Man of Steel – Superman fliegt wieder

Man of Steel – Superman fliegt wieder

Bereits am Startwochenende in den USA und Kanada spielte der Film 125 Mio. Dollar ein. Nicht schlecht, denn 225 Mio. Dollar hatte Regisseur Zack Snyder für seine 3D-Orgie zur Verfügung...

Das Ganze ist übrigens als Trilogie angelegt. Für die Umsetzung dieser werden Drehbuchautor David S. Goyer und Produzent Christopher Nolan sorgen. Das Duo hat bereits Batman eine Frischzellenkur verpasst.

Nun ist also mit Superman, der vom 30-jährigen Henry Cavill verkörpert wird, der nächste Superheld an der Reihe. Der erblickt am Planeten Krypton als Kal El – und erste Hausgeburt seit Jahrhunderten – das Licht der Welt, muss aber in der Einöde Kansas als Findelkind zum Clark Kent reifen. Denn Krypton zerfällt in seine Bestandteile. Welche ethischen Fragen so etwas aufwirft, klärt das erste Viertel des fast zweieinhalb Stunden langen Films. Nur so viel: Die Bösewichter, angeführt von General Zod (Michael Shannon) überleben durch Zufall.

Das ist insofern für Clark Kent blöd, da sich der moralfreie Rest der Kryptonier die Erde ausgesucht hat, um die Zelte aufzuschlagen. Ohne Menschen, versteht sich. Clark, der seit Kindheitstagen mit existenziellen Fragen wie „Was stimmt nicht mit mir?“, oder „Wozu bin ich überhaupt auf der Welt?“ zu kämpfen hat, ist zum Glück von zwei grundgütigen, weitblickenden Pflegeeltern (Kevin Costner, Diane Lane) aufgezogen worden, die ihm klar machen, dass er wohl ein Brückenbauer zwischen den Kulturen ist. Den Rest erklärt ihm das Hologramm seines toten Vaters Jor El (Russel Crowe).

Hier fliegt also ein intergalaktischer Pontifex im Strumpf, der sich schon mal in eine kleine Kreuzigungspose wirft, bevor er sich in eine Materialschlacht gegen die Bösewichte wirft. Viel bleibt von der Skyline Metropolis’ dabei übrigens nicht stehen, 9/11-Anklänge sind wohl eher nicht zufällig. Viel bleibt auch nicht von der Romanze zwischen Superman und Lois Lane (Amy Adams) über. Die schnallt nämlich gleich einmal die Doppelidentität Kent/Superman. Das schien wohl zeitgemäßer. Ab 20. 6. im Kino.

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