Lykke Li ist eine der spannendsten und aufregendsten Musikerinnen Schwedens

Die Tochter eines Künstler-Hippie-Ehepaars verbrachte eine kosmopolitische Jugend zwischen Skandinavien, Spanien, Portugal und Indien. Erste musikalische Gehversuche probierte sie vor fünf Jahren in New York – das war allerdings mit einem Scheitern verbunden. Einflüsse, die sich in der Musik der sensiblen Künstlerin natürlich widerspiegeln.

Der künstlerische Durchbruch, erste größere Aufmerksamkeit also, gelang ihr vor zwei Jahren mit dem Debütalbum „Youth Novels“. Seitdem wird die introvertierte 24-Jährige, die im Vorjahr als Model auf Levi’s- Plakaten zu sehen war, von der internationalen Popszene geliebt und hofiert. Kanye West, die Beastie Boys und Beck attestieren ihr Geniestatus und produzieren ungefragt Remixe, auch die Burschen von Vampire Weekend und Kings of Leon kommen aus dem Schwärmen gar nicht mehr raus.

Extreme Schüchternheit ist auch Exzentrik, bei Lykke Li trifft sie zudem noch auf Seelenschmerz und Melancholie. „Wounded Rhymes“ (Warner), ihr zweites Album, ist textlich ein pathetischer Seelenstrip, der, je nachdem, wie man es gerade braucht, um nicht im melancholischen Selbstmitleid zu ertrinken, musikalisch mal in sphärisches, mal in bluesiges und dann wieder in orchestrales Gewand gehüllt wird. Großer Pop mit Authentizitätsanspruch – dunkel und erhellend zugleich.

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