Pappe, die ins Flugzeug passt

Zu lang, zu breit, zu schwer: Das Handgepäck beim Fliegen ist oft eine Krux. Ein Zwei-Mann-Start-up aus Deutschland will Abhilfe schaffen - mit einer Box aus Pappe.

Pappe, die ins Flugzeug passt

Auffallen am Flughafen: Die box2fly hat Handgepäck-Idealmaße.

50 Euro verlangt die irische Billigfluggesellschaft Ryanair, wenn das Handgepäck mehr als zehn Kilogramm wiegt oder die maximalen Abmessungen für Handgepäck überschreitet. Ärgerlich, wenn aus dem günstig gebuchten Flug dann doch ein teurer wird. Die beiden Studenten Jonas Fastabend (26) und Niklas Keßler (27) haben auch diese Erfahrung gemacht. Ein Koffer-Dummy am Flughafen brachte sie jedoch auf eine Idee.

"Wir wollten ein Gepäckstück entwickeln, mit dem man beim Einchecken keine Probleme bekommt", sagt Keßler zu FORMAT.at. Aus der Idee wurde eine braune, 55 mal 40 mal 20 Zentimeter messende Box aus mehrlagiger Wellpappe namens box2fly. Die idealen Maße für ein Handgepäckstück, die bei den meisten Airlines gelten und auch von der internationalen Luftverkehrsvereinigung IATA vorgeschlagen werden. Obendrein wiegt der Kofferersatz lediglich 850 Gramm, viel weniger als herkömmliche Koffer.

Probleme am Flughafen oder mit den Airlines gab es bisher keine: "Die Box fällt natürlich auf wegen der Farbe und der Form", sagt Keßler. Er selbst reist mit einem der Prototypen seit mehr als einem Jahr: "Die Box ist ziemlich robust und auch gegen Feuchtigkeit geschützt." Mehrere Lagen Wellpappe und eine dicke äußere Schicht sorgen dafür. Außerdem wird der Stauraum optimal ausgenutzt. Die Griffkonstruktion lässt sich bei der Gepäckkontrolle einfach auf die vorgeschriebene Größe einklappen, zum Tragen lässt er sich wieder zusammenfalten. Praktisch ist die Box aber nicht nur auf Reisen, zuhause lässt sie sich wie ein Umzugskarton zusammenfalten und hinter dem Schrank verstauen.

Die box2fly passt perfekt t ins Gepäckfach der meisten Airlines.

Box schont die Umwelt

Im Juni 2013 haben Fastabend und Keßler in Münster box2fly gegründet, im November sammelten sie auf der Crowdfunding-Plattform Startnext 8060 Euro ein - genug Geld für die ersten tausend Stück. "Das Crowdfunding war ein Gradmesser, ob die Box marktreif ist oder nicht", so Keßler. Mehrere Hundert Stück der ersten Marge haben sie bereits verkauft, das Interesse für das Produkt sei da. Das deutsche Wirtschaftsmagazin brandeins stellte sie in der Dezember-Ausgabe vor, seither steigt die Aufmerksamkeit für das kleine Start-up.

Den beiden Jungunternehmern legen auch auf Umweltverträglichkeit wert. Die Transportwege sollen kurz gehalten werden, deshalb liefert auch ein Hersteller aus Münster, der nur Hölzer aus EU-kontrollierter Forstwirtschaft verwendet. Außerdem geht ein Euro des Verkaufspreises (10 Euro) an die Klimaschutzorganisation atmosfair.

Bisher gibt es die Box zum Fliegen nur in ihrem Online-Shop, Keßler und Fastabend sind aber in Gesprächen mit mehreren Versandunternehmen. Einziger Wermutstropfen: Der Versand nach Österreich ist mit 15,90 Euro etwas teuer.

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