Jean-Pierre Melville: Der Weg des Samurai

Das österreichische Filmmuseum zeigt ab 11.3. eine Gesamtschau des gerade 13 Spielfilme umfassenden, stilistisch einflussreichen Werkes von Jean-Pierre Melville, u.a. mit Alain Delon, Lino Ventura und Jean-Paul Belmondo.

Ergänzt wird die Retrospektive durch ein filmisches Portrait über den Regisseur und Jean-Luc Godards 'A bout de souffle' (Deutsch: Ausser Atem), in dem Auteur Melville als Actor agiert.

Essenz aller Gangsterfilme: Le samourai – Der eiskalte Engel

Erste Szene: Samourai Jeff Costello – Alain Delon, der eiskalte Engel, as it's best: kalt, ausdruckslos, präzise in Gestus und Rhythmus – regunglos auf seinem Bett, Rauchwolken seiner Gitanes, ein Käfig, ein piepender Kanari, der diesem Meisterwerk Rhythmus verleihen wird. Fast ein Standbild, das Ende evozierend, Triumph des Todes, und doch erst die Ouvertüre zu 'einem der schönsten Filme der Welt'.

Alle anderen 12 Spielfilme Melvilles, die das Filmmuseum bis 7.4. zeigt, bestechen ebenfalls durch formale Eleganz und asketische Bildsprache. Die Ökonomie der Reduktion, Kunst des Weglassens. Melville, unerreichter Großmeister des amerikanisch inspirierten, französischen Gangster-Genres.

Programm und Infos: www.filmmuseum.at

- Marko Locatin

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