Der Hobbit, Ilse Aichinger und Godard in 3D: Die Filmstarts der Woche + Trailer

Der dritte und letzte Teil Peter Jackson's Hobbit-Saga läuft ab 10. Dezember in Österreich an. Neben dem Kassenschlager hat Jean-Luc Godard sich poetisch mit "Adieu au langage" in 3D versucht, ein Alter Ego begibt sich auf die Spuren der Schriftstellerin Ilse Aichinger und das Nachwuchstalent aus Kanada, Xavier Dolan, bereichtert das Winter-Kino mit "Mommy", einem Mutter-Sohn-Drama.

Mommy

Mommy

Der Hobbit: Die Schlacht der fünf Heere, ab 10. Dezember

Die "Hobbit"-Trilogie ist komplett: Starregisseur Peter Jackson schickt zum Abschluss Zwerge, Elben, Menschen und Orks in einen dramatischen Kampf. Nach dem Sieg über den Drachen Smaug streiten sie um den riesigen Zwergenschatz, doch dann steht die Zukunft von ganz Mittelerde auf dem Spiel. Mit dabei sind wieder Ian McKellen als Zauberer Gandalf und Orlando Bloom als Elbenkrieger Legolas. "Die Schlacht der fünf Heere" beendet nicht nur die Geschichte um den Hobbit Bilbo Beutlin (Martin Freeman). Auch die sechsteilige Mittelerde-Saga aus "Der Hobbit" und "Der Herr der Ringe", an der Jackson 16 Jahre lang gearbeitet hat, ist damit abgeschlossen.

From filmmaker Peter Jackson comes “The Hobbit: The Battle of the Five Armies,” the third in a trilogy of films adapting the masterpiece The Hobbit, by J.R.R. Tolkien.

Mit: Martin Freeman, Ian McKellen, Luke Evans, Benedict Cumberbatch, Richard Armitage, Cate Blanchett, Orlando Bloom, Christopher Lee, Ian Holm
Regie: Peter Jackson
www.thehobbit.com

Wo ich wohne. Ein Film für Ilse Aichinger, ab 12. Dezember

Ilse Aichinger als junge Frau im Wald, eine Super-8-Aufnahme von einem auf der Wiese springenden Reh, ein Alter Ego auf den Spuren der Dichterin: Das mäandernde Porträt "Wo ich wohne" ist frei nach Motiven der gleichnamigen Erzählung als Mischung aus Spiel-, Archiv-und Interviewszenen gestaltet: eine nicht immer leicht zu verfolgende Liebeserklärung. Die eingestreuten Super-8-Aufnahmen stammen von der mittlerweile 93-jährigen Schriftstellerin selbst aus den 1960er und 70er Jahren, ein Interview wurde u.a. mit Aichingers Zwillingsschwester Helga Michie geführt.

Regie: Christine Nagel
www.stadtkinowien.at

Adieu au langage 3D, ab 12. Dezember

Obwohl Altmeister Jean-Luc Godard ("Die Verachtung", "Pierrot le Fou") schon weit über 80 ist, wird er des Experimentierens und Erforschens nicht müde. So ist dieser Film Godards erste, lange Arbeit in 3D und spielt dabei mit Raum, Farben, Schrift, Geräuschen und Sprachen in schwindelerregender Gleichzeitigkeit. Elemente einer Fiktion, Figurenkonstellationen, filmische Erzählung, alles geschieht in einer Art räumlicher Montage, in akustischer Verschiebung, zwischen Rausch und Klarheit. Nach seiner Österreich-Premiere bei der Viennale kommt Godards Abschied von der Sprache nun regulär ins Kino.

Adieu au langage in §D, Regie: Jean-Luc Godard

Regie: Jean-Luc Godard
www.stadtkinowien.at

Blue Ruin, ab 11. Dezember

Dwight ist ein geheimnisvoller Einzelgänger , der am Rande der Gesellschaft in einem Autowrack am Strand lebt. Regelmäßig gönnt er sich mal ein warmes Bad in Häusern, deren Bewohner gerade nicht zu Hause sind. Von einer Polizistin erhält er eine Nachricht, die sein Leben in neue Bahnen katapultiert - denn jener Mann, der seiner Familie Grauenvolles angetan haben muss, wird aus dem Gefängnis entlassen. Dwight kehrt daraufhin zur Familie und zum Ort seiner Kindheit zurück und will sich an dem ehemaligen Gefängnisinsassen rächen, ohne zu ahnen, dass er eine Spirale aus Gewalt und Gegengewalt anzettelt, die er kaum noch aufhalten kann.

A mysterious outsider's quiet life is turned upside down when he returns home seeking vengeance.

Mit: Macon Blair, Devin Ratray, Amy Hargreaves, Kevin Kolack, Eve Plumb
Regie: Jeremy Saulnier
www.blueruinmovie.com

Mommy, ab 12. Dezember

Mit "Mommy" legt der junge Kanadier Xavier Dolan (25) erneut ein Mutter-Sohn-Drama vor: Die alleinerziehende Diane und der verhaltensauffällige Teenager Steve trotzen den gesellschaftlichen Widerständen. Wer bei dieser Konstellation nun jedoch ein düsteres Drama vermutet, liegt falsch. Denn der als "Wunderkind" gefeierte Regisseur zeigt seine beiden Hauptfiguren als lebensbejahende Kämpfer, die sich bedingungslos lieben und durch nichts unterkriegen lassen. "Mommy" ist sicher einer der verspieltesten und kraftvollsten Filme des Jahres - und ein Plädoyer für Individualität und Toleranz.

Offizieller deutscher Trailer zu Xavier Dolans Cannes-Gewinner "Mommy".

Mit: Anne Dorval, Antoine Olivier Pilon, Suzanne Clement, Alexandre Goyette
Regie: Xavier Dolan
www.mommy.weltkino.de

Ein Geschenk der Götter, ab 12. Dezember

Aus heiterem Himmel verliert Schauspielerin Anna ihre Anstellung an einem kleinen Stadttheater. Eben noch auf der Bühne, findet sie sich nun im örtlichen Jobcenter wieder. Auf Drängen ihrer Sachbearbeiterin übernimmt sie die Leitung eines Schauspielkurses für acht Langzeitarbeitslose - "schwer Vermittelbare". Trotz gewaltiger Widerstände gegen die verpflichtende Bildungsmaßnahme formt sich aus den frustrierten Einzelkämpfern zunehmend eine eingeschworene Gruppe, mit der Anna "Antigone" inszeniert. Überraschend kommt in die privaten Dramen der Teilnehmer immer mehr Bewegung und auch Anna erlebt einen Neuanfang.

Eine Mutmacher-Komödie, die den Publikumspreis beim Münchner Filmfest gewonnen hat.

Mit: Katharina M. Schubert, Adam Bousdoukos, Canan Kir, Rick Okon, Paul Faßnacht
Regie: Oliver Haffner
www.arsenalfilm.de

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