Harnoncourt und der Zauber der ,,Zauberflöte‘‘

Harnoncourt und der Zauber der ,,Zauberflöte‘‘

Nach sechs Jahren Absenz bei den Salzburger Festspielen kehrt Dirigent Nikolaus Harnoncourt an die Salzach zurück. Er wird mit Mozarts „Zauberflöte“ die Festspiele offiziell eröffnen.

Für Harnoncourt ist die Oper, dies verlautete er bereits im Vorfeld der Festspiele, ein „ewiges Rätsel, aber zugleich in ihrer Art ein perfektes Werk“. Das mag aus jedem anderen Munde vage klingen, bei Harnoncourt hat dieses Urteil Gewicht. Niemand, so heißt es, kennt dieses Mozart-Stück besser als er.

Und dennoch kommt es auch für den 82-Jährigen bei dieser Arbeit zu einem Debüt. Salzburg-Intendant Alexander Pereira überzeugte ihn nämlich von seiner Idee, die Oper auf historischen Instrumenten zu erarbeiten. Das hat Harnoncourt bei diesem Mozart-Werk noch nie gemacht, und das ist auch in der Festspielgeschichte – die „Zauberflöte“ wurde übrigens erstmals 1928 aufgeführt – noch nie passiert. Für die Umsetzung der musikalischen Ideen des für seine Akribie und Detailversessenheit bekannten Maestros sorgt übrigens der Concentus Musicus Wien, nachdem sich die Wiener Philharmoniker in einer Orchesterabstimmung gegen das Einstudieren der „Zauberflöte“ auf historischen Instrumenten ausgesprochen hatten.

Die Regie dieser geschichtsträchtigen Premiere übernimmt Jens-Daniel Herzog. Der sieht die Magie der „Zauberflöte“ vor allem darin, dass sich zwei Welten gegenüberstehen, die einander zugleich bedingen. „Die Welt des Lichts und der Rationalität und die Welt der Nacht, der Gefühle, der Fantasie, des Traums“, erläutert der Regisseur. Leben hauchen diesen beiden Welten u. a. Julia Kleiter (Pamina), Bernard Richter (Tamino), Georg Zeppenfeld (Sarastro) und Mandy Fredrich (Königin der Nacht) ein.

Premiere, Felsenreitschule: Fr., 27. 7., 19 Uhr. Ö1 überträgt live. Arte zeigt eine Aufzeichnung am Mo., 30. 7., 20.15 Uhr, ORF 2 zeigt das Stück am Mo., 6. 8., 22.15 Uhr.

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