Deripaskas Luxus-Alpen-Hotel "Aurelio": Fünf-Sterne-Zauber in Lech am Arlberg

Der russische Oligarch Oleg Deripaska eröffnet diese Woche sein 5-Sterne-Boutique-Hotel Aurelio in Lech. FORMAT war schon vor Ort.

Bis vor kurzem argwöhnten die Lecher noch, ob der russische Oligarch Oleg Deripaska ein Fünf-Sterne-Hotel im Nobel­skiort errichtet. Die Einheimischen unterstellten dem an der Strabag und früher auch an ­Magna beteiligten Unternehmer, dass er nur seine private Nobelherberge an den Hang der Schlegelkopf-Piste in Lech bauen lässt. Jetzt, nach zwei Jahren Bauzeit, konnte sich FORMAT vor Ort davon überzeugen, dass Deripaska doch ein Hotel von einer seiner Tochterfirmen, der Ghost Group, ­erbauen ließ. Für das Hotel­management zeichnet Sacher-Chefin Elisabeth Gürtler verantwortlich. Geführt wird die Alpenresidenz von Axel Pfefferkorn.

Offene Tür für Vorarlberger
Das Soft-Opening findet am 10. Dezember statt. „In erster Linie wird es ein Tag der offenen Tür für die Vorarlberger“, erklärt Pfefferkorn, Hoteldirektor des Aurelio. Nach den vielen Mutmaßungen ist ihm die Akzeptanz der Einheimischen sehr wichtig. Freilich haben nicht alle eine Freude mit dem 5-Sterne-Luxus-Boutique-Hotel – eine Konkurrenz mehr, die um die Klientel gut betuchter Gäste wirbt.

17.000 Euro pro Tag
Das Hotel besteht aus drei Chalets, wobei die zwei klei­neren Häuser mit einer Treppe verbunden sind. Sie verfügen über neun Zimmer in den oberen Stockwerken: sechs Komfort de luxe mit 42 Quadrat­metern, zwei Junior-Suiten mit 65 und zwei große Suiten mit 110 Quadratmetern. Im größeren Anwesen sind acht Studio-Suiten mit 52 und eine Master-Suite mit 200 Quadratmetern untergebracht. Wer im Aurelio absteigen will, muss schon ein kleines Vermögen hinblättern. Das güns­tigste Zimmer kostet pro Nacht 620 Euro. Das große Haus kann nur als Ganzes gemietet werden. Preis pro Tag: schlanke 17.000 Euro.

30 Mio für schlichte Architektur
Deripaska hat weder Kosten noch Mühen gescheut. Rund 30 Millionen Euro flossen in die Gestaltung der Luxusherberge, in der natürliche französische und afrikanische Stoffe sowie asiatische Hölzer zum Einsatz kamen. Das Interior ist gediegen und im Stil angelehnt an die Chalets in Kanada. Alle Zimmer sind mit Internetanschluss und multimedialer Unterhaltungselektronik ausgestattet. Im Spa-Bereich kann der Gast wählen, ob er sich von Time to Chocolate Body Care by Sacher, Ligne St Barth, La Prairie oder Helena Rubinstein verwöhnen lässt.

Diskrete Organisation
Zum Komfort gehört freilich auch eine diskrete Reiseorganisation, die vom Privatjet über Helikopter und Luxuslimousinenservice bis hin zum Privatbutler alles bereitstellt. Auch für das leibliche Wohl ist bestens gesorgt. Der Gast kann wählen zwischen der ­intimen Atmosphäre in der Licca Lounge, dem Restaurant Aurelio’s, das von Thomas Göls (er lernte im Sacher) geleitet wird, oder der Sonnen­terrasse. Im Keller lagern exquisite Weine mit Raritäten, Jahrgangsweinen sowie lange gereifte Brandys und Armagnacs, manche älter als 100 Jahre.

Könige und Bankiers
An betuchter Kundschaft fehlt es nicht. Bis Februar ist das Aurelio bereits ausgebucht. Axel Pfefferkorn, der in 5-Sterne-Häusern wie Mandarin Oriental, Half Moon, Cambridge ­Beach oder Ritz-Carlton ge­arbeitet hat, hat noch den einen oder anderen Gästewunsch: „Wir wollen ja nicht in Schönheit sterben. Fein wäre es, wenn bei uns künftig auch Mitglieder aus Königshäusern oder aus Bankiersfamilien absteigen würden.“

Von Gabriela Schnabel

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