Jedermann, die Show

Salzburg ohne Jedermann-Trubel ist unvorstellbar. Und der Trubel wird größer, wenn sich an der Besetzung und der Inszenierung etwas ändert. 2013 ist so ein Jahr.

Jedermann, die Show

Mit den beiden Regisseuren Julian Crouch und Brian Mertes hält ein neues Team die Inszenierungsfäden in den Händen. Und dass mit Cornelius Obonya und Brigitte Hobmeier als Jedermann/Buhlschaft-Pärchen die Festspielstadt ein frisches Liebesduo unsicher macht, ist ebenfalls bekannt. Seit Ende Mai wird am Stück gearbeitet und nun wurden auch die ersten Fotoproben geschlagen. Die Buhlschaft ist heuer mit dem Rad unterwegs und, das gab es so auch noch nicht, hat gleich zwei Kleider. Die bekannteste Nebenrolle der Theaterwelt muss sich also umziehen gehen. Ein kräftiger Wink in die Zukunft?

Nun, da das Spiel vom Sterben des reichen Mannes durchaus von großem öffentlichen und boulevardesken Interesse ist, weiß man schon lange vor der Premiere ungefähr Bescheid, in welche Richtung der Zug fährt. Crouch und Mertes betonten immer wieder, dass man sich von den Inszenierungen der letzten Jahre deutlich abheben wolle. Die zwei Regisseure schafften dies, indem sie zu den Wurzeln des weltbekannten Mysterienspiels zurückgingen. Zu Hofmannsthals Originaltext, zu Hofmannsthals ursprünglicher Inszenierung und – jetzt wird’s spannend – zu Hofmannsthals Inspirationsquellen, also den Ursprüngen des Stoffs. Und die finden sich in mittelalterlichen englischen Mysterienspielen rund um den Everyman.

Mehr Marktplatz und mehr Publikumseinbindung ist das Ziel und so wird das ganz neue Jedermann-Spektakel mit einer Prozession vom Festspielhaus zum Domplatz beginnen. Ein Einzug der Schauspieler in die Show-Arena. Das ist nach der Generalprobe am 18. 7. insgesamt 14-mal der Fall. Erstmals am Sa., 20. 7., 21 Uhr. Im TV ist das Schauspiel übrigens auch zu bewundern. ORF 2 zeigt am So., 28. 7., 22 Uhr das Stück.

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