Gesellschaft: James Bond als Testimonial für Erfolg durch rücksichtsloses Macho-Verhalten

Laut einer Reihe von psychologischen Studien & Umfragen haben Egomanen eine wichtige Bedeutung für die Evolution.

Es sind traditionell amerikanische Experten, die sich mit Themen wie Sexualität, Paarverhalten und Auswirkungen des Liebeslebens intensiv beschäftigen. Das reicht bis in die Zeit des Kinsey-Reports und des Shere-Hite-Reports zurück, die erste Daten sammelten und Übersichtswerke über das Sexualverhalten in den USA verfassten.

Rücksichtslos ist sexy
An der Bradley University in Peoria (Illinois) widmete sich etwa David P. Schmitt kürzlich in einer internationalen Studie Fragen nach dem Paarverhalten, der Sexualität und ihren kulturellen Unterschieden. Schmitt befragte dazu 35.000 Personen aus 56 Nationen auf sechs Kontinenten, die 28 verschiedene Sprachen verwendeten. Dennoch waren die Resultate erstaunlich homogen, und es konnte bei allen Antworten, unabhängig von der kulturellen Herkunft, ein gültiger Zusammenhang gefunden werden. So beschrieb die Mehrzahl der befragten Frauen vor allem jene Männer als sexy und begehrenswert, die Stärke zeigen, sich rücksichtslos nehmen, was sie wollen, und insgesamt eine Persönlichkeit darstellen, die ichbezogen, egoistisch und zielstrebig auftritt. Charakteristika, die mächtigen Politikern oder Managern gemeinhin zugeschrieben werden.

Die dunkle Triade
Zu ähnlichen Ergebnissen kommt auch Peter Jonason von der New Mexico State University in Las Cruces. Jonason untersucht Fragen zu einer Evolutionspsychologie und versucht, mit experimenteller Psychologie Antworten zu finden. Wobei er sich insbesondere "den dunklen Seiten der Persönlichkeiten" widmet, "der Triade aus Narzissmus, Psychopathologie und Machiavellismus", wie er es nennt, also rücksichtslosen Machtansprüchen. Männer mit diesen Persönlichkeitsmerkmalen gingen "signifikant mehr und kürzere" sexuelle Beziehungen ein als andere. Sie sind auch risikofreudiger als ihre Kollegen. Eigenschaften, die offenbar evolutionär angepasst seien.

Fortpflanzungssicherung und Spaß
Der polygame, super-maskuline Macho sichert Fortpflanzung und Überleben. Die dunklen Seiten könnten überdies "nicht so schlecht sein", scherzt Jonason, schließlich sei James Bond das beste Beispiel für einen "dark hero". Ein Mann mit der Lizenz zum Töten, der Frauen wechselt wie Hemden und nimmt, was er will.
Der heimische Sozialforscher Bernd Marin zitiert ein Experiment mit Affen an der University of California Los Angeles (UCLA). Da wurde beobachtet, dass "Obenauf"-Sein nicht nur mehr Sexpartner und Bananen schafft, sondern auch bessere Laune und Status, daher nicht nur wegen anderer Vorteile, sondern per se angestrebt wird. Und: Mächtige Glückliche leben auch länger.

Von Doris Gerstmeyer

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