Fotografisches Werk von Christian Ludwig Attersee

Selbststilisierung zur Kunstform erheben und dabei unantastbar bleiben – so etwas kann kaum jemand besser als Christian Ludwig Attersee. Sein fotografisches Werk, entstanden ab 1964, zeigt das Salzburger Rupertinum.

Dabei wird deutlich, wie sich der Künstler, der im Vorjahr seinen 70. Geburtstag feierte, in den 70er-Jahren den Aktionismus umdeutete. Zuerst in der Inszenierung seines Körpers als erotische Hülle, unversehrt ins Zentrum gerückt. In späteren Fotografiezyklen gerne auch mal mit selbst gebastelten, aberwitzigen Prothesen – eigentlich ein Zeichen für Geschundenheit und Verletzlichkeit –, die so zum Vehikel für glamourgeile Symbolsprache werden. Im Zentrum immer der Künstler selbst, der so zum Gegenstand seiner Performance wird.

Was bei Lady Gaga als großer Diskurspop gefeiert wird, funktionierte also auch schon – wenn auch weniger gallig – vor vier Jahrzehnten. „Erotik ist für mich immer noch das Zentrum der Welt und meiner Arbeit“, postuliert der Künstler nach wie vor. Die Schau „ Attersee schön wie seine Bilder“ ist ab 2. 7. im Rupertinum zu sehen.
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