Katy kommt oder: Wurmlöcher & Strings

Lollipop-Queen Katy Perry gastiert in Wien. War die nicht erst unlängst da, oder ist irgendwie das Raum-Zeit-Kontinuum aus den Fugen geraten?, könnte man jetzt fragen. Und beide Male muss mit „Ja“ geantwortet werden. Ja, sie hat im Oktober letzten Jahres ein Konzert gegeben, und, ja, irgendwas läuft falsch im Kosmos und der vierten Dimension. Denn binnen drei Minuten waren damals alle Konzertkarten weg. Gut, man könnte jetzt einen Erklärungsversuch starten und vielleicht mit so quanten-physikalischen Dingen wie Wurmlöchern oder der Stringtheorie auffahren. Das bringt aber nicht wirklich was.

Katy's buntes Universum

Mehr Sinn ergibt es, die Dame einfach noch einmal nach Wien zu holen und in deutlich größerem Rahmen ein paar Konzertstunden lang ihr Paralleluniversum aufziehen zu lassen.

Dieses Mal wäre das die Stadthalle, in der die 26-Jährige ihre Version von Populärkultur präsentiert. Eine Sicht, die picksüß ist und mit allerhand erotischen Zweideutigkeiten gespickt wird, aber nicht sonderlich in die Tiefe geht. Das reicht in den USA durchaus aus, um scheinheilige Puritaner gegen einen aufzubringen. Ein zu tiefer Ausschnitt bei einem geplanten Auftritt in der Sesamstraße löste da erst vor einigen Wochen einen Sturm im Wasserglas aus. Man kann sich das dazugehörige Video übrigens auf YouTube ansehen und wird dann zugeben müssen, dass beim Aufzug der Pastorentochter selbst Elmo nicht richtig wuschelig wird. Allerdings: super PR für Katy Perry. So bleibt sie im Gespräch, ohne viel dafür zu tun. Aufpassen muss man beim Konzert der knallbunten Diva aber dennoch. Hörgenuss kann bei den lieben Kleinen Karies verursachen, und auch der eine oder andere (Alters-)Diabetiker im Publikum sollte Obacht geben.

Stadthalle Wien, So., 27. 2., 20 Uhr

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