Fußball – die Liste der gefährlichsten Sportarten an.

Die hohe Kunst des Eiskletterns
Alternative Aktivitäten auf Eis werden während der kalten Jahreszeit von immerhin 19 Prozent aller Österreicher aus­geübt. Dazu gehören Breitensportarten wie Eislaufen, Eis­hockey, Eisstockschießen oder Curling, die in Hallen oder im Freien ausgeübt werden (siehe auch FORMAT-Tipps ) . Besonderen Kick finden Adrenalinjunkies auf und unter blankem Natureis. Die Faszination liegt in der Schönheit bizarrer Eiswelten und in der klirrenden ­Herausforderung an den eigenen Körper, der trotz klammer Gliedmaßen funktionieren muss. Eisklettern gilt bei Klettermaxis als hohe Kunst, die neben Top-Kondition und Muskelkraft noch sehr großes Erfahrungswissen erfordert. Vergleichsweise beschaulich mutet die Idylle beim Eisfischen oder Eistauchen an. Letzteres ist aber nicht zu unterschätzen. Findet man nicht zum Einstiegsloch zurück, hat man unter Wasser kaum eine Chance, ein neues in die Eisdecke zu bohren, um an die Oberfläche zu kommen. Ohne Partner, Sicherungsleine und einwandfreie Ausrüstung sollte man darauf verzichten. Endlose Sichtweiten und durchs Eis spiegelnde Sonnenstrahlen sind den Aufwand aber auf jeden Fall wert.

Dina Elmani

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