Jetzt heißt's entschlacken: FORMAT gibt
Tipps für ein Fasten mit Stil und Genuss

44 Prozent der erwachsenen Österreicher sind übergewichtig. Der Grund sind falsche Ernährung und Bewegungsmangel. In der Fastenzeit versuchen viele, ihr Fehlverhalten zu regulieren. FORMAT präsentiert die besten Kurresorts und Kliniken, die Abhilfe schaffen.

Wenn der ernährungsmäßig opulente Winter in den Frühling übergeht, heißt es Ballast ab­werfen und die Batterien neu aufladen. Traditionell tun das viele Menschen zu Beginn der Fastenzeit, am Aschermittwoch. Kulinarischen Genüssen wie Fleisch, Süßigkeiten oder Alkohol wird dann ­abgeschworen, die Lebens- und Konsumgewohnheiten werden kritisch hinterfragt und geändert. Immerhin sind laut letztem Ernährungsbericht 44 Prozent der erwachsenen Österreicher übergewichtig und 19 Prozent aller 6- bis 15-Jährigen. Die Folge ist Diabetes, die wohl meistunterschätzte Krankheit Österreichs. Laut der Diabetes Initiative Österreich (DIÖ) ist die Zahl der Erkrankten in den letzten Jahren um 20 Prozent auf mittlerweile 600.000 angewachsen. Tendenz: steigend. Zu den Hauptursachen für die sogenannte ­Zuckerkrankheit zählen falsche Ernährung, Übergewicht und ­Bewegunsmangel.

Nachhaltiges Ernährungsprogramm
Gesundheitsbewusste nehmen jedenfalls die Fastenzeit zum Anlass, um sich für mindestens eine Woche von Wasser, Tee oder Gemüsebrühen zu ernähren – meist unter ärztlicher Begleitung. FORMAT recherchierte in verschiedenen Resorts und Kliniken und stellt eine kleine Auswahl von der einfachen Ernährungsumstellung über die klassische Mayr-Diät bis hin zur Stoffwechselkur vor (siehe Bildergalerie ) . Das Lebens.Resort Ottenschlag hat sich darauf ­spezialisiert, den Gästen ein nachhaltiges Ernährungsprogramm anzubieten. In einem fünftägigen Workshop lernt man, wie der Körper funktioniert und eine ausgewogene, gesunde Ernährung zusammengestellt wird. „Wichtig ist, auf keinen Fall etwas zu verbieten, sondern von überall die richtige Menge zu essen, ­ballaststoffreich, aber fettarm“, erklärt die Ottenschlager Ernährungsexpertin Eva Lutz, die eine Gegnerin von Blitzdiäten ist. „Natürlich funktioniert jede Crash-Diät, aber nie dauerhaft. Meist kommt danach der berühmte Jo-Jo-Effekt.“

Richtig essen, Pausen nicht vergessen
Ein probates Mittel, um seinen Körper wieder ins rechte Lot zu bringen, sind die F.-X.-Mayr-Kuren. Eine moderne Form davon bietet das Viva Hotel in Maria Wörth am Wörthersee an. „Wir ergänzen die Mayr-Kur mit neuesten Erkenntnissen der Ganzheitsmedizin und stellen für jeden Gast ein individuelles Programm zusammen“, erklärt Dr. Harald Stossier, Viva-Ernährungsexperte und Präsident der Internationalen Ärztegesellschaft für Applied Kinesiology. Gemeinsam mit der Uni-Klinik Graz hat Stossier auch einen Stresstest entwickelt, der die Leistungsfähigkeit des klassischen Stressorgans, der Nebenniere, überprüft. „Der Stress in der Urzeit war wichtig, um am Leben zu bleiben. Damals haben die Männer auch nach der Jagd geruht“, so der Experte. Heute verbrauchen die Manager sämtliche Reserven aus der Nebenniere, gönnen sich allerdings keine Pausen. Hier setzt Stossier mit der Therapie an: Er lehrt den Patienten, richtig zu essen, im Rhythmus zu leben, um wieder richtig zu regenerieren.

Entspannung und medizinische Kompetenz
In dasselbe Horn stößt auch Dr. Sepp Fegerl, der Mayr-Experte am Vollererhof. Er bietet von Teefasten bis hin zu leichter Kost alle Formen der Mayr-Kur an. Bei Fegerl überwiegt allerdings der Anteil an weiblichen Gästen. „Frauen sind gesundheitsbewusster und meist nicht erwerbstätig“, so ­seine Begründung des Frauenüberhangs. Möglicherweise sind es auch die vielen Extras aus dem Schönheits- und Wellness­bereich im Vollererhof, die die Damen bei ihrer Kur genießen. Für schwierigere Fälle, die bereits an einer Stoffwechselerkrankung leiden, empfiehlt sich das Kur- und Rehabzentrum Althofen. „Bei uns steht nicht der Wellnessgedanke, sondern die medizinische Kompetenz im Vordergrund“, erklärt Stoffwechselspezialist Dr. Harald Oschmautz. „Wir leben in einer übermotorisierten Welt, niemand macht gerne Bewegung.“ Sein Rezept lautet: „Dreimal die Woche vier, fünf Kilometer zügig gehen und auf das eine Cola pro Tag verzichten. Das bringt pro Woche gleich ein halbes Kilo weniger auf die Waage.“

Gabriela Schnabel

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